Fahrplanabweichungen bei der Bahn

Fahrplanabweichungen bei der Bahn

Rosenheim / Holzkirchen / München /Chiemgau – Bauarbeiten der DB Netz AG bedeuten vom 7. bis 12. Oktober auf der Strecke München – Rosenheim und München – Holzkirchen Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr mit Bussen.

Die DB Netz AG führt Schwellenauswechslungen zwischen Grafing und Ostermünchen durch, die von Freitag, 7., bis Mittwoch, 12. Oktober 2022, Auswirkungen auf die Zugverbindungen der BRB im gesamten Netz Chiemgau-Inntal haben. Es kommt zu Fahrplanänderungen, Verspätungen, dem Ausfall der Haltestelle Ostermünchen und dem Ausfall mehrerer Verbindungen zwischen Rosenheim und München Hauptbahnhof auf den Linien RE 5, RB 54 und RB 58, zum Teil ganztags, zum Teil abends und nachts, teilt die Bayerische Regiobahn mit.

Statt der ausfallenden Verbindungen
kann die S-Bahn genutzt werden

Statt der ausfallenden Verbindungen kann auf dem Streckenabschnitt zwischen Grafing, München Ost und München Hauptbahnhof die S-Bahn genutzt werden. Statt der ausfallenden Verbindungen auf dem Streckenabschnitt zwischen Holzkirchen und München Hauptbahnhof können sowohl die S-Bahn als auch die Züge der Linien RB 55/RB 56/RB 57 genutzt werden. Alle Fahrkarten der BRB werden auf den jeweiligen Streckenabschnitten anerkannt.
Die Züge auf den genannten Abschnitten und die S-Bahnen fahren zum Teil zu anderen Zeiten als die Züge im Regelfahrplan.
Wie gewohnt finden Fahrgäste auf der Webseite www.brb.de die Sonderfahrpläne zum Download.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Regiobahn GmbH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Seltene Zugtaufe in Augsburg

Seltene Zugtaufe in Augsburg

Augsburg – Mit Weihwasser, Sekt und Regentropfen wurde ein Zug der BRB beim „Tag der Schiene“ in Augsburg getauft.  Eine Zugsegnung ist selten und so kamen auch prominente Vertreter aus Politik und Bahnbranche zu diesem Ereignis an den Augsburger Hauptbahnhof.

Neben der evangelischen Pfarrerin Sabine Dempewolf war von katholischer Seite ein Fachmann als Pfarrer dabei, Bernd Rochna. Er war früher selbst Triebfahrzeugführer bei der S-Bahn München und freute sich, nach der Segnung mit dem 1.000sten LINT der Firma Alstom, dem Täufling, ins Betriebswerk der Bayerischen Regiobahn fahren zu können. Mit Begeisterung blickte er dabei der Triebfahrzeugführerin Franziska Meis im Führerstand über die Schulter. Für die Taufe hatte er keinen Weihwasserkessel dabei, sondern ein Taschenaspergill, quasi Weihwasser „to go“. Der Fortschritt mache auch vor der Kirche nicht Halt, sagte er scherzend. Nach der Segnung wurden das Wappen der Stadt und der Schriftzug „Augsburg“ durch BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann und den Wirtschafts- und ÖPNV-Referenten der Stadt, Dr. Wolfgang Hübschle, enthüllt.

Statt Tauziehen Zugziehen in Augsburg
Zugsegnung Urkunde
Am Zugsimulator
Das „Zugziehen“ war
eine besondere Attraktion

Im Betriebswerk an der Firnhaberstraße hatte die BRB dann zum „Tag der offenen Tore“ alle Interessierten eingeladen und die kamen in großer Zahl. „Ich freue mich, dass trotz des Regens so viele an unseren Führungen durch das Bw, wie wir es nennen, teilgenommen haben und sich für die BRB interessieren“, erzählte Arnulf Schuchmann, der auch selbst den ganzen Nachmittag über Fragen beantwortete. Eine besondere Attraktion war neben dem seltenen Blick hinter die Kulissen das Zugziehen, bei dem jeder Erwachsene ausprobieren konnte, wie viel Kraft benötigt wird, um eines der tonnenschweren Gefährte zu bewegen, obwohl die Auflagefläche pro Rad nur einen Fingernagel groß ist. Am Zugsimulator konnte man ausprobieren, was ein Triebfahrzeugführer zu tun hat, wenn er einen Zug steuert. Wer sich für die Berufe Triebfahrzeugführer, Kundenbetreuer oder solche, die in der Werkstatt gebraucht werden, interessierte, konnte sich vor Ort bei der BRB-Personalabteilung erkundigen.
Für die Eisenbahnfans boten sich tolle Fotomotive, angefangen von den einzelnen Zügen bis zur Unterflurdrehbank in Aktion.
Während der Podiumsdiskussion im Festzelt zur Zukunft des ÖPNV in Bayern betonten alle Teilnehmenden unisono die Wichtigkeit eines einfachen Tarifs, analog dem 9-Euro-Ticket, allerdings ohne einen konkreten Preis zu nennen. Es diskutierten Ministerialdirektor Dr. Thomas Gruber (Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr), Bärbel Fuchs (Geschäftsführerin der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, BEG), Edeltraud Schmid (Vorsitzende des Fahrgastbeirates Oberland), Dr. Wolfgang Hübschle (Wirtschafts- und ÖPNV-Referent der Stadt Augsburg) sowie BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild, Fotos: Copyright BRG)

