Neuer Sprachpreis „Da gfeide Hund“ für bairischen Liedermacher Mathias Kellner

Neuer Sprachpreis „Da gfeide Hund“ für bairischen Liedermacher Mathias Kellner

München / Bayern – Der Förderverein Bairische Sprache und Dialekte (FBSD) hat erstmals den neuen Sprachpreis „Da gfeide Hund“ verliehen. Preisträger ist der niederbayerische Liedermacher, Zeichner und Kabarettist Mathias Kellner – ausgezeichnet für seinen besonderen Beitrag zur Pflege und Weiterentwicklung der bairischen Sprache.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des FBSD überreichte der 1. Vorsitzende Heinz Schober-Hunklinger am Samstag (11.10.2025) den mit 4.000 Euro dotierten Sprachpreis an Mathias Kellner. In der vollbesetzten Iberl Bühne in München feierten Vorstand und Mitglieder des Vereins den ersten Preisträger der neuen Auszeichnung.

Mathias Kellner: „Dialekt ist die Straße der Tradition“

Die Laudatio hielt PD Dr. Nicole Eller-Wildfeuer von der Universität Regensburg. Sie sagte: „Mathias Keller ist kein Musiker, der sich auf ausgetretenen Pfaden bewegt. Er ist ein Grenzgänger, ein Sprachjongleur, ein Beobachter. Und das alles verpackt in Musik, die mal sanft, mal kraftvoll, mal nachdenklich, aber immer authentisch ist. Seine Musik ist mal rockig, mal bluesig, mal jazzig, aber immer bayerisch. Mit seiner einzigartigen Fähigkeit, das Leben in Bayern in musikalische Worte zu fassen, schafft er es, die Tradition und den Zeitgeist in Einklang zu bringen.“ Oder wie Mathias Kellner selbst formulierte: „Dialekt ist die Straße der Tradition.“
In einem anschließenden Kurzinterview mit dem Vorsitzenden und der Laudatorin betonte Kellner die Bedeutung solcher Ehrungen für bairisch sprechende Künstler. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, insbesondere im Bayerischen Rundfunk, hätten sie kaum noch eine Chance, gespielt zu werden. Damit fehle eine wichtige Plattform, um Nachwuchskünstler bekannt zu machen. Der FBSD fordert daher, dass diese Programmstrategie überdacht wird – schließlich sei Gesang die „Mutter der Sprache“ und damit auch der Identität.
(Quelle: Pressemitteilung FBSD / Beitragsbild: Copyright Birgit Widmann)

Literarisch-musikalisches Mundartprogramm auf Schloss Hartmannsberg

Literarisch-musikalisches Mundartprogramm auf Schloss Hartmannsberg

Bad Endorf / Landkreis Rosenheim – Ein literarisch-musikalisches Mundartprogramm über das große und kleine Rebellentum in Bayern gibt es am Freitag, 12. September, 20 bis 22 Uhr, mit Christoph Maier-Gehring in Schloss Hartmannsberg (Landkreis Rosenheim).

Bayern und Rebellion – passt das zusammen? Aber natürlich! Immer wieder gab es über die Jahrhunderte und bis heute welche, die aufmuckten. Die rebellisch wurden, sich nicht alles gefallen ließen von der Obrigkeit. Am Freitag, 12. September präsentiert Christoph Maier-Gehring im Klaviersalon von Schloss Hartmannsberg Geschichten u.a. von den Bauerkriegen und den Memminger Freiheitsrechten von 1525, von der Sendlinger Mordweihnacht, von bayrischen Sozialrebellen wie dem Räuber Kneissl, übers Haberfeldtreiben, übers Wildern und über die bayrische Revolution 1918/19 oder den Widerstand der „Weißen Rose“. Aber auch unterhaltsame private Begebenheiten zum „narrisch werden“ kommen nicht zu kurz. Dazu singt er themengemäße bayrische Lieder und G’stanzln.

Christoph Maier-Gehring, hat in den vergangenen 20 Jahren vielfach bayrische Mundartprogramme wie zum Beispiel „Bayrische Weihnachten“, „Das bayerische Dekameron“, „Brautverstecken“ entwickelt und auf vielen Bühnen mit großem Erfolg zur Aufführung gebracht. Zuvor war er bis zum Sommer 2012 Chefdramaturg am Münchner Gärtnerplatztheater und von 2013 bis 2024 Kulturreferent des Landkreises Rosenheim.

Karten sind erhältlich bei der Tourist-Info Bad Endorf (Telefon 08053 3008- 50) sowie unter www.muenchenticket.de und allen Vorverkaufsstellen von München Ticket.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Auszeichnung für den Chiemsee-Kasperl

Auszeichnung für den Chiemsee-Kasperl

Prien / Landkreis Rosenheim – Auszeichnung  für den Chiemsee-Kasperl: Als erste Puppenbühne aus Bayern wurde er in das Verzeichnis „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ aufgenommen.

Bei dem sogenannten Bundesweiten Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes handelt es sich um eine Bestandsaufnahme darüber, welche immateriellen Schätze Deutschland zu bieten hat, welche Tradierungs- und Organisationsformen in Deutschland vorhanden sind und wie weit das Spektrum der Vielfalt reicht. Das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes soll die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen und wird in einem mehrstufigen Verfahren von der Deutschen UNESCO-Kommission sowie verschiedenen deutschen staatlichen Akteuren erstellt.

Die „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ wurde auf Antrag des Bundes Deutscher Amateurtheater e. V. in dieses Verzeichnis aufgenommen, das heißt die „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ gilt fortan als „Immaterielles Kulturerbe“.
Die Aufnahme der „Regionalen Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ist eine besondere Anerkennung. Sie würdigt das Chiemsee Kasperltheater, als erste bayrische Mitgliedsbühne des BDAT, die sich dem Mundarttheater als lebendigem und dynamischen Erbe ihrer Region verpflichtet fühlen und in ihrer Spielweise die besondere, kulturelle Eigenart ihrer lokalen Mundart mit regelmäßigen Inszenierungen erlebbar machen. D.h. die „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“ erhalten und weiterentwickeln.

Inszenierungen in bayerischer Mundart

Das Chiemsee Kasperltheater erarbeitet regelmäßig Inszenierungen mit Mundart als Bühnensprachen und unterstützt hiermit das Fortleben des Immateriellen Kulturerbes „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“. Der Chiemsee-Kasperl fühlt sich in seiner Theaterarbeit der Mundarttheater als lebendigem und dynamischen kulturelle Erbe ihrer Region verpflichtet und pflegt auf diese Weise die „Regionale Vielfalt der Mundarttheater in Deutschland“, die 2016 in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.“
Das Chiemsee Kasperltheater ist derzeit auf Sommertour. Für Frühbucher gibt es ermäßigte Eintrittskarten (Achtung, das Kontingent pro Vorstellung ist begrenzt) bereits ab 5 Euro unter www.chiemsee-kasperl.de.
(Quelle: Pressemitteilung Chiemsee-Kasperl / Beitragsbild: Copyright Chiemsee-Kasperl)

Neues von der Roselinde:  Tierisches Sommerloch

Neues von der Roselinde: Tierisches Sommerloch

Griaß Eich liabe Leid, 

`s is wieda do – des brühmt berüchtigte Sommaloch – und bsondas gearn tummeln se in dem Loch ollahand viecha.
Jüngst war des a vermeintle entlaffane Löwin irgendwo drom in Berlin.
Tagelang ham do de Schreibaling wos zum doa ghabt. Erst recht, wia dann aus da Löwin a Wildau woarn is.

Soichane Geschicht`n keman jetzt im Suma grod recht – denn do is ansonstn nämle ned so vui los. De Politika san jetzt fast olle im Urlaub und do schaut`s mit de Aufregga-Themen ehe an weng mau aus.
Und wias hoid imma so is, wenn Eich Menschn nix mehr eifoid, dann miassn mia Viecha herhoidn.
Do reiht se dea Wildsau-Löwin in a lange Reih ei. Viecha, de in da Vagangnheit des Sommaloch aufgfuit ham, gibt`s grod gnua.

Dea Sommaloch-Klassiker schlechthi war do da Brillenkaiman Sammy im Joar 1994, der in an Sä in Düsseldorf fünf Dog lang rumpaddelt is. I erinna mi a no an die Schnappschildkörtn Lotti im Joar 2013. De hod an Buam suaba bissn. Gfundn woarn is aber nia.

Dann hods a no des Kängeruh Skippy gem und die Kua Yvonne, außerdem a no a Kobra, de ganz groß rauskemm is in de Medien.
Seibst bei uns in Rosenhoam hods vor a paar Dog in da örtlichn Tageszeitung a Meldung gebn vo an Bearn, der vielleicht doch a eha a Wildsau sei kannt. Wos gwiss woas ma no ned. Des gibt sicherle in die kommende Dog no den oan oda andan Aufmacha. 

Bin gspannt, wos für Viecha dann in de nextn Joar des Sommaloch fülln dearfn. 
Vielelicht kim ja a i amoi no ganz groß raus – wenn`s mi beim Sitzn auf`n Kirchturm vo St. Nikolaus fia oan notglandn, zu gloa gratenen amerikanischn Seeadla hoidn. 
Des probiae i ètz glei amoi aus. 

Bis zum naxtgn Moi
Eire Roselinde

 

Neues von der Roselinde: Impfung gegen Hitze!?

Neues von der Roselinde: Impfung gegen Hitze!?

