AfD fordert Bericht zur Schwimmausbildung – Landratsamt gefordert

AfD fordert Bericht zur Schwimmausbildung – Landratsamt gefordert

Landkreis Rosenheim – Die AfD-Kreistagsfraktion verlangt vom Landratsamt Rosenheim einen umfassenden Bericht über die Schwimmausbildung. Ziel ist es, mögliche bestehende Defizite beim Schul- und Vereinsschwimmen transparent darzulegen.

Der Antrag, eingebracht von Landtagsabgeordnetem und Kreisrat Andreas Winhart sowie den Kreistagsmitgliedern Franz Bergmüller und Christian Demmel, fordert konkrete Zahlen zu Rettungsschwimmer:innen, zur Ausbildung sowie zum Umfang und zur Verfügbarkeit von Schulschwimmbädern im Landkreis.

Reduzierung der Sportstunden an den Schulen

Winhart begründet den Vorstoß mit dem Fehlen eines Schulschwimmbads im Landkreis Rosenheim und der Reduzierung der Sportstunden an Schulen. Viele Schulen seien deshalb nicht mehr in der Lage, regelmäßigen Schwimmunterricht anzubieten. „Seit Jahren ist zu beobachten, dass die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die nicht schwimmen können, immer weiter steigt und die Zahl von Badeunfällen weiterhin zu hoch ist“, so Winhart. Zudem kritisierte er die eingeschränkten Möglichkeiten für ortsnahen Vereinssport.

Offizielle Zahlen zu Schulschwimmbädern im Landkreis Rosenheim liegen Innpuls.me aktuell nicht vor.. Laut einer Übersicht von 2018 waren im gesamten Landkreis 15 öffentliche Schwimmbäder erfasst – Schulschwimmbäder wurden dabei jedoch nicht separat ausgewiesen.
Winhart forderte Landrat und Verwaltung auf, „die Karten offen auf den Tisch zu legen“ und den Kreistag umfassend über die Situation zu informieren.
(Quelle: Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Winhart / Beitragsbild: Symbolfoto re)

CSU und SPD wollen Parkgebühren auf der Rosenheimer Loretowiese senken

CSU und SPD wollen Parkgebühren auf der Rosenheimer Loretowiese senken

Rosenheim –  Seit Einführung der Parkgebühren auf der Loretowiese in Rosenheim ist die Auslastung dort meist nur noch gering (wir berichteten). CSU und SPD wollen nun die Parkgebühren senken.

Die CSU-Stadtratsfraktion hat bereits Anfang März diesen Jahres einen Antrag zur Parksituation auf der Loretowiese eingereicht. Darin war noch die Rede, die Parkgebühren für Pendler zu ermäßigen (wir berichteten). Nun soll die Ermäßigung für alle gelten:  „Da wir keine Ungleichbehandlung wollten und eine einfach umzusetzende Regelung befürworten, haben wir uns für eine insgesamte Senkung der Gebühren entschieden“, erklären Bormann und Erdogan in ihrem neuerlichen nun gemeinsamen Antrag.
Konkret sollen die Parkgebühren auf der Loretowiese auf 3 Euro pro Tag und 2 Euro pro Halbtag statt bisher 5 bzw. 2,50 EUR vorsieht. „Wir haben von vielen Betrieben aus dem Gesundheits- und Handelsbereich vernommen, dass die Attraktivität der Arbeitsplätze unmittelbar in Zusammenhang mit der
Erreichbarkeit der Innenstadt steht“, begründen Daniel Artmann (CSU) und Abuzar Erdogan (SPD) ihre Initiative.

„Bus und Bahn verbindet nicht alle Menschen aus dem Rosenheimer Umland mit der Innenstadt“

„Rosenheim als Handelsstadt lebt von einer guten Erreichbarkeit, auch mit dem PKW“, erklärt der zweite Bürgermeister Daniel Artmann (CSU), „wir müssen erkennen, dass Bus und Bahn nicht alle Menschen aus dem Rosenheimer Umland diese mit der Innenstadt verbindet.“ Rosenheim sei schließlich im raumordnungsrechtlichen Sinne ein Oberzentrum für Handel  und Dienstleistungen für über 300.000 Menschen aus dem Umland. Diese Rolle sei stark abhängig von der Anbindung und Erreichbarkeit.

„Das Klinikum, die Kinderbetreuungseinrichtungen und die Bäckerei eint der Bedarf nach Mitarbeitern. Der Mangel an Fachkräften führt dazu, dass Arbeitgeber Anreize schaffen müssen, wozu auch die kostengünstige Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes zählt“, begründet Abuzar Erdogan, Fraktionsvorsitzender der SPD, den Antrag weiter.
Derzeit zahle man bei 21 Arbeitstagen zu je 5 Euro auf der Loretowiese 105 Euro. „Für die vorgenannten Berufsgruppen sind diese Preise zu hoch“, beklagt Erdogan. Für diesen Schritt entscheidend war auch der Umstand, dass die bisherige Preisgestaltung zu einer überschaubaren Auslastung der Loretowiese geführt hat. Herbert Bormann von der CSU ist sich daher sicher: „die Senkung der Tarife wird sich neutral auf die Einnahmensituation auswirken, da von einer höheren Auslastung auszugehen ist, sobald wir die Gebühren senken.“
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Pressemitteilung CSU und SPD-Stadtratsfraktion / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Bayernbund: „Bairisch fördern statt fordern“

Bayernbund: „Bairisch fördern statt fordern“

Rosenheim / Landkreis / Bayern – Der Bayerische Landtag will, dass die bayerische Sprache in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprache aufgenommen wird. Der Bayernbund macht da nicht mit. Seine Meinung: „Fördern statt fordern“.