Fahrplanabweichungen bei der Bahn

Fahrplanabweichungen bei der Bahn

Holzkirchen / Rosenheim – Bauarbeiten der DB Netz AG bedeuten vom morgigen 9. bis 11. September Fahrplanänderungen auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim und Schienenersatzverkehr mit Bussen.
Die DB Netz AG führt Bauarbeiten durch, die von morgen, Freitag, 9., bis Sonntag, 11. September, Auswirkungen auf die Zugverbindungen der BRB im Netz Chiemgau-Inntal haben. Auf der Strecke Holzkirchen – Rosenheim kommt es ganztags zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Holzkirchen und Westerham.

Auch Auswirkungen auf den
Herbstfest-Sonderzug

Die Busse fahren zum Teil zu anderen Abfahrts- und Ankunftszeiten als die Züge im Regelfahrplan. Der Herbstfest-Sonderzug in beiden Nächten um 0.39 Uhr ab Rosenheim fährt bis Westerham, dann geht es ebenfalls mit Schienenersatzverkehr mit Bussen ab Westerham weiter bis Holzkirchen.
Wie gewohnt finden Fahrgäste auf der Webseite www.brb.de Sonderfahrpläne zum Download. 
(Quelle: Bayerische Regiobahn / Beitragsbild: Symbolfoto re)

9-Euro-Ticket: BRB-Geschäftsführer zieht Bilanz

9-Euro-Ticket: BRB-Geschäftsführer zieht Bilanz

Holzkirchen / Augsburg – Zum Ende des 9-Euro-Tickets zieht Arnulf Schuchmann, BRB-Geschäftsführer, eine gemischte Bilanz der drei Monate für die Bayerische Regiobahn. Hier sein Fazit im original Wortlaut:

„Das 9-Euro-Ticket war auf der einen Seite ein Schnellschuss der Politik, der uns vor riesige Herausforderungen gestellt hat. Binnen Wochen mussten wir unsere Verkaufsstruktur und Tarifierung umstellen, was fast unmöglich schien, aber am Ende doch geklappt hat. Die drei Monate mit vergünstigten Tickets haben von unserem Zugpersonal Höchstleistungen gefordert. Viele Fahrgäste hatten bis dahin kaum Erfahrung mit Bahnfahren und es musste viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Übervolle Züge haben so manchem Reisenden die anfängliche Lust auf den ÖPNV leider schnell verdorben. Wir sind mit allem gefahren, was wir hatten, konnten nicht mehr Züge aufs Gleis bringen, weil bereits alle im Einsatz waren, weil Bahnsteiglängen dafür nicht ausreichen und Strecken bereits vorher schon an ihrer Auslastungsgrenze angelangt waren.

Wir haben über unsere Webseite viele Informationen und Tipps gegeben, um aufzuklären und Enttäuschungen zu vermeiden. Gerade bei der Fahrradmitnahme kam es öfter zu Diskussionen, weil kein Ticket für das Fahrrad gekauft wurde, was allerdings in Bayern, bis auf wenige Ausnahmen, erforderlich ist. Fahrradfahrer mussten gerade an den Wochenenden öfter auf nachfolgende Züge verwiesen werden, weil die Kapazitäten in den Mehrzweckbereichen schnell erschöpft waren. Schwer zu schaffen macht uns bis heute und über das Ende des 9-Euro-Tickets hinaus die marode Infrastruktur in unseren Netzen, die immer wieder zu kurzfristigen Sperrungen und Langsamfahrstellen führt, was hohe Verspätungen zur Folge hat. Und gerade die Kurzfristigkeit macht eine ordentliche Fahrgastinformation unmöglich, was aber bei Zugausfällen oder großen Verspätungen essentiell für die Fahrgäste ist. Dieses Problem wird uns noch lange begleiten und hat während der drei Monate zu viel Verärgerung geführt.

