Weihnachtsgeschenke: Regelungen für Gutscheine und Umtausch

Weihnachtsgeschenke: Regelungen für Gutscheine und Umtausch

Bayern / Deutschland – Gutscheine waren auch in diesem Jahr das beliebteste Weihnachtsgeschenk, gefolgt von Spielwaren sowie Kosmetik- und Körperpflegeprodukte. Das geht aus einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Wie lange können Gutscheine nun eingelöst werden? Was tun, wenn ein Geschenk nicht gefällt? Hier Infos.

Wer einen nicht ausdrücklich befristeten Gutschein unter dem Weihnachtsbaum liegen hatte, kann ihn im Geltungszeitraum von drei Jahren ab Ende des Kaufjahres einlösen. In diesem Jahr gekaufte, unbefristete Gutscheine können also bis zum 31. Dezember 2027 eingelöst werden, informiert der HDE in einer aktuellen Pressemitteilung.
Wer ein Weihnachtsgeschenk umtauschen möchte, sollte das persönliche Gespräch mit dem Händler vor Ort suchen. Er kann Hinweise auf Möglichkeiten und Ablauf eines etwaigen Umtausches im jeweiligen Geschäft geben, sollte ein einwandfreies Produkt nicht gefallen. Denn bei einwandfreier Ware haben Verbraucher im stationären Handel grundsätzlich keinen Anspruch auf Umtausch. Ganz besonders in der Weihnachtszeit kommen jedoch viele Händler ihren Kunden mit Kulanzangeboten entgegen.

Was tun, wenn die Ware mangelhaft ist?

Ist die Ware bereits beim Kauf mangelhaft, greift das gesetzliche Gewährleistungsrecht. Ein solcher Mangel kann innerhalb von zwei Jahren ab der Übergabe der Ware geltend gemacht werden. Für die Dauer von zwölf Monaten nach Warenübergabe wird vermutet, dass ein nach dem Kauf bemerkter Mangel bereits zum Zeitpunkt der Übergabe vorgelegen hat. Im Online- und Versandhandel haben Verbraucher außerdem grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen
(Quelle: Pressemitteilung HDE / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Weihnachtsgeschäft 2024: Gedämpfter Optimismus beim Einzelhandel

Weihnachtsgeschäft 2024: Gedämpfter Optimismus beim Einzelhandel

Bayern – Die Erwartungen der bayerischen Einzelhändler an das Weihnachtsgeschäft sind in diesem Jahr zurückhaltend. Die Unternehmen blicken eher verhalten auf den Jahresendspurt. Das geht aus einer Pressemitteilung des Handelsverband Bayern (HBE) hervor :

Die bayerischen Einzelhändler blicken mit Hoffen und Bangen auf das Weihnachtsgeschäft. Geopolitische Krisen, Energiepreise und die Inflation haben das ganze Jahr über die Verbraucherstimmung gedrückt. Der Handelsverband Bayern (HBE) erwartet jedoch, dass sich die Konsumlaune in den kommenden Wochen aufhellen wird. HBE-Präsident Ernst Läuger: „Die Stimmung der Verbraucher steigt im November wieder etwas.“ Nach mehreren Monaten mit einer immer weiter sinkenden Kauflaune gäbe es nun rechtzeitig einen kleinen Schimmer von Optimismus. „Wir hoffen, dass sich die Menschen gerade zu Weihnachten etwas gönnen und nicht an Geschenken sparen werden.“

HBE erwartet Gesamtumsatz in Höhe von 15,2 Milliarden Euro

Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen prognostiziert der HBE für das Weihnachtsgeschäft in Bayern einen Gesamtumsatz von 15,3 Milliarden Euro. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem nominalen Umsatzplus von 1,3 Prozent.
Auch der Online-Handel wird nach den umsatzstarken Corona-Jahren erneut die Kaufzurückhaltung der Kunden im Weihnachtsgeschäft spüren. Läuger: „Wir rechnen mit einem nominalen Umsatzzuwachs von nur 1,4 Prozent. Dies entspricht 2,7 Milliarden Euro.“ Dessen ungeachtet werden Temu, Shein und Alibaba ihren steilen Aufstieg fortsetzen. Nach HBE-Berechnungen werden Kunden in Bayern auf diesen Plattformen Weihnachtsgeschenke für ca. 250 Millionen Euro kaufen.

