10 Fakten über Schnecken

10 Fakten über Schnecken

Rosenheim / Bayern / Deutschland / Welt – Gärtner und Schnecken, das ist milde ausgedrückt – nicht die große Liebe. Denn leider haben die Tierchen genau das zum Fressen gern, was der Gärtner liebevoll hegt und pflegt. Und ihr Hunger scheint fast grenzenlos. Schnell einmal wird da ein ganzes Salatbeet über Nacht verputzt.
Aber auch Schnecken sind durchaus faszinierende Geschöpfe.

Darum hier für Euch zehn Fakten rund um die Schnecken:

  • 1. Weltweit gibt es rund 100.000 verschiedene Arten. Sie leben sowohl an Land als auch im Wasser
  • 2. Die große Rüsselschnecke ist die weltweit größte Schneckenart. Sie bringt es auf eine Gehäuselänge von bis zu 90 Zentimeter. Die kleine Landschnecke ist dagegen mit gerade einmal einen halben Millimeter kleiner als ein Sandkorn.
  • 3. Schnecken können kaum hören oder sehen. Aber dafür haben sie ihre Fühler. Mit ihnen riechen und schmecken sie hervorragend.
  • 4. Schnecken sind Zwitter. Sie verfüge also über männliche und weibliche Geschlechtsorgane.
  • 5. Schnecken sind nachtaktiv. Kein wunder Sonneneinstrahlung oder Hitze bekommt ihnen nicht gut. Wenn es heiß ist, verstecken sie sich an schattigen, kühlen Orten.
  • 6. Schnecken mit Haus werden mit ihrem Hausgeboren. Damit es mit ihnen mitwächst, werden sie selbst zu Baumeistern. Sie filtern dafür Kalk aus der Nahrung und lagern diesen am Gehäuserand ab – Schicht für Schicht. Kleinere Schäden reparieren sie mit ihrem Schleim.
  • 7. Schneckenhäuser winden sich eigentlich immer nach rechts. Wenn man wirklich mal eine Schnecke mit Hauswindung nach links findet, bezeichnete man diese früher als „Schneckenkönig“. 
  • 8. Schnecken sind nicht zahnlos, ganz im Gegenteil. Eine Schnecke bringt es auf bis zu 40.000 winziger Zähne. Beißen kann sie damit aber nicht, aber dafür ihre Nahrung zermalmen und in den Mund befördern. 
  • 9. Der Schleim der Schnecke ist tödliche – jedenfalls für Bakterien. Schnecken schützen sich damit vor Krankheiten. Außerdem erleichtert er die Fortbewegung und schützt vor Austrocknen. Nebenbei dient er als Haftmittel, wenn nötig.
  • 10. „Langsam wie eine Schnecke“ stimmt: Eine Weinbergschnecke bringt es beispielsweise auf gerade Mal drei Meter pro Stunde. Dafür können sie aber senkrecht und sogar über Kopf kriechen.

    Und zum Schluss noch ein Tipp, wie man einer Schneckenplage im Garten Einhalt gebieten kann – ganz ohne Pestizide und ohne die Tierchen dafür töten zu müssen: Einfach nasse Bretter oder Kartons um die Beete herumlegen. Amt Tag suchen die Schnecken dort dann Zuflucht und können problemlos eingesammelt und fernab des Gartens wieder frei gelassen werden.
    Abschreckend wirkt für sie verstreuter Kaffeesatz und Kräuter wie bspw. Lavendel, Rosmarin und Thmyian.

 

Garten-Putz sollte noch warten

Garten-Putz sollte noch warten

Rosenheim / Bayern / Deutschland –  Der Frühling ist da. Es blüht und sprießt schon in den Gärten.  Mit dem „Garten-Putz“ sollte man aber dennoch noch etwas warten, rät der Bund Naturschutz und gibt Tipps für einen naturfreundlichen Garten zu Beginn des Frühlings.

Laub im Garten hat aktuell noch einen wichtigen Zweck. „Insekten brauchen die Laubschicht auf dem Boden, die sie vor kalten Nächten schützt, denn: der Spätfrost kommt bestimmt! Außerdem werden bei einem zu frühen Rückschnitt der Pflanzen und dem Entfernen des Laubes alle darin überwinternden Insekten mitentsorgt“, beklagt
Bund-Naturschutz-Geschäftsführerin Ursula Fees.
„Alte Blütenstauden und vertrocknete Gräser schützen das junge Grün vor den
gefährlichen Spätfrösten“, erklärt sie weiter. Außerdem würden sich noch viele Insekten gut geschützt unter der Streuschicht im Boden oder in hohlen Ästen und Pflanzenstängeln befinden.

Großangelegte Putzaktion schadet
der Artenvielfalt im Garten

Eine großangelegte Putzaktion würde deshalb der Artenvielfalt im Garten schaden.  Besser sei es, bestimmte Pflanzen individuell zu pflegen und mit dem schonende Rückschnitte abgestorbener Pflanzen erst zu beginnen, wenn es längere Zeit konstant warm ist.
Viele Wildbienen und die ersten Hummeln sind bereits unterwegs und gehen auf Futtersuche. Wichtige Quellen für Pollen und Nektar sind derzeit Huflattich, Schlüsselblumen und Krokusse. Auch Sträucher und Bäume wie Haselnuss, Kornelkirsche und einige Weidenarten blühen bereits und sind bedeutende Futterpflanzen, die in keinem Garten fehlen sollten.
Mit dem Vorfrühling kommen auch die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück und erkunden mögliche Nistplätze. Ältere Bäume mit Baumhöhlen oder dichte Hecken mit Schlehen, Wildrosen und Weißdorn bieten ideale Brutmöglichkeiten. Fehlen diese Strukturen, kann man zumindest den Höhlenbrütern mit einem Nistkasten helfen. Aber Achtung: Nicht jeder Kasten passt! Jede Vogelart hat andere Ansprüche und bevorzugt bestimmte Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. „Neben den Standard-Meisenkästen ist es auch sinnvoll, spezielle Nisthilfen für Gebäudebrüter, Gartenschläfer oder Fledermäuse anzubieten“, empfiehlt Ursula Fees.

20 Millionen Gärten gibt es
in Deutschland

Hätten Sie es gewusst? Mit über zwanzig Millionen Gärten in Deutschland haben Gartenbesitzer ein riesiges Potential, Natur zu schaffen und so die Biodiversität zu fördern. Jeder Garten kann zu einem kleinen Biotop werden, so die Bund Naturschutz-Kreisgruppe Rosenheim.
(Quelle: Pressemitteilung Bund Naturschutz Kreisgruppe Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Hier geht es zu einer Bauleitung für Nistkästen für Gartenschläfer: