Sternsinger mit Weihrauchduft in Aschau im Chiemgau unterwegs

Sternsinger mit Weihrauchduft in Aschau im Chiemgau unterwegs

Aschau / Landkreis Rosenheim – Auch in diesem Jahr waren die Sternsinger der Pfarrei „Darstellung des Herrn“ Aschau im Chiemgau wieder von Haus zu Haus unterwegs. 11 Gruppen aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen trotzten dabei der klirrenden Kälte, um die Friedensbotschaft in die Familien des Prientals zu tragen.

In freudiger Botschaft schrieben sie das Kreidezeichen C+M+B 2026 an die Türstöcke. Entgegen der weit verbreiteten Annahme stehen diese Buchstaben nicht für Caspar, Melchior und Balthasar, sondern für den lateinischen Segensspruch „Christus mansionem benedicat“ – übersetz: Christus segne dieses haus. In Versform überbrachten die Sternsinger den Bewohnern Wünsche für Gesundheit, Glück und Frieden im neuen Jahr 2026.
Ein besonders farbenfrohes und feierliches Bild bot sich beim Festgottesdienst am Hochfest der heiligen Drei Könige. Pfarrer Paul Janßen segnete gemeinsam mit Diakon Dr. Christian Elsen die Sternsinger und sandte sie offiziell aus. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Aschauer PICantus Chor unter der Leitung von Christine Klinger, die für eine stimmungsvolle Gestaltung sorgte.
Der Erlös der diesjährigen Aktion, 4101,85 Euro, kommt benachteiligten Kindern zugute und unterstützt das Hilfsprojekt „The Nest“ in Kenia.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright H. Reiter)

Warum wir ins neue Jahr „rutschen“

Warum wir ins neue Jahr „rutschen“

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Jedes Jahr zu Silvester hört man ihn wieder: den Wunsch nach einem „Guten Rutsch“. Aber was steckt eigentlich hinter diesem typisch deutschen Neujahrsgruß – und warum hat er nichts mit Glatteis zu tun?

Entstanden ist die Redewendung um das Jahr 1900 und sie wird ausschließlich im deutschsprachigen Raum verwendet. Sprachwissenschaftler sehen ihren Ursprung nicht im winterlichen Ausrutschen, sondern in einer ganz anderen sprachlichen Wurzel. Demnach leitet sich das Wort „Rutsch“ vom hebräischen „Rosch ha-Schana“ ab, was „Jahresbeginn“ bedeutet. Im Jiddischen heißt der Neujahrsgruß „a git Rosch“, also sinngemäß „einen guten Anfang“. Aus diesem Wunsch entwickelte sich im Laufe der Zeit der heute gebräuchliche „Gute Rutsch“.

Doch es gibt noch eine weitere Erklärung für den Ausdruck. Früher hatte das Verb „rutschen“ eine andere Bedeutung als heute: Es stand für „reisen“ oder „fahren“. Der Dichter Johann Wolfgang von Goethe verwendete das Wort in diesem Sinne, etwa mit dem Satz „Sonntag rutscht man auf das Land“ – gemeint war eine Reise oder Fahrt ins Umland.

Welche Herkunft nun die richtige ist, lässt sich nicht mit letzter Sicherheit sagen. Sicher ist jedoch: Der Wunsch soll Glück und einen guten Start ins neue Jahr bringen. In diesem Sinne – einen guten Rutsch.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai)

Innviertler Trachtler feiern stimmungsvollen Jahresabschluss

Innviertler Trachtler feiern stimmungsvollen Jahresabschluss

Rosenheim – In den letzten Adventstagen 2025 konnten die Innviertler Trachtler in Rosenheim einen vorweihnachtlichen Jahresabschluss mit feierlicher Atmosphäre, Neuaufnahmen und besonderen Ehrungen erleben.

Die Innviertler Musi setzte musikalische Akzente und versetzte die Besucher in eine besinnliche Stimmung. Ergänzt wurde das Programm durch das Theaterstück der Vereinsjugend „Das Weihnachtsfest der Waldtiere“, das sowohl zum Schmunzeln anregte als auch mit passenden Weihnachtsliedern zum Mitsingen einlud. Der Nikolaus sorgte mit humorvollen Anekdoten aus dem Vereinsjahr für zusätzliche Unterhaltung.

Matthias Reisaus und Christian Helget, die im Sommer das Schuhplatteln erlernt hatten, wurden als neue Mitglieder im Verein begrüßt. Karl Ebner, passives Mitglied seit 1997, feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag – der erste Vorsitzende Alfred Licht gratulierte herzlich. Eine besondere Ehrung erhielt Leonhard Wimmer, Leiter der Innviertler Musi: Für seine 40-jährige Mitgliedschaft überreichte ihm der Verein eine Ehrenurkunde. Wimmer hat in zahlreichen Funktionen Verantwortung übernommen, unter anderem als Jugendleiter und Musikwart, und war Mitinitiator des Plattlerkurses. 2018 wurde ihm zudem das silberne Gauehrenzeichen des Bayerischen Inngautrachtenverbandes verliehen.

Mit Glückwünschen für die Weihnachtszeit und den bevorstehenden Jahreswechsel endete ein harmonischer Jahresabschluss, der Jung und Alt zusammenbrachte.
(Quelle: Pressemitteilung Innviertler Trachtler / Beitragsbild: Innviertler Trachtler) 

Aschauer Trachtenkinder unterwegs als Klöpfler

Aschauer Trachtenkinder unterwegs als Klöpfler

Aschau im Chiemgau – Um den traditionellen Brauch zu pflegen, sind auch in diesem Jahr wieder die Kinder der beiden Aschauer Trachtenvereine Hohenascha „D`Griabinga“ und Niederaschau „Edelweiß“ als Klöpfler im Dorf unterwegs.

Bei Einbruch der Dunkelheit ziehen die Trachtenkinder von Haus zu Haus, begleiten ihre traditionellen Klöpfellieder mit Instrumenten und stimmen so die Adventszeit im Priental besonders festlich ein. Einen Zwischenstopp legten sie auch bei der Tourist-Info Aschau ein. Das gesammelte Geld wird voraussichtlich an das Projekt „Trachtler helfen Trachtler“ gespendet.

Ursprünglich war das Klöpfeln ein Glückswunschritual zum Neuen Jahr. Aus diesem Erwachsenenbrauch entwickelte sich über die Jahrhunderte ein Heischebrauch: Nach dem Überbringen von Glückwünschen baten die Klöpfler um Gaben für Haus und Hof. Früher waren häufig die Dorfarmen unterwegs und schwärzten ihre Gesichter, um nicht erkannt zu werden. Heute erhalten Kinder die Möglichkeit, den Brauch weiterzuführen – und gleichzeitig ein gutes Werk zu tun.
(Quelle: Pressemitteilung Touristinfo Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: H. Reiter)

Stadtführung „Von Martini bis Dreikönig“: Advents- und Weihnachtsbrauchtum in Rosenheim entdecken

Stadtführung „Von Martini bis Dreikönig“: Advents- und Weihnachtsbrauchtum in Rosenheim entdecken

Rosenheim – In Rosenheim findet am 7. Dezember eine besondere Stadtführung rund um adventliches und weihnachtliches Brauchtum statt. Stadtführer Franz Schmid erklärt dabei die Hintergründe bekannter Traditionen und führt die Teilnehmer zu historischen Orten der Innenstadt.

 Unter dem Titel „Von Martini bis Dreikönig“ nimmt Stadtführer Franz Schmid Interessierte mit auf eine Reise durch das vielschichtige Brauchtum der Winterzeit. Gerade rund um die Wintersonnenwende verbinden sich christliche und vorchristliche Traditionen – und genau diesen spannenden Hintergrund beleuchtet der Rundgang.
Schmid berichtet unter anderem, warum St. Martin seinen Mantel teilt, welche Bedeutung St. Nikolaus für Rosenheim hat, was den Marktfrauenbrunnen mit den drei Bethen verbindet und welche Gemeinsamkeiten Percht und Gottesmutter Maria aufweisen.

Details zu der Führung

Die Führung startet am zweiten Adventssonntag, 7. Dezember, um 14 Uhr am Vorplatz des Parkhauses P1, Hammerweg 1, in Rosenheim.
Der Spaziergang führt vom Laziseplatz über die Erlöserkirche, die Mariensäule im Riedergarten und den Ludwigsplatz bis zur Nikolauskirche. Endpunkt ist der Christkindlmarkt am Max-Josefs-Platz. Neben Legenden rund um Heilige erfahren Besucher auch mehr über das „Immergrün“ an Adventskranz und Weihnachtsbaum, die Klöpfelnächte und das traditionelle Frauentragen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Karten sind im Vorverkauf bei der Touristinfo Rosenheim erhältlich. Anmeldung und Informationen Telefon: 08031 / 365-9061
(Quelle: Pressemitteilung Franz Schmid, Stadtführer in Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Franz Schmid, Stadtführer in Rosenheim)

Leonhardiritt in Greimharting: Strahlender Sonnenschein über festlich geschmückten Pferden

Leonhardiritt in Greimharting: Strahlender Sonnenschein über festlich geschmückten Pferden

Greimharting / Landkreis Rosenheim – In Greimharting (Gemeinde Rimsting) erlebten die Besucher des Leonhardiritts dieses Jahr Bilderbuchwetter: Nach morgendlichem leichtem Nebel am 6. November strahlte die Sonne über die festlich geschmückten Pferde, Ponys und Kutschen.

Leonhardiritt Greimharting 2025. Fotos: Copyright Elisabeth Eder

Bei Bilderbuchwetter fand der Leonhardiritt in Greimharting statt. Fotos: Copyright Elisabeth Eder

Pfarrer Philipp Werner spendete beim traditionellen dreimaligen Umritt den Segen für die Tiere. Rund 80 Pferde und Ponys waren mit dabei, viele zogen festlich geschmückte Kutschen. Auch Motivwagen, die religiöse Themen darstellen, begleiteten den Umritt.

Der Leonhardiritt in Greimharting blickt auf eine über 600-jährige Tradition zurück: Er wird seit 1411 immer am 6. November zum Patrozinium des Heiligen Leonhard abgehalten. Früher lag der Fokus vor allem auf der Landwirtschaft, wenn Pferde für den landwirtschaftlichen Einsatz gesegnet wurden. Heute nehmen auch Pferde aus Sport und Freizeitgestaltung teil, die festlich geschmückt und liebevoll herausgeputzt werden.

Der Ablauf folgt einem bewährten Ritual: Zunächst wird ein Gottesdienst gefeiert, danach erfolgt der dreimalige Umritt mit der Segnung der Tiere – ein Brauchtum, das Gläubige, Pferdebesitzer und Besucher aus der Region jedes Jahr zusammenbringt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Elisabeth Eder)