Respekt vor Wildtieren bei Wanderungen

Respekt vor Wildtieren bei Wanderungen

Rosenheim / Landkreis – Durch Wanderer bei Sonnenauf- und untergang und durch Lagerfeuer werden Wildtiere gestört. Elisabeth Rudischer und Katharina Amelung, Gebietsbetreuerinnen des Landkreises Rosenheim, bitten um Vorsicht.

Der Sommer ist bereits im vollen Gange und so auch die Wandersaison. Leider freut sich auf diese Saison nicht jeder. Vor allem Wildtiere werden oft durch Wanderer gestört, die früh morgens oder spät abends noch unterwegs sind, um den Sonnenauf- oder untergang sehen zu können. Ein weiteres Problem sind Wanderer, die auf dem Gipfel Feuer machen oder übernachten. Auch im Rosenheimer Raum sind den beiden Gebietsbetreuerinnen Feuerstellen und platt gelegene Plätze aufgefallen.

Auerhahn mittlerweile vom Aussterben bedroht

„Ein solches Verhalten ist eine enorme Belastung für die Tiere und Pflanzen, die dort ihren Lebensraum finden“, betont Elisabeth Rudischer. Denn die Wildtiere haben sich an die Nutzung der Landschaft durch den Menschen angepasst und sind daher zu Zeiten aktiv, in denen die geringste oder sogar keine Störung zu erwarten ist. Aber nicht nur der Mensch wird zu den frühen und späten Uhrzeiten gemieden. Auch Fressfeinde, wie der Steinadler, sind früh am Morgen und spät am Abend aufgrund fehlender Thermik nur selten unterwegs. Daher nutzen Wildtiere oft die frühen und späten Dämmerungszeiten für alle überlebenswichtigen Tätigkeiten, um der Gefahr durch Fressfeinde zu entgehen. Werden die Tiere hierbei regelmäßig gestört, führt dies aufgrund des Fluchtverhaltens zu einem erhöhten Energieverbrauch, den sie erst wieder ausgleichen müssen. Im schlimmsten Fall kann es so auch zum Tod der Tiere kommen. Dies ist besonders bei selten gewordenen Arten, wie den Raufußhühnern, tragisch, da hier jedes Individuum zum Erhalt der Art benötigt wird. Das Birkuhn ist in seinem Bestand stark gefährdet und das Auerhuhn ist mittlerweile sogar vom Aussterben bedroht.
„Bei allen Aktivitäten, die wir als Menschen in der Natur ausüben, sollte man immer im Hinterkopf behalten: Wildtiere leben hier tatsächlich, sie können nicht einfach in einen anderen Raum ausweichen“, sagt Elisabeth Rudischer. Sie vergleicht den Lebensraum mit einem Haus oder einer Wohnung: „Würden Sie gut schlafen, wenn regelmäßig andere Personen nachts durch ihr Schlafzimmer wandern würden? So wie man selbst mit seinem Haus oder seiner Wohnung, also seinem Lebensraum umgeht, so sollte man auch mit dem Lebensraum der Wildtiere umgehen: ordentlich, vorsichtig und umsichtig.“
Wer eine Wanderung planen möchte, ohne einen negativen Einfluss auf die Umgebung zu haben, ist nicht vor 7 Uhr und nicht nach 19 Uhr am Berg unterwegs. Wer einen Sonnenaufgang oder -untergang betrachten möchte, kann in einer Berghütte übernachten. Das Lagerfeuer ersetzt man einfach durch den warmen Platz am Kachelofen der Berghütte.
Katharina Amelung appelliert an die Vernunft aller Wanderer: „Ein naturnahes Bergerlebnis ist nur möglich, wenn sich alle an die gleichen Regeln halten. Mit dem Verhalten einzelner wird meist allen geschadet. Nicht nur Wildtieren, sondern auch dem Image verschiedener Outdooraktivitäten und somit den Personen, die die Sportarten ausüben.“ In der letzten Konsequenz seien dann Sperrungen bestimmter Wege oder sogar ganzer Gebiete die Folge. „Haltet euch an die Regeln und respektiert den Lebensraum der Wildtiere, sodass auch nachfolgende Generationen die Vielfalt der Berge genießen können“, ergänzt sie.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

„D`Griabinga“ haben 2024 viel zu feiern

„D`Griabinga“ haben 2024 viel zu feiern

Aschau / Landkreis Rosenheim – „D`Griabinga“ feiern ihr 140-jähriges Gründungsfest verbunden mit dem 86. Gautrachtenfest 2024 in Hohenaschau. Heute in einem Jahr wird angezapft. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf vollen Touren.

Als drittältester Trachtenverein Bayerns sowie ältester und mitgliederstärkster Verein des Chiemgau-Alpenverbandes, feiern die „D’Griabinga“ ihr 140jähriges Gründungsfest verbunden mit dem 86.Gautrachtenfest 2024 in Hohenaschau. Die Vorbereitungen für dieses große Fest vom 25.Juli  bis 5. August laufen bereits seit langem auf Hochtouren.
Neben einem ansprechenden Rahmenprogramm, dem großen Festumzug am Festsonntag, stehen viele umfangreiche Aus- und Vorbereitungen an. Genau heute in einem Jahr ist der Bieranstich und die Vorfreude ist in den Reihen der Hohenaschauer Trachtler bereits groß um gemeinsam mit allen Trachtlern aus der Region sowie der gesamten Aschauer-Bevölkerung zu feiern.

Deshalb traf sich hierzu an der Festwiese, genau an dem Platz wo im nächsten Jahr das große Festzelt mit Festbühne stehen wird der gesamte Festausschuss und Vertreter der Brauerei um am Fußen von Schloß Hohenaschau einen Vorgeschmack zu haben und dabei ein erstes Fassl anzuzapfen. Auch Brauereichefin Maria Theresia Steegmüller ist bereits in Festvorfreude und hat schon mal zum Probeanzapfen für den Festausschuss ein Holzfassl mit Hopfentrunk gefüllt spendiert.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist Information Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Copyright Rosenwink, zeigt von links: Michael Stein, 2.Vorstand / Maria Theresia Steegmüller, Geschäftsführerin der Rosenheimer Privat-Brauerei ‚Flötzinger‘ / Hans Sattlberger, Chef des Schankteams / Claus Reiter, 1.Vorstand / Herbert Reiter, 1.Kassier / Rudi Angermaier, Festleiter / Maria Angermaier, 1.Schriftführerin / Johannes Reiserer, 1. Vorplattler).

Im String-Tanga bei Schwarzfahren erwischt

Im String-Tanga bei Schwarzfahren erwischt

Regensburg – In Regensburg hat ein Zugbeleiter einen Mann im String-Tanga beim Schwarzfahren erwischt. Später zog der Mann sich am Bahnhof Regensburg nackt aus, griff einen Bundespolizisten an und verletzte ihn leicht.

Die Pressemitteilung der Bundespolizei im Wortlaut:
Gegen 22.30 Uhr meldete die Deutsche Bahn dem Bundespolizeirevier Regensburg einen Randalierer im Regionalexpress von Straubing nach Regensburg. Ein Zugbegleiter hatte den Mann – bekleidet lediglich mit einem String-Tanga – ohne Fahrkarte erwischt.

Mann entkleidete sich auf Dienststelle komplett

Eine Bundespolizeistreife nahm den 47-jährigen Deutschen bei Ankunft des Zuges im Bahnhof Regensburg am Bahnsteig in Empfang. Auf der Dienststelle entkleidete sich der Mann zunächst komplett. Das gute Zureden der Beamten half und der Mann zog sich eine Short an und konnte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen das Bundespolizeirevier verlassen.