Doch ein Erfolg war das 9-Euro-Ticket natürlich auf der anderen Seite auch. Es konnten viele den ÖPNV nutzen und Ausflüge machen, die sich das ohne das günstige Ticket kaum geleistet hätten. Manch einer hat das Zugfahren ausprobiert, ohne auf Zonen und Verbünde achten zu müssen. Das war sicher der größte Vorteil, die Einfachheit, und einfache Tarife sollten auch weiterhin ein Ziel sein. Dass von den Neukunden viele nach Ende des 9-Euro-Tickets weiterhin den ÖPNV nutzen werden, wünsche ich mir zwar, bin aber skeptisch, denn jetzt geht es erst einmal auf dem Preisniveau weiter, das bis Ende April 2022 gegolten hat, und man spricht in der Branche bereits von Preiserhöhungen, die sehr bald kommen. Der Erhalt und vor allem die Sanierung der Infrastruktur kosten viel Geld, der Ausbau des ÖPNV in den ländlichen Gebieten ebenfalls. Die große Frage ist am Ende die Finanzierung. Wir kämpfen schon seit Coronabeginn mit hohen finanziellen Einbußen, das muss allen Entscheidungsträgern bewusst sein.“

Zahlen und Fakten zum 9-Euro-Ticket :

• Erwartung bis Ende August: knapp 375.000 verkaufte Tickets in allen fünf Netzen, Zahlen für einzelne Netze nicht darstellbar
• Nachfrage insgesamt über alle drei Monate gleichmäßig, Ausschläge nach oben an Feiertagen und bei gutem Wetter
• Vergleich zu 2019 ( = vor Corona): Steigerungen zwischen 40 und 60 Prozent, besonders Richtung Salzburg und ins Oberland gab es Wochen mit fast verdoppelter Nachfrage gegenüber 2019
• Spitzenwochen waren im Juli bei gutem Wetter und entsprechend viel Freizeitverkehr sowie gleichzeitig vorherrschendem Schüler- und Berufsverkehr
• Nachfrage im August etwas geringer, aber deutlich unter dem in vorangegangenen Jahren typischen August-Rückgang, Grund: in den Vormonaten wurden schon Vorverkäufe getätigt, viele sind im Urlaub und es sind Schulferien
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Copyright BRB, zeigt BRB Geschäftsführer Arnulf Schuchmann)

 

Zusatzzüge für die Wiesn in Rosenheim

Zusatzzüge für die Wiesn in Rosenheim

Rosenheim / Herbstfest – Die Bayerische Regiobahn (BRB) bietet während des Herbstfestes in Rosenheim nachts an den Wochenenden Zusatzzüge an, am letzten Festwochenende fährt auf einer Teilstrecke Schienenersatzverkehr mit Bussen.

Für die Besucher des Herbstfestes in Rosenheim fahren an den Wochenenden nachts Zusatzzüge der BRB von Rosenheim nach Holzkirchen. Sie starten um 0.39 Uhr in Rosenheim, Ankunft in Holzkirchen ist jeweils um 1.19 Uhr. Die Züge verkehren von Samstag, 27., auf Sonntag, 28. August, von Freitag, 2., auf Samstag, 3., und von Samstag, 3., auf Sonntag, 4. September 2022.
Wegen Bauarbeiten der DB Netz AG können die Züge von Freitag, 9., auf Samstag, 10., und Samstag, 10., auf Sonntag, 11. September 2022, nur von Rosenheim bis Westerham fahren. Dort startet dann in beiden Nächten jeweils um 1.16 Uhr Schienenersatzverkehr mit Bussen bis Holzkirchen.
Wie gewohnt finden Fahrgäste auf der Webseite www.brb.de Sonderfahrpläne zum Download.
(Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Bahn: Ärger wegen „desolater Infrastruktur“

Bahn: Ärger wegen „desolater Infrastruktur“

Holzkirchen / Augsburg / Rosenheim / Bayern – Die sogenannten „Langsam-Fahrstellen“ bei der Bahn werden immer mehr. Betroffen ist auch Rosenheim. Die Beseitigung dauert Wochen bis Monate. „Der Ärger wegen desolater Infrastruktur geht netzübergreifend weiter“, meldet die Bayerische Regiobahn (BRB) und macht ihren Ärger darüber in einer Pressemitteilung Luft.