Griaß Eich liabe Leid!

 

Heid is `s scho wieda ganz schee warm. Aba so richtig hoass soi`s dann moang am Samsdog wern. 36 Grod im Schatdn! Jo, do draht ma doch duach und greift buchstäblich noch jedem Strohhoim.

Und des wissn woi aa de, de uns heid a Presseinformation gschick hom, mid foigenda Übaschrift: „Impfstoff gegen Hitze“.
East hom mia dachd, mia ham uns do valesn – ogsichts hoha Temperaturn und den oan oda andern kühln Cocktail wär des guad möglich gwesn – aba na!
Mia ham richtig glesn: „Impfstoff gegen Hitze“!!!

Do steign oam doch glei interessante Buidl in den Kopf, wia so a Impfstoff dann woi wirkt…
Werd ma damit zum Eiswürfl und kühlt si seibsd auf angenehme 20 Gradl oba? Oda weard ma zum Supaheldn, dea mid seim Atem ois um si herum eigfriarn ko?
Vuielleicht is dea Impfstoff gega de Hitzn aba gar ned fia uns Menschn dachd, sondan glei fia unsan ganzn Planedn? Des muas ab dann scho a ganz schee große Spritzn sei, mit dera ma dann die Erdn impft.
Mei, wos wundert oan heid scho no?

Aba, wenn jetzt vo Eich glei amoi oa ofangn zua goggln, wo ma den Wunderimpfstoff jetzt hearkriagt- spart`s Eich die Energie. Do kemmtt`s ihr nua sinnlos ins Schwitzn.
Nochdem mia de Meldung dann gnau studiad ham, wussdn mia, `s geht eigentle grod um Kühlwesdn.
Wia jetzt do da Schreibaling draufkema ist, dass a Westn a  Impfstoff ist – des ist wieda a andere Frog. 
Aba so vui steht jetzt fest: Oiso do bleib i dann doch lieba bei mein Cocktail und dem Strohhoim.

Prost- Bis zum naxtn Moi
Eire Roselinde

Neues von der Roselinde

Neues von der Roselinde

Griaß Eich liabe Leid!

Und wie is `s Eich  jetzt gestan eagang. Seits ihr in den April gschickt wordn oda hobt epaa dorthin gschickt?
Oiso i bin wieda amoi mein bestn Taubn-Spezi, den Beni, aufm Leim ganga. Der hod ma eazählt, dass ètz aa zua Ostan Lebkuacha aufn Max-Josefs-Blot vakafft warn, und de fuada i doch so gern.  Oiso bin i do glei higlfogn – natürle umsonst und da Beni, der Batzi, hod se voa Lacha gar nimma eikrieagt.
So is des hoid med de Aprilscherz. Do weard gflunkat und glong. 
Aba i und die zwoa anderen Damen von Innpul.me ham ebenfalls gestan ganz schne vui Leid in den April gschickt. Mia ham geschriebn, dass aus Karstadt in Rosenhoam „Welleria Kraulstadt“ weard.  Natürle stimmt des ned. Heid sogt ma zu soichana Meldung, des war a „Fake-News“. 
Und genau do liegt des Problem. „Fake-News“ san ja heid quasi scho an da Tagesordnung. Wia soid jettz do no da traditionelle Aprilscherz raustecha?
Gar ned so einfach und darum ham gestan ganz sche vui Medien lieaba darüber gschriebn, dass da Aprilscherz in da Krise steckt ois dass se se  traut ham, no seiba oan zu macha.
Weil do eckt ma nämlich imma irgendwo o, des ham mia gestan scho a gspannt. Ganz vui ham glacht, aba a paar ham gschriebn, des kannt ma doch ned macha in a Zeit, wo Karstadt in so oana tiefn Krise steckt. 
Kannt oiso tatsächlich schwierig wearn für den Aprilscherz, wei Krisn gibt´s mittlerweile so vui und auf Kostn vo irgendwm geht a Scherz hoid imma irgendwie.
Darum weard dann a in dene Bericht über den Niedagang da Scherzkultur a Psychologe zitiert, der se scho ganz sicha is, dass da Aprilscherz üba kurz oda lang verschwindn weard.

Aba oans kon i Eich jetzt an dera Stei versprecha – bei uns auf Innpuls.me verschwindt da Aprilscherz ned, wei wia hod da Ringelnatz a moi so treffend gmoant: „Humor ia da Knopf, der verhindat, dass uns da Kragn platzt“ oda nach Valentin: „I grei mi, wenn`s regnet, denn wenn i mi ned gfrei, regnet`s  auch“.
I dem Sinne – schau ma moi, wos uns im nächstn Jahr für Eich eifoid und ob ihr uns dann wieda auf`n  Leim gehts“

Bis zum nächstn Moi
Eire Roselinde