Etwa zwei Stunden später traf eine Bundespolizeistreife den 47-Jährigen erneut auf dem Bahnsteig an. Als er sich abermals entkleidete, erteilten die Bundespolizisten ihm einen Platzverweis. Dem folgte der Mann nur widerwillig.
Als der 47-Jährige den Bahnhof kurz darauf wieder betreten wollte, drohten ihm die Beamten die zwangsweise Durchsetzung des Platzverweises an. Daraufhin schlug er einem Bundespolizisten unvermittelt mit der Faust in das Gesicht. Der Polizist erlitt leichte Verletzungen im Bereich der Nase, war aber weiterhin dienstfähig.
Die Streife musste den Mann zu Boden bringen. Beamte der Polizeiinspektion Regensburg Süd verbrachten den Mann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Regensburg zur Blutentnahme in ein Krankenhaus.
Das Bundespolizeirevier Regensburg ermittelt gegen den 47-Jährigen wegen Erschleichens von Leistungen, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

Dreijähriger Bub stürzt in Lichtschacht

Dreijähriger Bub stürzt in Lichtschacht

Tegernsee / Landkreis Rosenheim – Ein dreijähriger Bub ist auf einer Baustelle in Tegernsee in einen Lichtschacht gestürzt. Der Kleine wollte sich einen Bagger anschauen.

Der Unfall ereignete sich nach den Angaben der Polizei bereits am vergangenen Freitag. Auf dem Weg zum Bagger lief das Kind über ein lose auf dem Schacht liegendes Gitter, welches durch die einseitige Belastung aufkippte.
Der Bub stürzte in den 2,70 Meter tiefen Schacht. Die Feuerwehr Tegernsee kam zu seiner Rettung. Im Anschluss wurde der Dreijährige vorsichtshalber in eine Kinderklinik nach München geflogen.
Nach intensivmedizinischer Überwachung konnte die Mutter nun glücklicherweise Entwarnung geben. Der Bub zog sich bei dem Sturz lediglich leichte Abschürfungen und eine Prellung zu.
Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Bad Wiessee / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Grabmacher gesucht

Grabmacher gesucht

Rosenheim – Für die drei städtischen Friedhöfe in Rosenheim sollen Grabmacher- und Bestattungsdienstleister nun in einem offenen Verfahren mittels europaweiter Ausschreibung gesucht werden. Die Stadträte stimmten dem Vorhaben bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses zu.

Jährlich finden auf den drei städtischen Friedhöfen in Rosenheim rund 410 Beerdigungen statt, davon ein Drittel Sarg und zwei Drittel Urnenbestattungen. Das geht aus der Beschlussvorlage der Stadtverwaltung hervor.
Für die Durchführungen der Bestattungen –  dazu gehören unter anderem der Transport von Sarg oder Urne zum Grab, Transport von Blumen und Kränzen und Öffnen und Schließen der Gräber – sind Grabmacher- und Bestattungsdienstleister zuständig. Zu ihren weiteren Aufgaben gehört auch die Exhumierung und Umbettungen.

Mangelnder Wettbewerb

Seit dem Jahr 2008 werden diese Dienstleistungen für die drei städtischen Friedhöfe in Rosenheim fremdvergeben. Bei den bisher in der Vergangenheit durchgeführten Ausschreibungen ging aber jeweils nur ein Bieterangebot ein.
Dieser mangelnde Wettbewerb missfiel einigen Stadträten und so wurde die Stadtverwaltung bereits für den Zeitraum 2017 bis 2019 damit beauftragt, kommunale Lenkungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Dabei sollte auch geprüft werden, ob die Grabmacher- und Bestattungsdienstleistungen nicht mit eigenem Personal bei gleichen Kosten durchgeführt werden können.

