Stunde der Wintervögel 2026: Große Mitmachaktion vom 9. bis 11. Januar

Stunde der Wintervögel 2026: Große Mitmachaktion vom 9. bis 11. Januar

Hilpoltstein / Bayern – Vom 9. bis 11. Januar 2026 findet zum 21. Mal in Bayern die „Stunde der Wintervögel“ statt. Der LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und sein bundesweiter Partner NABU rufen Naturfreunde und Naturfreundinnen dazu auf, eine Stunde lang Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen bekannte und häufig vorkommende Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen, aber auch Wintergäste, die aus kälteren Regionen in Bayern überwintern. Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte bürgerwissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. Durch die zahlreichen Meldungen können wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände gewonnen werden.

2025 beteiligten sich in Bayern fast 25.700 Naturbegeisterte und zählten mehr als 600.000 Vögel. Die Ergebnisse liefern wertvolle Informationen für den Schutz der Artenvielfalt.

Schulstunde der Wintervögel

Im Anschluss findet vom 12. bis 16. Januar 2026 die „Schulstunde der Wintervögel“ statt. Der verlängerte Zeitraum ermöglicht es Schulen, die Aktion im Unterricht durchzuführen. Praktische Klassenpakete können über naturschwaermer.lbv.de/themen/vögel/schulstunde-der-wintervögel
bestellt werden. Der Meldeschluss für die „Stunde der Wintervögel 2026“ ist der 19. Januar 2026. Weitere Informationen zur Aktion: www.stunde-der-wintervoegel.de
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

Mehr Lebensqualität für Haustiere: So wichtig ist das richtige Licht für Vögel und Reptilien

Mehr Lebensqualität für Haustiere: So wichtig ist das richtige Licht für Vögel und Reptilien

Deutschland / Bayern / Rosenheim – Wenn die Tage dunkler werden, fehlt Vögeln und Reptilien ein entscheidender Faktor für Wohlbefinden und Gesundheit: ausreichend UV-Licht. Speziell abgestimmte künstliche Beleuchtung unterstützt Partnerwahl, Orientierung und Vitamin-D-Bildung. Ein Experte des BNA erklären, welche künstlichen Lichtquellen nötig sind – und worauf Halter unbedingt achten sollten.

Für Physiker ist Licht elektromagnetische Strahlung. Für viele Haustiere beeinflusst das richtige Licht ihre Lebensqualität und Gesundheit. „Natürliches Sonnenlicht ist sehr hell, liefert Wärme und enthält das für den Stoffwechsel wichtige UV-Licht“, sagt Jonas Liebhauser vom Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz e. V. (BNA) in Hambrücken. „Durch Fenster oder Gardinen geht vieles davon verloren, sodass gerade für Haustiere in der reinen Innenhaltung zusätzliche Lichtquellen wichtig sind – vor allem im Herbst und Winter.“

Lichtspektrum erfüllt viele Aufgaben im Körper

Der Hintergrund: Das Sehvermögen von Vögeln und Reptilien übersteigt das des Menschen um ein Vielfaches. „Diese Tiere können Farben sehen, die wir uns nicht einmal vorstellen können“, sagt Liebhauser. Das hilft ihnen unter anderem bei der Partnerwahl und der Futtersuche: Vögel können dank ihrer Fähigkeit, UVA-Licht zu sehen, beispielsweise den Reifegrad von Früchten optisch erkennen. „Fehlt im Terrarium oder in der Wohnung das natürliche UVA-Licht, können Reptilien und Vögel ihre Umwelt nicht mehr richtig wahrnehmen, da ein Teil des für sie sichtbaren Lichtspektrums fehlt“, erklärt der BNA-Experte. Das schlägt sich auch auf das Wohlbefinden nieder.
Des Weiteren ermöglicht die UV-Strahlung bestimmte Stoffwechselvorgänge, beispielsweise die körpereigene Vitamin-D-Produktion. „Wenn nicht ausreichend Vitamin D3 produziert wird, kann es zu schwerwiegenden Knochenstoffwechselstörungen kommen“, warnt Liebhauser. Daher empfehle sich die Installation eines entsprechenden Leuchtmittels in einem Vogelzimmer, in der Nähe der Voliere oder in einem Terrarium.

Die künstliche Beleuchtung muss verschiedene Ansprüche erfüllen:
  • Relevantes Lichtspektrum: Für die Haltung von Reptilien in Terrarien gibt es verschiedene Beleuchtungsmittel, die Licht, Wärme- und UVA-/UVB-Strahlung abgeben. Aber auch Vögel profitieren von einer UVB-abgebenden Lichtquelle. Ziervogelhalter sollten also Leuchtmittel installieren, die sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung abgeben, um die beiden relevanten Bereiche abzudecken.
  • Gleichmäßige Beleuchtung: Ein Vogelzimmer sollte mithilfe geeigneter Leuchtmittel wie Leuchtstoffröhren oder LED-Lampen gleichmäßig ausgeleuchtet sein. Zusätzlich tut ein Sonnenplatz mit entsprechenden UVA- und UVB-Anteilen dem Vogel gut.
  • Natürlicher Tag-Nacht-Rhythmus: Das Licht bestimmt bei allen in Innenräumen gehaltenen Tieren den Tag-Nacht-Rhythmus und spielt somit eine herausragende Rolle. Denn durch die Tageslänge werden viele wichtige Verhaltensweisen und Stoffwechselprozesse gesteuert, beispielsweise Aktivitätsphasen und Fortpflanzung. Daher sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dass die Dauer des Tageslichts maximal zwölf Stunden beträgt, rät der BNA-Experte: „Gerade Vögel reagieren auf zu lange Tagesphasen mit einem übermäßig ausgeprägten Bruttrieb.“ Ähnlich wie in der Natur sollten sich Tag und Nacht durch eine simulierte Dämmerung allmählich ablösen. Hierfür können die Leuchtmittel entweder direkt gedimmt werden, oder es werden mehrere Leuchtmittel eingesetzt, die der Tierhalter zeitversetzt ein- beziehungsweise ausschaltet.
  • Flackerfreies Licht: Da Vögel etwa doppelt so viele Bilder pro Sekunde wie der Mensch wahrnehmen können, nehmen sie einige Leuchtmittel nicht als dauerhaftes Licht wahr, sondern es flackert für sie stark. Deshalb sollten im Umfeld der Tiere passende Lampen installiert werden, die – falls notwendig – mit entsprechenden Vorschaltgeräten ausgestattet sind. Das erspart den Tieren den Stress des flackernden Lichts.
  • Sicherheitsabstand zum Leuchtmittel: Zu viel direkte UVB-Strahlung kann schädlich sein und Sonnenbrände erzeugen. Daher ist ein Sicherheitsabstand zwischen Leuchtmittel und Tier gemäß den Herstellerangaben erforderlich. Reptilien und Vögel müssen zudem jederzeit die Möglichkeit haben, auszuweichen. Und Achtung: UV-Strahler geben mit der Zeit immer weniger UV ab – ein Messgerät hilft bei der Entscheidung, ob die Lampe ausgetauscht werden sollte. Als Daumenregel empfiehlt sich ein jährlicher Wechsel der UV-Lampe.

(Quelle: Pressemitteilung BNA/IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Diskussion über Saatkrähen – soll sich Rosenheim am Vergrämungsversuch beteiligen?

Diskussion über Saatkrähen – soll sich Rosenheim am Vergrämungsversuch beteiligen?

Rosenheim – Im Rosenheimer Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz wurde jüngst über den Umgang mit Saatkrähen beraten – inklusive der Frage, ob sich die Stadt einem bayernweiten Vergrämungsversuch anschließen und damit auch Maßnahmen bis hin zum Abschuss einzelner Tiere mittragen soll. Am Ende wurde der SPD-Antrag abgelehnt.

„Ich höre sie eigentlich ganz gern. Bahnlärm ist schlimmer“, meinte Markus Dick von den Freien Wählern bei der Ausschusssitzung. Viele Anwohner sehen das jedoch anders. Vor allem das laute Gekrächze der Tiere sorgt seit Jahren immer wieder für Beschwerden.

SPD wollte Teilnahme an wissenschaftlichem Projekt

Die SPD-Stadtratsfraktion hatte darum nun beantragt, Rosenheim solle sich an einem vom Freistaat begleiteten Versuchsprojekt beteiligen, das in mehreren Kommunen bereits läuft. Ziel sei es, „eine effektive und nachhaltige Lösung zu finden, ohne auf unkontrollierte oder wenig wirksame Maßnahmen zurückzugreifen“. Das Projekt setzt unter anderem auf reflektierende Flatterbänder, Greifvogelattrappen und eine wissenschaftliche Auswertung per Wildkameras.
Im letzten Schritt sieht es sogar den Abschuss einzelner Tiere vor – streng genehmigt und überwacht. Laut SPD diene dieser nicht der Bestandsreduzierung, sondern der Vergrämung der restlichen Kolonie.

Rosenheims Krähenbestände wachsen seit Jahren

Seit etwa 2010 haben sich Saatkrähen im Rosenheimer Stadtgebiet niedergelassen. Die Zahl der Brutpaare stieg, laut Info der Stadt Rosenheim, von rund 45 auf inzwischen etwa 420. Die größten Kolonien befinden sich entlang der Mangfall, des Mangfallkanals und an der Loretowiese. Im Norden gibt es mittlerweile kleinere Splittergruppen.

Wissenswertes über Saatkrähen

Wusstest du schon …
– …dass Krähen oft auf der Baumart nisten, auf der sie geboren wurden?
– …dass Rabenvögel zu den Singvögeln gehören, auch wenn ihr Gekrächze nicht danach klingt?
– …dass Krähenlärm (ca. 64 dB) leiser ist als normaler Straßenverkehr (ca. 69 dB)?
– …dass Rabenvögel sehr intelligent sind? Sie können zählen, Werkzeuge einsetzen, logische Schlussfolgerungen ziehen und besitzen ein gutes Personengedächtnis.

Dass Krähen heute so präsent sind, liegt auch an ihrer Geschichte. Nach intensiver Bejagung galten sie lange als ausgestorben. Erst mit der Unterschutzstellung 1977 erholte sich der Bestand – heute gibt es wieder über 14.000 Brutpaare in Bayern.

Bisherige Maßnahmen: verlagert statt gelöst

Rosenheim hat bereits verschiedene Methoden getestet. Nach umfangreichen Baumfällungen aufgrund des Eschentriebsterbens im Jahr 2019 zersplitterte eine große Kolonie und verlagerte sich in neue Stadtteile. 2020 und 2021 wurden sogenannte BirdGard-Geräte eingesetzt – Lautsprecher, die Warnrufe abspielen. Lokal ging die Zahl der Brutpaare zurück, gleichzeitig entstanden neue Kolonien in anderen Bereichen.

Ein städtischer Mitarbeiter machte im Ausschuss deutlich, dass bisher keine Methode nachhaltig wirke. Werden Nester entnommen, bauen die Krähen neue. Akustische Vergrämung führe nur zu einem Standortwechsel. Und selbst ein Abschuss einiger Tiere löse das Problem nicht: „Die Saatkrähen sind sehr sozial und lernfähig. Sie können sogar das Auto eines Jägers von anderen Autos unterscheiden und geben dieses Wissen auch an ihren Nachwuchs weiter.“

Kritik und Skepsis – keine Mehrheit für den Antrag

Einigkeit bestand bei den Stadträten darin, dass ein Abschuss im Stadtgebiet nicht infrage kommt. Auch der Einsatz eines Falkners im Stadtgebiet fand wenig Unterstützung.
„Dass die Saatkrähen ein Problem sind, steht außer Frage“, sagte CSU-Fraktionschef Dr. Wolfgang Bergmüller. Eine Teilnahme am Projekt lehnt er dennoch ab: „Das ist ja kein Versprechen. Es gibt keine Garantie, dass das Erfolg hat.“
Die Mehrheit folgte dieser Einschätzung – der Antrag der SPD fand keine Zustimmung.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Stunde der Wintervögel 2026: Große Mitmachaktion vom 9. bis 11. Januar

Auf dem Weg zum Wintervogelatlas: Ehrenamtliche für Datenerfassung gesucht

Hilpoltstein / Bayern – Wo überwintern in Bayern welche Vogelarten? Wie verändert sich ihr Vorkommen? Und welche Rolle spielt der Klimawandel? Um diese Fragen zu beantworten, starten der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und die Ornithologische Gesellschaft in Bayern (OG) die zweite Erfassungssaison für den bayerischen Wintervogelatlas.

„Wir wissen bisher noch erstaunlich wenig über das Leben unserer heimischen Vögel in den Wintermonaten. Deshalb führen wir bayernweit eine systematische, dreijährige Erfassung der Vögel in allen größeren Lebensräumen durch“, erklärt LBV-Projektleiterin Lisa Schenk.

Einzigartiges Monitoring in Bayern

Im deutschlandweit einzigartigen Projekt dokumentieren Ehrenamtliche vom 15. November bis 15. Februar Vogelarten in ganz Bayern. Das Ergebnis soll als Atlas das Vorkommen der bayerischen Vogelwelt im Winter zeigen und Aufschluss über Veränderungen geben. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Naturschutzfonds.

Während Brutvogelatlanten – also Verbreitungskarten während der Brutzeit – bereits eine lange Tradition haben und in Bayern erstmals 1987 veröffentlicht wurden, ist der Wintervogelatlas bundesweit der erste seiner Art.

Ehrenamtliche Kartierer sind dabei in Quadranten von jeweils etwa zehn Quadratkilometern unterwegs. „Jede Art, die in dem Gebiet gesehen oder gehört wird, wird auf einer Beobachtungsliste festgehalten. Die Ehrenamtlichen müssen zwar nicht jeden Winkel absuchen, sollten aber alle relevanten Lebensräume wie Siedlungsbereich, Gewässer, Wald und Offenland abdecken“, erklärt LBV-Biologin Lisa Schenk.

Erste Ergebnisse: Häufigste Arten im Winter

Nach der Pilotphase 2023/24 ging das Monitoring im Winter 2024/25 in die erste reguläre Runde. Mehr als 650 Ehrenamtliche sammelten Daten in über 6.000 Beobachtungslisten, ergänzt durch Einzelmeldungen auf ornitho.de. Insgesamt wurden fast 200 Vogelarten erfasst. Die häufigsten Arten waren Kohl- und Blaumeise, Rabenkrähe, Amsel und Buntspecht.
„Wir sind auf einem guten Weg, die Vogelarten in Bayern repräsentativ abzudecken. Gleichzeitig haben wir noch ein großes Stück vor uns, um verbleibende Lücken auf der Karte zu schließen“, sagt Manfred Siering, Vorsitzender der OG.

Ehrenamtliche für den Artenschutz gesucht

Für die zweite Saison werden noch Freiwillige gesucht, besonders in Regionen wie Fichtelgebirge, Frankenwald, Bayerische Rhön, Spessart und Steigerwald, in den Landkreisen Neumarkt in der Oberpfalz sowie zwischen Landshut und Passau.

Das Projekt ist ideal für alle, die sich gut mit der heimischen Vogelwelt auskennen – auch ohne vorherige Erfahrung in der systematischen Erfassung. Weitere Informationen, die Anmeldung und eine interaktive Karte mit Zwischenergebnissen gibt es unter: lbv.de/wintervogelatlas
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Über 7.000 Gärten in Bayern als vogelfreundlich ausgezeichnet

Über 7.000 Gärten in Bayern als vogelfreundlich ausgezeichnet

München / Hilpoltstein / Bayern – Immer mehr Menschen in Bayern gestalten ihre Gärten naturnah und leisten damit einen Beitrag zum Artenschutz. Der LBV und das Bayerische Artenschutzzentrum am LfU feiern inzwischen über 7.000 offiziell ausgezeichnete vogelfreundliche Gärten“. 

Während viele Zugvögel längst gen Süden gezogen sind, suchen Meisen, Finken und Rotkehlchen jetzt in Bayerns Gärten nach energiereichen Sämereien und Beeren. Für sie und viele andere Tiere sind Bayerns vogelfreundliche Gärten jetzt besonders wertvoll. Zahlreiche dieser kleinen Naturparadiese gibt es bereits im ganzen Freistaat. Sichtbar machen wollen sie der bayerische Naturschutzverband LBV und das Bayerische Artenschutzzentrum am LfU (Landesamt für Umwelt). Allein 2025 haben die Projektpartner gemeinsam mit der ehrenamtlichen LBV-Gartenjury an fast 2.000 Gartenbesitzer die Plakette Vogelfreundlicher Garten“ vergeben. Seit dem Start der Aktion 2022 sind damit bereits über 7.000 Gärten in Bayern offiziell vogelfreundlich.
Vogelfreundliche Gärten sind vielfältig und abwechslungsreich. Sie beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In Zeiten von Flächenversiegelung und Insektensterben sind sie wichtige Rückzugsräume, die Artenvielfalt fördern und Lebensräume vernetzen“, erklärt Maria Hußlein, Leiterin des Bayerischen Artenschutzzentrums.

Idee des vogelfreundlichen Gartens verbreitet sich

Längst tragen unterschiedliche Akteure die Idee des vogelfreundlichen Gartens mit. So gehört zu den in diesem Jahr ausgezeichneten Gärten auch der von Stefan Spiegl, Präsident des Landesverbands Bayerischer Imker. Blühvielfalt und naturnahe Strukturen helfen nicht nur den Vögeln, sondern auch Bienen und anderen Bestäubern“, sagt Spiegl. Als Imker sehe ich es als meine Verantwortung, meinen Garten so zu gestalten, dass dort auch ein vielfältiger Lebensraum entsteht und gehe gerne mit gutem Beispiel voran.“ Auch Dietmar Lindner, Präsident des VGL Bayern (Verband des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus) wurde 2025 mit einer Plakette für seinen vorbildlich gestalteten Garten geehrt.

Gartenjury-Mitglied für 2026 werden


Fundament der Aktion Vogelfreundlicher Garten“ ist das ehrenamtliche Engagement. 716 ehrenamtliche Gartenjurymitglieder engagieren sich mittlerweile landesweit dafür, naturnahe Gärten sichtbar zu machen. Anke Brüchert, Projektleiterin und Ehrenamtsbeauftragte beim LBV betont: Ohne die Begeisterung und den Einsatz der LBV-Gartenjury wäre dieser Erfolg nicht möglich. Sie tragen das Wissen und die Freude am naturnahen Gärtnern direkt zu den Menschen.“ Wer selbst Freude an der Natur hat und andere für naturnahes Gärtnern begeistern möchte, kann sich jetzt als Gartenjury-Mitglied für 2026 bewerben. Alle Infos dazu unter: www.lbv.de/gartenjury.

Gartentipp für den Herbst

Auch wer noch keine Auszeichnung hat, kann jetzt aktiv werden: Schon einfache Maßnahmen, beispielsweise beim Umgang mit Laub im Herbst, helfen Vögeln und vielen anderen Gartenbewohnern. Auf Laubsauger und Laubbläser sollten Gartenbesitzende verzichten: Sie töten Kleinstlebewesen und zerstören wichtige Lebensräume. Stattdessen lohnt sich der Griff zum insektenschonenden Laubrechen. Große Laubhaufen bieten Igeln, Insekten und anderen Gartenbewohnern außerdem wertvolle Winterquartiere. Auf Beeten und unter Hecken verteilt, schützt das Laub Flora und Fauna vor Kälte und wird im Frühjahr zu nährstoffreichem Humus.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Stunde der Wintervögel 2026: Große Mitmachaktion vom 9. bis 11. Januar

Vögel zählen für den Naturschutz: „Stunde der Wintervögel“

Bayern / Rosenheim – Vom 9. bis 11. Januar 2026 sind Naturfreunde in ganz Bayern wieder aufgerufen, bei der „Stunde der Wintervögel“ mitzumachen. Der LBV und der NABU laden bereits zum 21. Mal dazu ein, eine Stunde lang Vögel im Garten, am Futterhäuschen oder im Park zu beobachten und zu melden. Die gemeinsame Zählaktion liefert Daten zum Schutz heimischer Vogelarten und gibt Einblicke in das Winterleben der gefiederten Nachbarn.

Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen sowie Wintergäste, die aus kälteren Regionen in den Freistaat kommen.
Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte bürgerwissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert Naturschützern eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt. 2025 beteiligten sich an der Aktion in Bayern fast 25.700 Naturbegeisterte, die mehr als 600.000 Vögel zählten.

Schulstunde der Wintervögel

Die „Schulstunde der Wintervögel“ findet im Anschluss vom 12. bis 16. Januar 2026 statt. Der verlängerte Zählzeitraum soll es Schulen ermöglichen, im Rahmen des Unterrichts an der Aktion teilzunehmen. Alle Infos dazu und die Möglichkeit zum Bestellen von praktischen Klassenpaketen hier: naturschwaermer.lbv.de/themen/vögel/schulstunde-der-wintervögel/
Meldeschluss für die „Stunde der Wintervögel“ 2026 ist der 19. Januar.
Weitere Infos zur Aktion unter www.stunde-der-wintervoegel.de
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)