Das liegt heuer besonders oft unter dem Weihnachtsbaum

Wie in den Vorjahren werden wieder insbesondere Gutscheine, Spielwaren, Kosmetik, Bücher, Bekleidung und Schuhe ganz oben auf den Weihnachtseinkaufslisten der Kunden stehen.
(Quelle. Pressemitteilung HBE / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Weihnachtsgeschenke: Regelungen für Gutscheine und Umtausch

Weihnachten ohne Müllberge

Rosenheim / Hilpoltstein / Bayern / Deutschland – In der Vorweihnachtszeit startet sie wieder: die Suche nach den perfekten Geschenken. Dagegen wird die Wahl des Geschenkpapiers oft weniger hinterfragt. „Gerade zur Weihnachtszeit verursachen wir etwa 20 Prozent mehr Müll als im restlichen Jahr. Natürlich macht es Freude, Geschenke auszupacken und sich überraschen zu lassen. Allerdings entsteht dadurch viel unnötiger Abfall, der sich nur schwer recyceln lässt“, sagt LBV-Bildungsreferentin Marie Radicke. Grund genug, vor den Weihnachtseinkäufen kurz innezuhalten und sich zu fragen: Wie lassen sich Geschenke umweltfreundlich verpacken?

Vielen Menschen sei beim Anblick der bunten Geschenkpapiere mit glänzenden Mustern nicht bewusst, welche negativen Folgen diese für die Umwelt haben. „Bei der Herstellung werden teilweise synthetische Farbstoffe, anorganische Pigmente aus Cadmium-, Blei- oder Chromverbindungen und umweltschädliche Druckfarben verwendet. Das führt spätestens beim Recyclingprozess zu großen Problemen: Beim Auswaschen der Farben bleibt ein giftiger Farbschlamm übrig, der oft nur als Sondermüll entsorgt werden kann“, erklärt Marie Radicke. Hier gilt als Faustregel: Je aufwendiger und schwerer ein Geschenkpapier ist, desto umweltschädlicher ist es auch. Damit die besinnliche Zeit also nicht zu „Abfall-Feiertagen“ verkommt, geben die LBV Naturschwärmer einfache Tipps für umweltfreundlichere Geschenkverpackungen.

Tipp 1: Altpapier als kreative Alternative

Als Alternative zu klassischem Geschenkpapier bieten sich Recyclinggeschenkpapiere, umweltfreundliches Packpapier oder neutrale Kartons an. „Diese können fantasievoll bemalt oder liebevoll dekoriert werden. Außerdem eignen sich alte Zeitschriften, Zeitungen oder Kalenderseiten, aber auch Comics, Stadtpläne, Veranstaltungsplakate und Notenblätter als individuelle Geschenkverpackung“, rät die Umweltreferentin.

Tipp 2: Wiederverwendbare Geschenkaufbewahrung

Ideal sind auch Verpackungen, die jedes Jahr wiederverwendet werden können. Denn so fällt kein neuer Müll an. „Marmeladen- und Einmachgläser eignen sich besonders für das Verschenken von Lebensmitteln, Süßigkeiten oder Gutscheinen. Eine weitere Variante sind selbst genähte Stoffbeutel. Sie können nach Weihnachten als Obst- und Gemüsebeutel oder erneut als Geschenkverpackung genutzt werden“, sagt Radicke. Aber auch Blech- oder Vintage-Dosen sind eine schöne Geschenkverpackung.

Tipp 3: Nachhaltige Dekoration

Der Nachhaltigkeitsgedanke sollte auch bei der Dekoration nicht aufhören. Geschenkschleifen, die meist aus Kunststoffen bestehen, werden nach den Feiertagen häufig zusammen mit Plastikklebestreifen und Geschenkpapier fälschlicherweise im Altpapier entsorgt. Geschenkbänder sollten deswegen besser aus Stoff oder Bastfaser sein und können auch in Folgejahre wieder benutzt werden. Schüre aus Naturfasern sind eine nachhaltige Alternative für Klebestreifen aus Plastik. „Zapfen, Zweige getrocknete Blätter, Nüsse oder andere Naturmaterialien sorgen für einen zusätzlichen Hauch Weihnacht. Beim nächsten Spaziergang kann man bereits die Augen offenhalten und geeignete, natürliche Dekorationen sammeln“, so Marie Radicke.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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