Kaum Einsparungsmöglichkeiten bei Personalkosten

Die Verwaltung kam zu dem Ergebnis, dass bei den Personalkosten aber kaum Einsparmöglichkeiten bestehen. Außerdem verfüge der Baubetriebshof aktuell für den Bereich Grabmacher- und Bestattungsdienstleitungen über keine geschulten Mitarbeiter. Zu bedenken seien auch die hohen Investitionskosten für Fuhrpark und Anschaffung von Spezialgeräten.
Darum soll es nun eine europaweite Ausschreibung für den Vertragszeitraum 2024 bis 2033 geben. Durch die lange Vertragslaufzeit erhofft sich die Stadtverwaltung den Posten attraktiver zu machen und somit mehr Firmen zur Teilnahme des Wettbewerbs zu animieren.
Der Haupt- und Finanzausschuss gab Grünes Licht. Die endgültige Entscheidung fällt bei der Stadtratssitzung am morgigen Mittwoch.
Wie sich diese Neuerung dann auf die Friedhofsgebühren auswirkt, steht aktuell noch nicht fest. zeitnah soll aber eine Neukalkulation der Friedhofsgebühren erfolgen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Kinderhaus statt Tennisplätze

Kinderhaus statt Tennisplätze

Rosenheim – An der Pürstlingstraße in Rosenheim soll ein sechsgruppiges Kinderhaus entstehen. Dafür wurde in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss Zustimmung signalisiert. Weichen müssen dafür drei Tennisplätze.

 

Der Bedarf an zusätzlichen Kita-Plätzen in Rosenheim ist hoch. Zur Entlastung der Situation soll zukünftig auch ein neues Kinderhaus an der Pürstlinstraße beitragen – mit vier Kindergartengruppen mit insgesamt 100 Plätzen sowie zwei Krippengruppen mit 24 Plätzen.

Als möglicher Standort wurde ein städtisches Grundstück an der Pürstlingstraße ausgewählt. Entstehen soll dort ein zweigeschossiger Baukörper mit einer Grundfläche von rund 660 Quadratmeter. Von einer Unterkellerung soll aufgrund dort schwieriger Bodenverhältnisse und damit verbundenen erheblichen Mehrkosten abgesehen werden. Im Haushalt 2023 sind für die Errichtung des Kinderhauses laut Auskunft der Stadtverwaltung insgesamt 5.900.000 Euro vorgesehen.

Derzeit gibt es auf dem betreffenden Grundstück noch drei Tennisplätze, als Teil einer Gesamtanlage mit 21 Tennisplätzen, die derzeit von drei Sportvereinen genutzt werden. Nach Beurteilung des Schul- und Sportamts auf Grundlage der derzeitigen und prognostizierten Mitgliederzahlen „ist der Bedarf der Vereine mit den verbleibenden 18 Tennisplätzen gedeckt“. Eis sei mit den betroffenen Vereinen entsprechend kommuniziert worden.
Einsprüche zu den Vorhaben gab es von Seiten der Stadträte bei der Sitzung nicht. Die endgültige Entscheidung fällt bei der Stadtratssitzung am morgigen Mittwoch. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Innpuls.me)

 

Was tun gegen Leerstand in der Rosenheimer Innenstadt?

Was tun gegen Leerstand in der Rosenheimer Innenstadt?

Rosenheim – Wer durch die Rosenheimer Innenstadt bummelt, der entdeckt eine ganze Reihe leerstehende Geschäfte. Um diese Leerstände zu reduzieren, forderte die SPD-Stadtratsfraktion bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss nun die Einführung eines Leerstandsmanagement. 

Laut Auskunft von Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März während der Sitzung liegt der Zahl der gewerblichen Leerstände in der Rosenheimer Innenstadt aktuell bei 26 Immobilien. Vor einigen Monaten seien es noch 31 gewesen. Die Stadtverwaltung sieht in dieser Reduzierung nach Zeiten von Corona eine „erkennbare Wiederbelebung der Handelslagen und eine erhebliche Dynamik bei der strukturellen Zusammensetzung speziell des innerstädtischen Handelsbesatzes und bei der Umnutzung bisheriger innerstädtischer Handelslagen.“