Gleislagefehler, Weichenstörung, Schwellenauswechslung, Oberbauschaden – was auch immer die DB Netz AG als Grund für Baumaßnahmen und Langsam-Fahrstellen angibt, die Folge ist immer die gleiche: BRB-Züge haben Verspätung. Das sorgt inzwischen für massiven Ärger unter den Fahrgästen, führt zu enormen Belastungen der Mitarbeitenden der BRB und es verursacht obendrein auch hohe Kosten.

Ein paar Beispiele für Langsam-Fahrstellen in den Netzen der BRB:

  • Zwischen Schliersee und Bayrischzell: Führt zu Verspätungen im gesamten Netz Oberland, weil das Kuppeln und Flügeln in Holzkirchen nicht mehr planmäßig funktioniert, wenn die Zugteile nicht pünktlich am Bahnhof eintreffen oder abfahren können. Wann diese Langsamfahrstelle durch die DB Netz AG behoben wird? Zwischen dem 25. Juli und 12. August 2022 lautet die derzeitige Information. Allerdings entfallen in der Zeit die ersten beiden und die letzten beiden Züge von Montag bis Freitag. Das bedeutet wieder Schienenersatzverkehr mit Bussen.
  • Zwischen Schaftlach und Bad Tölz: Bautätigkeit nachts während der Zugverkehr ruht, Ende für Samstag, 9. Juli 2022, angekündigt.
  • Bei Aßling (auf der Strecke zwischen München und Rosenheim): Freigabe der Strecke war für den 1. Juli 2022 angekündigt, fehlt noch immer. Zum kommenden Wochenende hin soll ein Gleis nachgestopft werden, danach geht es zumindest mit 70 km/h statt mit 20 km/h voran, aber wann wieder die vollen 120 km/h gefahren werden können, kann
    die DB Netz AG noch nicht sagen.
  • Zwischen Weilheim und Dießen: Die Strecke wurde am vergangenen Freitag kurz vor Mitternacht gesperrt. Bis Samstagmittag dann Komplettsperrung – im Wochenendausflugsverkehr Zwischen Freilassing und Berchtesgaden: Verspätungen – ohne Druck durch die BRB wäre die Beseitigung am Ende auf einer langen Liste ganz unten gestanden, jetzt soll es schneller gehen. Aber kein konkreter Zeitpunkt durch die DB Netz AG genannt.Dazu noch „Kleinigkeiten“ wie Bahnübergangsstörungen, Signalstörungen und ähnliches, was sich ebenfalls häuft. Die tägliche Liste der Störungen wird immer länger und damit werden die Verspätungen immer mehr. Im Netz Chiemgau-Inntal kommen noch Pass- und Zollkontrollen hinzu, die ebenfalls viel Zeit kosten.
    BRB-Chef spricht von
    Hinhaltetaktik“

    Die Ursachen bei der DB Netz AG sieht BRB-Geschäftsführer Arnulf Schuchmann in dortigem Personalmangel, zu vielen Aufträgen für zu wenig Personal, und zu wenigen Firmen, die die Aufträge abarbeiten können. „Die Antworten auf meine drängenden Fragen nach der Beseitigung der Mängel sind immer die gleichen“, sagt der sichtlich genervte BRB-Chef, „man bemühe sich und versuche zu beschleunigen und zu verbessern. Das ist für mich reine Hinhaltetaktik und bringt uns sowie den frustrierten Fahrgästen gar nichts.“ Diese Salami- und Hinhaltetaktik führt dazu, dass Tag für Tag kurzfristig Fahrplanänderungen durchgerechnet und in die Fahrgastinformationssysteme eingepflegt werden müssen. Aufgrund der Vorlaufzeiten der diversen Informationskanäle sowie der Schwierigkeit, Prognosen für die Weiterfahrt abzugeben, ist eine ordentliche Fahrgastinformation nicht immer möglich.

    Trassengebühren machen
    obendrein noch Sorgen

    Was Schuchmann obendrein noch Sorgen macht, sind die Trassengebühren, die für jeden Kilometer, den die BRB in ihren fünf Netzen fährt, zu zahlen sind. Diese Gebühren betragen pro Woche rund 1,5 Millionen Euro, egal, ob die Strecke in einwandfreiem Zustand ist oder nicht. „Wenn ich eine Mietwohnung habe, zahle ich doch auch nicht den vollen Preis, wenn es zum Dach hineinregnet“, vergleicht Schuchmann. Dann sei eine Mietminderung fällig, diese wird aber von DB Netz und Politik für den Schienennahverkehr bis heute abgelehnt.
    (Quelle: Pressemitteilung BRB / Beitragsbild: Symbolfoto re)