„Der Bayernbund sieht Bairisch als wertvolles Kulturgut und wichtiges Identifikationsmerkmal für einen weiten Kulturraum, der vom Lech bis zum Neusiedler See und vom Fichtelgebirge bis zur Salurner Klause in Südtirol reicht“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung. Somit könne der Bayernbund auch nicht einer Aufnahme in die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen zustimmen, wie es derzeit in einem Antrag an den Bayerischen Landtag gefordert wird.

„Sprache kann nicht wie ein Biotop geschützt werden“

Sprache sei in ständiger und lebendiger Weiterentwicklung und könne nicht wie ein Biotop geschützt werden. Landesvorsitzende des Bayernbunds Sebastian Friesinger ist der Ansicht, dass Bairisch keines besonderen Schutzes durch übergeordnete europäische Regelwerke bedarf, da sie von den Menschen im Alltag aktiv gesprochen und gepflegt wird. „Unsere Sprache ist nicht bedroht, sondern ein fester Bestandteil des bayerischen Lebensgefühls.“ Im Gegenteil: Ein formeller Schutz könnte, seiner Meinung, nach den Eindruck erwecken, dass Bairisch nur durch äußere Maßnahmen überleben könne.
Anstatt auf formelle Schutzmechanismen zu setzen, verfolgt der Bayernbund eine andere Strategie, um die bayerische Sprachkultur zu fördern, was ihm sehr wichtig ist. Mit seinen Projekten „Freude an der Mundart, „MundArt Wertvoll“ und „Heimatkunde in der Grundschule“ setze der Verein auf praxisnahe Maßnahmen, die von Prof. Dr. Helmut Wittmann maßgeblich mitgestaltet wurden und weitergeführt werden. Diese Initiativen haben das Ziel, den Gebrauch von Bairisch im Alltag und in den Bildungseinrichtungen wie Kindergärten und Schulen zu fördern, und insbesondere die Eltern einzubeziehen. Umgesetzt wird dies derzeit in Pilotprojekten in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie dem Bayerischen Trachtenverband.

Der Bayernbund ruft dazu auf, Bairisch weiterhin aus der gelebten Kultur heraus zu fördern, anstatt sie durch formale Regelwerke zu reglementieren. „Unser Dialekt ist stark und vital. Er braucht keinen übergeordneten Schutz, sondern engagierte Sprecher in allen Altersstufen“, so der Vorsitzende.
(Quelle: Pressemittteilung Bayernbund / Beitragsbild: Bayernbund)

RAL-Zertifizierung für Rosenheimer Stadtverwaltung: SPD-Antrag wurde abgelehnt

RAL-Zertifizierung für Rosenheimer Stadtverwaltung: SPD-Antrag wurde abgelehnt

Rosenheim – Wie kundenfreundlich arbeitet die Rosenheimer Stadtverwaltung? Die SPD-Stadtratsfraktion sprach sich für die sogenannte „RAL“-Zertifizierung aus, als „Signal nach Außen, dass die Stadt Rosenheim Wert auf zuverlässige und transparente Verwaltungsabläufe legt“. Der Antrag wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am gestrigen Dienstagabend (17.9.2024) mehrheitlich abgelehnt.

Das „RAL„–Gütezeichen ist ein Marketing-Label. Kommunen, die sich dafür zertifizieren lassen, wollen damit ein Zeichen setzen für Bürokratieabbau und Kundenfreundlichkeit, beispielsweise was die Bearbeitungszeit und Verlässlichkeit von Baugenehmigungen betrifft oder wie schnell auf Anrufe oder E-Mails reagiert wird.
Eine Zertifizierung ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Für die Stadt Rosenheim würde einmalig ein Betrag in Höhe von 32.000 Euro fällig werden und dann fortlaufend jährlich rund 15.5000 Euro sowie zusätzliche personelle Ressourcen – vielleicht einer der Gründe, warum bisher keine der 25 kreisfreien Städte Bayern RAL-zertifiziert ist.

Reaktion auf eine IHK-Studie

Die Rosenheimer SPD reagierte mit ihrem Antrag auch auf eine IHK Studie. Laut dieser liegt der größte Handlungsbedarf in der Stadt Rosenheim beim Bürokratieabbau in den Verwaltungen. „Um Unternehmen zur Ansiedlung in Rosenheim zu bewegen bzw. Unternehmen in Rosenheim zu halten, sollte die Stadt Rosenheim dringend an diesem Standortfaktor arbeiten“, heißt es dazu in dem SPD-Antrag.

„Ich will jetzt nicht sagen, dass wir zu 100 Prozent zufrieden sind mit der Arbeit in der Verwaltung. Aber ich glaube nicht, dass sich mit einer Zertifizierung viel ändern lässt“, meinte  Robert Multrus, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, zu dem Vorschlag. Ähnlich sieht das auch der CSU-Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann. „Es werden schon so viele Dinge in Auftrag gegeben, die einen Haufen Geld kosten“, meinte er.
Peter Rutz, Fraktionssprecher der Rosenheimer Grünen, ist zwar der Meinung, dass es für die Arbeit in der Stadtverwaltung grundsätzlich schon Verlässlichkeit und Transparenz geben muss. Aber auch er zweifelte an der Idee mit der „RAL“-Zertifizierung. „Wir sollten es lieber so organisieren, dass wir uns selbst kontrollieren und die Ergebnisse dann auch öffentlich machen“, meinte er.
Abuzar Erdogan, Fraktionsvorsitzender der Rosenheimer SPD, hielt am Antrag seiner Fraktion fest. „Wir wollen damit nicht die Arbeit der Rosenheimer Stadtverwaltung schlechtreden, sondern sie noch besser machen“, betonte er.
Der SPD-Antrag wurde schließlich mit einer Gegenstimme (SPD) abgelehnt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

SPD fordert Wohnmobilstellplätze in Rosenheim

SPD fordert Wohnmobilstellplätze in Rosenheim

Rosenheim – Urlaub mit dem Wohnmobil liegt voll im Trend. Wer damit aber in der Stadt Rosenheim Station machen will, hat ein Problem. Aktuell gibt es keine adäquate Stellplätze für Wohnmobile in der Stadt. Die Rosenheimer SPD-Stadtratsfraktion will das ändern.

Einen entsprechenden Antrag hat die Stadtratsfraktion der SPD jüngst eingereicht. Damit wurde die Stadtverwaltung beauftragt, potenzielle Flächen für Wohnmobilstellplätze zu identifizieren und die Ergebnisse zeitnah dem Stadtrat und dem entsprechenden Gremien vorzulegen. Zudem soll die Stadtverwaltung gegebenenfalls Verhandlungen mit Grundstückseigentümern aufnehmen, um geeignete Flächen zu erwerben.

„Rosenheim zeichnet sich durch seine einzigartige Lage und die beeindruckende Umgebung aus, was sowohl Durchreisende als auch „Road-Traveller“ anzieht“, heißt es in dem entsprechendem Antrag. Die Schaffung von Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobilbesitzer würde nach Meinung der Rosenheimer SPD nicht nur dazu beitragen, mehr Touristen anzulocken, sondern auch Tagestouristen die Möglichkeit bieten die Stadt zu erkunden. 
Die SPD-Fraktion stellt sich einen Platz für 10 bis 15 Fahrzeuge vor, mit einem Schrankensystem, Beleuchtung, Entsorgungsstation und Elektrizitäts- und Wasseranschlüsse. Dies solle nicht nur den Tourismus fördern, sondern auch wildes Parken von Wohnmobilen verhindern. 
Ricarda Krüger, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Rosenheimer SPD dazu: „Die Schaffung von Wohnmobilstellplätzen ist ein wichtiger Schritt, um Rosenheim als attraktives Reiseziel zu etablieren. Wir möchten die einzigartige Natur und den Charme unserer Stadt für Reisende besser zugänglich machen und gleichzeitig die Qualität des Tourismusangebots verbessern. Mit dieser Initiative möchten wir einen Beitrag zur Stärkung unserer Stadt und unserer Wirtschaft leisten“.
Der Antrag wird nun in den zuständigen Gremien geprüft und diskutiert.
(Quelle: Pressemitteilung SPD Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Tipp von uns: Wo es zumindest in der Nähe von Rosenheim schon Stellplätze Für Wohnmobile und Wohnwagen gibt, seht Ihr hier

Zuschüsse für Sportvereine

Zuschüsse für Sportvereine

Rosenheim -Für das Jahr 2022 können die Sportvereine im Landkreis Rosenheim ab sofort die so genannte Vereinspauschale beantragen. Darauf hat jetzt das Sachgebiet Kommunale Angelegenheiten/Wahlen im Landratsamt Rosenheim aufmerksam gemacht.
Nähere Informationen sowie das entsprechende Antragsformular sind auf der Internetseite des Landratsamtes unter https://www.landkreis-rosenheim.de/politik-verwaltung/#kommunales-wahlen-uebungsleiterzuschuesse zu finden. Der Antrag kann aber auch schriftlich beim Landratsamt Rosenheim, Sachgebiet 21, Wittelsbacherstraße 53, 83022 Rosenheim oder telefonisch unter 08031 392 2112 angefordert werden.
Der ausgefüllte Antrag ist zusammen mit den Übungsleiterlizenzen bis spätestens 1. März 2022 beim Landratsamt einzureichen. Nach diesem Termin eingehende Anträge bzw. Übungsleiterlizenzen können nicht mehr berücksichtigt werden.<
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim)