Es zwitschert und flattert wieder: Stunde der Gartenvögel startet

Es zwitschert und flattert wieder: Stunde der Gartenvögel startet

Hilpoltstein / Bayern – Es zwitschert und flattert wieder: Vom 9. bis 11. Mai lädt die „Stunde der Gartenvögel“ wieder dazu ein,  dieses Naturspektakel bewusst zu erleben. 

Der Mai ist gekommen und mit ihm erstrahlt die Natur in voller Pracht: Es blüht, summt und zwitschert an jeder Ecke. Überall gibt es jetzt Spannendes zu entdecken – besonders in der Vogelwelt. Kohlmeisen sausen mit Futter im Schnabel zu ihren Jungen, Blaumeisen verteidigen lautstark ihre Nistkästen und in Hecken und Sträuchern erklingen die Lieder von Mönchsgrasmücke, Zaunkönig und Rotkehlchen. Vom 9. bis 11. Mai lädt die „Stunde der Gartenvögel“ dazu ein, dieses Naturspektakel bewusst zu erleben: Einfach eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park beobachten und die höchste Anzahl jeder Vogelart, die innerhalb dieser Stunde gleichzeitig beobachtet wird, dem bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) melden. „Jede Meldung hilft uns, Bayerns Vogelwelt besser zu verstehen“, sagt die LBV-Vogelexpertin Dr. Angelika Nelson. Die „Stunde der Gartenvögel“ ist eine gemeinsame Aktion des LBV und seines bundesweiten Partners NABU. Alle Informationen zur Aktion und das Online-Formular zum Mitmachen unter www.sdg.lbv.de.

Hausrotschwanz ist Vogel des Jahres 2025

Im Rahmen der „Stunde der Gartenvögel“ können Naturbegeisterte mit etwas Glück auch den Hausrotschwanz, Vogel des Jahres 2025 (wir berichteten), entdecken. Er ist zurück aus seinem Winterquartier und fliegt auf der Jagd nach Insekten durch Gärten und Parks. Beim Bestimmen lohnt sich genaues Hinschauen: „Auf den ersten Blick können sich der Hausrotschwanz und sein naher Verwandter, der Gartenrotschwanz, sehr ähnlich sehen“, erklärt Angelika Nelson. Beide Arten haben einen auffälligen rostroten Schwanz. Das Männchen des Hausrotschwanzes wirkt jedoch insgesamt dunkel, mit einer grauen bis rußschwarzen Kehle und Brust. Im Gegensatz dazu hat der Gartenrotschwanz einen weißen Stirnfleck und einen orangerot gefärbten Bauch. Besonders knifflig ist die Unterscheidung bei den Weibchen: Die Hausrotschwänzin erscheint mausgrau, während der weibliche Gartenrotschwanz eher beige-braun gefärbt ist und eine leicht orangefarbene Brust hat. „Ein verlässliches Unterscheidungsmerkmal ist der Gesang: Der Hausrotschwanz singt neben melodischen Tönen auch knirschende und kratzige Elemente, während der Gartenrotschwanz mit einem melodiösen, klaren Gesang auf sich aufmerksam macht.“
Teilnehmende können auch Vögel melden, die sie zwar nicht gesehen, aber eindeutig am Gesang erkannt haben. Dabei können Apps behilflich sein, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Vogelstimmen erkennen. „Apps zur Bestimmung von Vogelstimmen sind eine wertvolle Unterstützung – gerade, wenn sich die Vögel jetzt im Mai im dichten Grün verstecken“, sagt die LBV-Vogelexpertin. „Trotzdem sollte man die vorgeschlagenen Ergebnisse immer kritisch hinterfragen und am besten mit einer Beobachtung absichern.“

Wie geht es Bayerns Schwalben?

Der LBV bittet in diesem Jahr außerdem darum, ein Augenmerk auf Schwalben zu richten. Im vergangenen Herbst sind viele der Flugkünstler aufgrund von anhaltendem Starkregen verhungert oder erfroren. „Nach den dramatischen Verlusten im letzten Herbst wollen wir jetzt wissen, wo und wie viele Mehl- und Rauchschwalben durch die Lüfte sausen“, so die Vogelexpertin.

Die eigene Beobachtung melden: So geht’s

Die Beobachtungen vom Zählwochenende melden Teilnehmende bis zum 19. Mai online unter www.sdg.lbv.de oder per Post. Auf der Webseite sind ab dem ersten Zähltag fortlaufend aktualisierte Zwischenstände abrufbar, die nach Landkreisen und Regierungsbezirken gefiltert werden können. Unter allen Teilnehmenden verlost der LBV hochwertige Preise.

Mit Quizzen Artkenntnis erweitern

Die eigene Artenkenntnis können Teilnehmende online testen und erweitern: Unter www.lbv.de/vogelquiz warten interaktive Quizfragen zu Aussehen und Stimmen der häufigsten Gartenvögel.

Gesucht: Die schönsten Gartenvogelbilder 2025

Passend zur „Stunde der Gartenvögel“ lädt der LBV zum Fotowettbewerb ein. Gesucht werden die schönsten Aufnahmen von Gartenvögeln in Bayern. Jetzt mitmachen unter www.lbv.de/fotowettbewerb.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Stunde der Wintervögel 2025

Stunde der Wintervögel 2025

Hilpoltstein / Bayern – Vom 10. bis 12. Januar 2025 findet zum 20. Mal die „Stunde der Wintervögel“ statt: Der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und sein bundesweiter Partner NABU rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten des Siedlungsraums wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte bürgerwissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands, bei der möglichst viele Menschen gemeinsam große Datenmengen sammeln und so wichtige Hinweise zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände geben. Die Langzeitstudie liefert Naturschützern und Naturschützerinnen eine Fülle wertvoller Informationen zum Schutz der Artenvielfalt. 2024 beteiligten sich an der Aktion in Bayern über 26.000 Naturbegeisterte, die mehr als 600.000 Vögel zählten.

Schulstunde der Wintervögel

Die „Schulstunde der Wintervögel“ findet im Anschluss vom 13. bis 17. Januar 2025 statt. Der verlängerte Zählzeitraum soll es Schulen ermöglichen, im Rahmen des Unterrichts an der Aktion teilzunehmen. Alle Infos dazu und die Möglichkeit zum Bestellen von praktischen Klassenpaketen hier: naturschwaermer.lbv.de/themen/vögel/schulstunde-der-wintervögel/
Meldeschluss für die „Stunde der Wintervögel“ 2025 ist der 20. Januar.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Warmer Januar, weniger Vögel an Futterhäuschen?

Warmer Januar, weniger Vögel an Futterhäuschen?

Hilpoltstein / BayernNach der oftmals turbulenten Weihnachtszeit kann jeder sich im neuen Jahr etwas Zeit für sich selbst nehmen und einen ruhigen Ausgleich in der Natur finden. Die 18. „Stunde der Wintervögel“ vom bayerischen Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) und seinem bundesweiten Partner NABU macht es möglich. Noch am heutigen Samstag, 7. Januar und am morgigen Sonntag, 8. Januar sind alle Vogelfreunde dazu eingeladen, die Vögel im Garten, am Balkon oder im Park zu beobachten und zu zählen. Besonders interessant könnten in diesem Jahr die möglichen Auswirkungen des derzeit milden Wetters nach einem kalten und schneereichen Start in den Dezember sein. Teilnehmer  können ihre Beobachtungen von den Zähltagen dem LBV bis zum 16. Januar melden, am einfachsten online unter www.stunde-der-wintervoegel.de.

„Wir sind gespannt, welche Auswirkungen das aktuelle Wetter auf die Anwesenheit der Vögel in unseren Gärten hat“, sagt LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. „Bei den milden Temperaturen, ohne Frost und Schnee, finden viele Arten möglicherweise genug Nahrung in der Natur“, erklärt sie. „Wahrscheinlich werden wir deshalb weniger Besucher an den Futterstellen zählen. Das haben wir bereits in vergangenen Jahren mit milden Wintern beobachten können. Für längerfristige Trends in der Vogelwelt sind aber auch diese Ergebnisse mit weniger Vögeln an der Futterstelle wichtige Daten.“ Dazu kommt noch, dass durch das Mastjahr Eichen, Buchen und Fichten viele Früchte gebildet haben und Waldarten wie Kleiber, Eichelhäher und Kernbeißer eher in ihrem angestammten Lebensraum bleiben. „Das alles wird unsere Zählung zeigen.“

Besucher aus dem hohen Norden
aktuell bei uns in Bayern

Das geduldige Beobachten lohnt sich aus einem weiteren Grund: Bergfink, Erlenzeisig und in manchen Jahren auch der seltenere Seidenschwanz ziehen in den Wintermonaten aus dem hohen Norden in den Siedlungsraum nach Bayern. „Um diese Ereignisse zu dokumentieren, braucht es flächendeckend Teilnehmer und Teilnehmerinnen“, so die Biologin. Wenn im Norden Skandinaviens und in Russland die Beeren der Eberesche rar sind, ziehen Seidenschwänze auf der Suche nach Nahrung immer weiter in den Südwesten. Verschärft Schneefall die Situation, kommt es bis in den Dezember zu Massenfluchten. „Als typische Fruchtfresser machen sich Seidenschwänze über alle verfügbaren Beeren und Fallobst her. Wählerisch sind sie dabei nicht, denn sie vertragen dank ihrer großen Leber sogar teilweise gegorene Beeren“, weiß Angelika Nelson. Sogenannte Invasionen gibt es nicht nur beim Seidenschwanz, sondern auch bei Bergfinken und Tannenhäher. „In Jahren mit vielen Bucheckern in Bayern finden sich Millionen Vögel in unseren Wäldern ein“, sagt die LBV-Biologin.

Wer bei der „Stunde der Wintervögel“ mitmacht, liefert aber nicht nur wichtige Daten über die heimische Vogelwelt, sondern schenkt sich auch selbst eine Pause vom Alltag. Das Beobachten fördert Lebensqualität sowie Gesundheit und macht glücklich, wie auch wissenschaftliche Studien zeigen. „In der jetzigen Jahreszeit, wenn sich viele die Natur lieber von einem gemütlichen Platz im Warmen aus anschauen, ist das Zählen von Rotkehlchen, Blaumeise und Grünfink vor dem Fenster eine bunte Abwechslung und entspannende Beschäftigung“, so die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson.

Bei der vergangenen großen Vogelzählung im Januar 2022 beteiligten sich über 34.000 Menschen in Bayern. Insgesamt gingen Meldungen aus mehr als 24.000 Gärten und Parks ein. Der Haussperling ergatterte den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Bayerns Gärten, Kohlmeise und Feldsperling folgten auf Platz zwei und drei.

„Schulstunde der
Wintervögel“

Vom 9. bis 13. Januar 2023 sind alle Kinder zur „Schulstunde der Wintervögel“ eingeladen, gemeinsam die heimischen Wintervögel spielerisch kennenzulernen, zu beobachten und eine Stunde lang auf dem Schulhof, im Park oder im Garten zu zählen. Welche Vögel verbringen den Winter in Deutschland und wie können sich schon Kinder für ihren Schutz einsetzen? Viele informative Materialien zu den häufigsten Wintervogelarten für Schulkinder gibt es unter www.lbv.de/schulstunde-der-wintervoegel.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

 

Stunde der Gartenvögel

Stunde der Gartenvögel

Hilpoltstein / Bayern  – Am kommenden Wochenende beobachten und zählen Naturfreunde  in ganz Bayern wieder eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park und melden ihre Sichtungen anschließend dem LBV. Der bayerische Naturschutzverband ruft vom 13. bis 15. Mai gemeinsam mit seinem bundesweiten Partner NABU zur 18. „Stunde der Gartenvögel“ auf.

„Es ist jedes Jahr spannend zu sehen und zu hören, welche Vogelarten im Garten an die Futterstelle oder Wassertränke kommen und die Nistkästen bezogen haben. Wer sich Zeit zur Beobachtung nimmt, liefert nicht nur wichtige Daten zum Bestand unserer heimischen Gartenvögel, sondern tut auch sich selbst etwas Gutes“, erklärt LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson weiter. Mehr Informationen und Mitmachen unter www.stunde-der-gartenvoegel.lbv.de.

„Gesang der Vögel
macht glücklich“

Gerade in den vergangenen Jahren haben mehr Menschen wieder die Natur vor der eigenen Haustür entdeckt und Gartenvögel wie Rotkehlchen, Blaumeise oder Amsel zu schätzen gelernt. Dabei tut jeder sich selbst etwas Gutes: „Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Zeit in der Natur, also zum Beispiel dem Gesang der Vögel zu lauschen oder Vögel zu beobachten, nicht nur Spaß, sondern auch glücklich macht“, so die LBV-Biologin.
Dieses Jahr fragen die Naturschützer*innen neben Futterstellen und Strukturen im Garten zum ersten Mal auch nach Nistkästen am Zählort. Damit sich Vögel wohlfühlen brauchen sie Samen, Beeren und Insekten als Nahrung, Büsche und Sträucher zum Verstecken und Nistmöglichkeiten. „Nicht nur bei uns Menschen gibt es einen Wohnungsmangel, auch in der Vogelwelt sind passende Immobilien immer seltener zu finden. Deshalb wollen wir wissen, wo überall Nisthilfen angeboten werden und ob sich das auf die Anzahl und Vielfalt der beobachteten Vögel auswirkt“, erklärt Angelika Nelson. Einige Vogelarten, wie Blau- und Kohlmeise, aber auch Hausrotschwanz und Schwalben, können mit artgerechten Nistkästen unterstützt werden.

Wiedehopf als
besonders Highlight

Ein besonderes Highlight bei der Zählung der Gartenvögel werden Beobachtungen des amtierenden Vogels des Jahres, des Wiedehopfs, sein. Obwohl sein eigentlicher Lebensraum offene Landschaften wie zum Beispiel Streuobstwiesen sind, macht der unverkennbare Vogel mit dem langen Schnabel und der Federhaube mit etwas Glück kurz Station in den bayerischen Gärten. „Jedes Jahr werden uns bis zu 20 Beobachtungen des Wiedehopfs bei der Stunde der Gartenvögel gemeldet“, weiß Angelika Nelson.
Im vergangenen Jahr holte sich der Haussperling den Titel des am häufigsten beobachteten Gartenvogels in Bayern, gefolgt von der Amsel. Mehr als vier Spatzen pro Garten wurden in über der Hälfte aller Gärten gesichtet. Die Amsel hingegen kommt in fast jedem Garten Bayerns vor, aber mit weniger Vögeln pro Garten. Auf den weiteren Plätzen folgten Star, Feldsperling, und Kohlmeise. Die LBV-Artenschützer*innen sind gespannt, wie die Vogelhitparade diesen Frühling bayernweit aussieht.

Online-Live-Vogelzählung
mit Vogelexpertin

Der LBV lädt außerdem alle Interessierten am Samstag, 14. Mai um 9 Uhr zu einer Live-Online-Vogelzählung mit der LBV-Biologin Angelika Nelson auf der LBV-Webseite und seinem YouTube-Kanal ein. Die Zuschauer*innen können hier die LBV-Vogelexpertin nach konkreten Tipps zur Vogelbestimmung und zum vogelfreundlichen Garten fragen und gemeinsam die Vogelwelt an der LBV-Futterstelle in Hilpoltstein erleben.

Mitmachen – So geht‘s
Und so funktioniert die Vogelzählung: Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. Die Beobachtungen können am besten online unter www.stunde-der-gartenvoegel.lbv.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 14. und 15. Mai von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115.
Aktuelle Zwischenstände sind ab dem ersten Zähltag auf www.stunde-der-gartenvoegel.lbv.de abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden. Für junge Vogelexpert*innen gibt es die „Schulstunde der Gartenvögel“ vom 16. bis 20. Mai.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: LBV)

Die Meisen sind zurück

Die Meisen sind zurück

Hilpoltstein / Bayern – Die Meisen sind zurück, der Buntspecht ist in jedem zweiten bayerischen Garten zu Gast und der Spatz ist wieder Spitzenreiter – das ist das Ergebnis der „Stunde der Wintervögel 2022“ von LBV und NABU.

Insgesamt haben die über 34.300 bayerischen Teilnehmer aus mehr als 24.100 Gärten knapp 802.400 Vögel während des verlängerten Dreikönigswochenendes gezählt und dem LBV gemeldet. Das ist die zweitbeste Teilnahme in der 17-jährigen Geschichte der Mitmachaktion nach der Rekordbeteilung von 40.4000 Teilnehmern während des Corona-Lockdowns im vergangenen Jahr. „Die zahlreichen Meldungen geben uns einen guten Überblick über die tpyische Vogelwelt in bayerischen Gärten im Winter“, so Dr. Angelika Nelson, LBV-Biologin.

Anzahl der Vögel
ist rückläufig

Im Schnitt wurden diesmal 33 Vögel pro Garten gmeldet. Damit würden die Teilnehmer der MItmachaktion rund zehn Vögel weniger als noch vor zehn Jahren in ihren Gärten sehen: Der kontinuierliche Rückgang der Anzahl von Vögeln ist auch durch wissenschaftliche Studien und Monitoring-Programme belegt.“

Den Spitzenplatz bei der „Stunde der Wintervögel“ belegt zum vierten Mal in Folge der Haussperling. In jedem zweiten Garten wurden durchschnittlich fünf Spatzen gezählt. Dass es dem Spatz in Bayern gut geht, könne man daraus jedoch nicht schließen: „Vor allem in großen Städten sucht der gesellige kleine Vogel oft vergeblich nach geeigneten Brutplätzen in großer Zahl, ausreichend Nahrung und Versteckmöglichkeiten wie Büschen oder Hecken“, so die LBV-Biologin.

Niedrigste Haussperlings-Dichte
in München

München mit durchschnittlich nicht einmal einem Spatz pro Zählort hat die niedrigste Haussperlings-Dichte im bundesweiten Vergleich. Bayernweit am wohlsten fühlt sich der kleine Vogel in den drei Landkreisen Kitzingen, Schweinfuhrt und Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim.

Bestand der Blaumeisen
hat sich erholt

Das Endergebnis der Mitmachaktion zeigt auch, dass die häufigsten Wintervögel hierzulande die Amsel und die Kohlmeise sind. Sie wurden in 9 von 10 Gärten beobachtet. „Der Bestand der Amseln scheint sich seit dem Einbruch im Jahr 2018,der wohl auf Todesfälle durch das Usutu-Virus zurückgeht, weiterhin zu erholen“, freut sich Angelika Nelson. Neben der Kohlmeise sei auch ihre kleinere Verwandte, die Blaumeise, im Vergleich zum Vorjahr wieder in ihrer üblichen Anzahl aus den Gärten gemeldet worden. Der Bestandseinbruch aus 2021 kann aus Sicht des LBV verschiedene Ursachen gehabt haben: „Das Bakterium Suttonella ornithocola löste im Frühling 2020 in weiten Teilen Deutschlands eine Epidemie bei kleinen Meisenarten aus und führte zu teils starken Abnahmen in manchen Populationen. Diese sind aber scheinbar wirder erfolgreich ausgeglichen“, so Angelika Nelson.

Überraschend viele Meldungen
von Buntspechten

Überraschend viele Meldungen seien heuer vom Buntspecht eingegangen. Er sei in fast jedem zweiten Garten gesichtet worden. Dies könne an dem reichlichen Angebot an den Futterhäuschen im Siedlungsraum liegen oder an einem Nahrungsmangel im Wald. Ähnliche jährliche Bestandsschwankungen seien bei Eichelhäher und Kleiber, zwei weiteren Waldvogelarten, zu erkennen.

Regionale
Unterschiede

Die meisten Vögel bekamen mit knapp 40 gefiederten Gästen pro Garten die Teilnehmer in Niederbayern zu sehen, gefolgt von 36 Vögel pro Garten in der Oberpfalz. Die Teilnehmer in den am dichtesten besiedelten Regierungsbezirken Bayerns – Mittelfranken und Oberbayern – zählen – laut Ergebnis –  im Schnitt pro Garten weniger gefiederte Gäste als andere bayerische Vogelfreunde.

Hier das Gesamtergebnis Bayern im Überblick:
Platz 1: Haussperling
Platz 2: Kohlmeise
Platz 3 Feldsperling
Platz 4: Amsel
Platz 5: Blaumeise
Platz 6: Buchfink
Platz 7: Grünfink
Platz 8: Elster
Platz 9: Buntspecht
Platz10: Rabenkrähe
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: re)

Für unsere kleinen Leser hier noch ein Basteltipp -Vogel-Futterhaus aus Milchtüten:

Vogelzählung auf Rekordkurs

Vogelzählung auf Rekordkurs

Hilpoldstein / Bayern – Dieses Jahr sind in Bayerns Gärten wieder mehr Waldvögel zu Gast. Dabei überrascht vor allem der Buntspecht, der bisher in fast jedem zweiten Garten gemeldet wurde und es damit sogar klar in die Top Ten der am häufigsten beobachteten Wintervögel schafft. Das zeigt eine erste LBV-Zwischenbilanz der 17. „Stunde der Wintervögel“ in Bayern. „In der Geschichte unserer Mitmachaktion wurden nur 2011 häufiger Buntspechte gemeldet“, so die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. „Gründe, dass es unsere am meisten verbreitete Spechtart vermehrt zu den Futterstellen zieht, können ein guter Bruterfolg im letzten Jahr und ein derzeit nicht ausreichendes Nahrungsangebot in den Wäldern sein“, erklärt die LBV-Biologin. Nach dem aktuellen Zwischenstand ist der Haussperling (1.) der am häufigsten beobachtete Wintervogel im Freistaat, rangiert jedoch nur knapp vor der Kohlmeise (2.). Der Feldsperling (3.) folgt mit deutlichem Abstand. Nach dem Eingang von ungefähr der Hälfte der Meldungen zeichnet sich am Montag eine ähnlich hohe Beteiligung ab wie im Vorjahr, als bayernweit 40.000 Naturfreund*innen teilnahmen. Noch bis zum 17. Januar können Teilnehmer*innen dem LBV ihre Beobachtungen der Zähltage schriftlich oder online melden unter www.stunde-der-wintervoegel.de. 

Neben dem Buntspecht, der mit Rang 9 sein zweitbestes Ergebnis überhaupt erzielt, werden derzeit viele weitere typische Waldvogelarten häufiger beobachtet: Kleiber (12.), Gimpel (18.) und Kernbeißer (27.) sind im Vergleich zum Vorjahr in deutlich mehr Gärten gezählt worden. Auch der Eichelhäher (15.) taucht an einem Viertel der Zählorte auf. Das Niveau von 2020 erreicht er allerdings nicht. Nach einem starken Einflug nordischer Artgenossen war er damals sogar in mehr als einem Drittel der teilnehmenden Gärten zu sehen. Der Umzug der Waldvögel in die Siedlungsgebiete kann mehrere Gründe haben: Finden die Vögel in den Wäldern nicht genug Nahrung, treibt sie die Futtersuche in besiedelte Gebiete. Ein vorübergehender Zuzug aus kälteren Regionen kann den Zuwachs ebenfalls erklären. „Diese Beobachtungen stimmen auch mit der neuesten wissenschaftlichen Übersicht der Bestandssituation der Vögel in Deutschland überein, in der sich eine deutliche Erholung der Vogelbestände im Wald abzeichnet“, so Angelika Nelson.

Amsel erholt sich 

Bei der größten bürgerwissenschaftlichen Mitmachaktion von LBV und NABU gibt es eine weitere gute Nachricht. Erstmals seit dem vermehrten Auftreten des Usutu-Virus im Freistaat 2018 ist die Amsel wieder in knapp 90 Prozent der teilnehmenden Gärten beobachtet worden und nimmt einen äußerst erfreulichen fünften Platz ein. Damit setzt sie ihren positiven Trend aus der Zählung der Gartenvögel im Mai 2021 weiter fort. „Die positive Entwicklung ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass die Folgen des Usutu-Virus überwunden sind“, so die LBV-Biologin.

In der vorläufigen Top Ten liefern sich der Haussperling (1.) und die Kohlmeise (2.) ein Rennen um den Spitzenplatz. Rang 3 belegt mit einigem Abstand auf die beiden führenden Vogelarten der Feldsperling (3.) gefolgt von der wieder zunehmenden Blaumeise (4.). Dahinter rangieren Amsel (5.), Buchfink (6.) und Grünfink (7.). Auf Platz 8 fliegt die Elster (8.), Position 9 nimmt der Buntspecht (9.) ein. Die Rabenkrähe (10.) rundet die Reihenfolge der zehn bisher am häufigsten beobachteten Wintervögel 2022 in Bayern ab.

Vogelzählung
auf Rekordkurs 

Auch in diesem Jahr zeichnet sich eine neue Rekordteilnahme ab. Bisher haben uns knapp 25.000 Vogelfreund*innen aus über 17.600 Gärten über 607.000 Vögel gemeldet. Durchschnittlich wurden dabei etwa 34 Vögel pro Garten gezählt. Der bayerische Naturschutzverband LBV ist gespannt, wie viele Meldungen am Ende eingehen werden. Noch bis zum 17. Januar können die an den Zähltagen gemachten Beobachtungen nachgemeldet werden.