Der Rosenheimer SPD ist die Zahl der Innenstädte aber nach wie vor viel zu hoch. Ihre Idee: ein „Leerstandsmanagement“ einführen. So eine Stelle gibt es aktuell schon in einigen bayerischen Städten. Aufgaben eines Leerstandsmanagement unter anderem: Hilfestellung bei Neuansiedlungen leisten, Analyse von Trends in anderen Kommunen, aktive Anwerberpolitik betreiben, Erstellung eines gewerblichen Mietspiegels und Unterstützung bei der Vermarktung von Leerstandsimmobilien.
Gegen den Plan, zukünftig noch mehr gegen die Leerstände in der Rosenheimer Innenstadt zu tun, hat auch die Stadtverwaltung nichts, aber eine eigene Stelle dafür will sie nicht schaffen. „Das sehe ich eher kritisch“, meinte Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und verwies auf die Stellen, die bereits schon drin sind in der Materie wie die Wirtschaftsförderungsagentur und das Stadtmarketing. Vor allem kann sich die Stadtverwaltung vorstellen die Zusammenarbeit mit dem Rosenheimer Citymanagement weiter auszudehnen. 
Dagegen sprachen sich aber dann einige Stadträte aus, insbesondere weil der Verein derzeit eh ohne Führung sei und man nicht wisse, wohin der Weg dort führte. 
Schließlich einigte man sich darauf, dass die Stadtverwaltung ein schlüssiges Konzept erstellt, das aufzeigt, wie man den Leerstand in der Rosenheimer Innenstadt in den Griff bekommen kann. Ganz ausgeschlossen wurde damit die Stelle einer Leerstand-Managers für die Zukunft nicht mehr. 
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Loretowiese: Petition gegen Parkgebühren

Loretowiese: Petition gegen Parkgebühren

Rosenheim – Parken auf der Loretowiese in Rosenheim soll bald was kosten! Mit diesem Plan sind nicht alle einverstanden. Jetzt wurde sogar eine Petition gegen die Parkgebühren gestartet. Rund 2800 Unterschriften sind schon zusammengekommen.

Darüber diskutiert wurde schon seit vielen Jahre, aber jetzt müssen sich Autofahrer tatsächlich darauf einstellen, dass die Zeit mit dem kostenlosen Parken auf der Loretowiese in Rosenheim schon sehr bald Geschichte ist. In der vergangenen Woche hat sich der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig dafür ausgesprochen (wir berichteten). Die endgültige Entscheidung fällt am morgigen Mittwoch. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass sich an den Plänen noch was ändert.
Die Bewirtschaftung könnte dann, wie in den Vorlagen der Stadtverwaltung beschrieben, schon nach dem diesjährigen Herbstfest starten. Ein Tagesticket soll dann 5 Euro kosten und ein Halbtagesticket 2,50 Euro – ohne Dauerparkregelung, Anwohnerparkplätze und nach jetzigem Stand auch ohne Angebot einer günstigeren Version bspw. in Form einer Monatskarte.

Widerstand gegen diesen Plan regt sich. Jetzt wurde sogar eine Petition gestartet. „Wir fordern, dass das Parken kostenlos bleibt und dass die wohl letzte große kostenfreie Parkmöglichkeit, In Nähe zur Stadtmitte, weiterhin flexibel genutzt werden kann“, heißt es darin.
Vor allem Pendler, für welche die Loretowiese die wohl letzte tragbare Möglichkeit bietet ohne Parkgebühren in die Arbeit zu kommen, treffe diese Entscheidung hart.
Gestartet wurde die Petition von einem Mann, der nach eigenen Angaben regelmäßig auf der Loretowise parkt: „Persönlich habe ich bisher immer einen Platz zum Parken auf der Loretowiese gefunden. Und bevor ich solche Pläne unterstützte, die mir für 5 Euro täglich eine zuvor kostenfreie Parkmöglichkeit verkaufen wollen, akzeptiere ich lieber den vorherigen Zustand und nehme den Einzelfall hin mal keinen freien Platz zu finden“.

Gestartet wurde die Petition am 20. Juli. Aktuell (Stand 25. Juli, 8 Uhr, haben schon 2869 Personen unterzeichnet. Nächstes Ziel sind 5000 Unterschriften.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Gesundheit als Wirtschaftsfaktor

Gesundheit als Wirtschaftsfaktor

Landkreis Rosenheim – Gesundheit als wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region: Der Landkreis Rosenheim hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einer überregionalen Gesundheitsregion entwickelt. Um den aktuellen Bedarfen gerecht zu werden und sich den Herausforderungen rund um Fachkräftemangel, demografischer Wandel und Nachwirkungen der Pandemie zu stellen, hat sich das Gesundheitsforum der Gesundheitsregionplus getroffen.

Katrin Posch leitet seit März diesen Jahres die Gesundheitsregion--Plus. Foto: Landratsamt Rosenheim

Katrin Posch leitet seit März diesen Jahres die Gesundheitsregion-Plus Foto: Landratsamt Rosenheim

„Nichts ist so beständig wie der Wandel“, leitete Rosenheims Landrat Otto Lederer seine Begrüßung ein und verwies damit auf die vielen Veränderungen in den zurückliegenden Jahren. So konnte das Gesundheitsforum pandemiebedingt erst jetzt wieder starten, die Zusammensetzung der Gruppe hat sich verändert, ebenso die Geschäftsstellenleitung. Katrin Posch ist seit März für die Gesundheitsregionplus verantwortlich und bringt ihr Wissen, ihre Erfahrung und viele neue Ideen ein. „Was sich aber nicht geändert hat, sind die Gründe, warum wir als Gremium regelmäßig zusammenkommen: Der demografische Wandel und das gesteigerte Gesundheits- und Umweltbewusstsein verstärken diese Entwicklung weiter. Gesundheit ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Region.“
Nach der pandemiebedingten Pause kam das Netzwerk nun wieder erstmalig zusammen. Ein erster Schritt ist das Sichten und Bewerten der aktuellen Bedarfe, um daraus konkrete Konzepte zu entwickeln. Katrin Posch betont: „Der Austausch und die Diskussion auf Augenhöhe stehen im Vordergrund. Nachhaltiges Gesundheitsmanagement im Sinne der Bürger des Landkreises braucht einen ganzheitlichen Blick auf das Thema Gesundheit. Daher ist der Mix aus erfahrenen Fachkräften und Berufseinsteigern genauso wichtig wie den großen Versorgern, der Pflege, den Leistungsträgern und den kleineren Gesundheitsfachberufen, der Wissenschaft, der Gesundheitsförderung und der Wohlfahrtspflege eine Stimme zu geben.“ Das Gesundheitsforum ist das zentrale Gremium der Gesundheitsregionplus und setzt sich aus 16 Vertretern der gesundheitsrelevanten Institutionen und Professionen aus dem Landkreis Rosenheim zusammen.

Große Bandbreite an Themen

Das Gremium beschäftigte sich mit unterschiedlichen Themen wie dem Fachkräftemangel in der Gesundheitsbranche, die hausärztliche Versorgung auf dem Land, der erhöhte Pflegebedarf, Möglichkeiten der gesundheitlichen Prävention, sowie allgemein mit der Umsetzung von Reformen im Gesundheitssystem. „Die Pandemie hat das Bewusstsein für Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger erhöht.“ Nicht nur deshalb möchten die Akteure an diese erste Diskussionsrunde anknüpfen und gemeinsam für die Gesundheit im Landkreis arbeiten.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild, Foto: Landratsamt Rosenheim)
 

Linke für Parkgebühren auf Loretowiese

Linke für Parkgebühren auf Loretowiese

Rosenheim – Parken auf der Loretotwiese in Rosenheim soll nach der Herbstfestzeit nicht mehr kostenlos möglich sein (wir berichteten). Darüber wird derzeit teils hitzig diskutiert. Die Bayernpartei sprach sich gestern dagegen aus (wir berichteten). Nun gibt es eine Stellungnahme der Partei Die Linke KV Rosenheim. Sie meint. „Parkgebühren auf der Loretowiese sind längst überfällig!“

Die Stellungnahme der Partei Die Linke im Wortlaut: 
„Betrachtet man eine Vollbelegung der Loretowiese an 300 Tagen im Jahr (durch die Sperrung zur Herbstfestzeit), entgeht der Stadt Rosenheim durch das kostenlose Parken bei einem Preis von 5 Euro am Tag die Summe von rund einer Million Euro jährlich. Dieses Geld ist eine direkte Subventionierung von Autofahrern. Es könnte jedoch im Sinne der Stadtentwicklung genutzt werden, um die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen. Grundsätzlich begrüßt der KV Rosenheim der Partei DIE LINKE daher die Einführung einer Parkgebühr für die Loretowiese.

„Würde man dieses Geld nutzen, um die Stadt zu begrünen, Fahrradwege auszubauen, oder Bushaltestellen barrierefrei zu gestalten, würde die Stadt für ihre Einwohner  lebenswerter werden. So wird jedoch Jahr für Jahr Geld für eine Schotter-Wüste in bester Lage ausgegeben.“, äußert sich Martin Bauhof, Kreisvorsitzender und Landtagskandidat im Stimmkreis Rosenheim-West. Und weiter: „Ich selbst wohne außerhalb und arbeite in der Stadt, daher kenne ich die Problematik der Parkplatzsuche – ich nutze lieber den Zug und habe ein Fahrrad für alle Wege in der Stadt.“ Besonders für Verkäufer und Angestellte mit schlechtem Gehalt, die oftmals nicht die Möglichkeit haben den ÖPNV, also Zug und Bus, zu nutzen, sind die Parkgebühren eine deutliche Mehrbelastung in Zeiten von Inflation und Reallohnverlusten.

Für DIE LINKE ist die Lösung jedoch nicht, weiterhin gratis zu parken. Die Arbeitgeber sind in der Verantwortung: sie müssen die Parkkosten ihrer Mitarbeiter übernehmen, wenn sie nicht ausreichend Parkplätze auf eigenem Grund nachweisen können. Ähnlich einem Jobtickets ein Pluspunkt bei der Suche nach fehlenden Fachkräften. Und wer nur ab und zu auf der Loretowiese parkt, für den sind die moderaten Parkgebühren zumutbar. All das unter dem Vorbehalt, dass die Stadt Rosenheim die Parkgebühren zweckgebunden in die Stadtentwicklung investiert“
(Quelle Pressemitteilung Die Linke KV Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Guten Morgen

Guten Morgen

Heute ist der 25. Juli.

Namenstag haben: Herrada, Herta, Jakob, Jakobus, James, Diègo, Giacomo, Jakov Jakub, Magnerich, Thea

3 bekannte Geburtstagskinder:

Louise Joy Brown (1978 – ist eine britische Frau, die bei ihrer Geburt 1978 der erste außerhalb des menschlichen Organismus gezeugte Mensch war – das erste „Retortenbaby“.)

Estelle Getty (1923 – war eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt wurde sie hierzulande vor allem durch ihre Rolle der Sophia „Petrillo“ in der TV-Serie „Golden Girls“ von 1885 bis 1992.)

Carl Miele (1869 – war ein deutscher Industrieller, Konstrukteur und Gründer des Haushaltsgeräteherstellers „Miele“, der unter anderem den ersten Geschirrspüler Europas konstruierte und herstellte.)
(Quelle: geboren.am)

3 Ereignisse der Geschichte:

  • 1828: Der Wiener Magistrat gestattet Ignaz Bösendorfer, das Klaviermachergewerbe auszuüben. Die Klaviere der Marke Bösendorfer erlangen bald Weltruf.
  • 1835: Der Schotte James Bowman Lindsay führt in Dundee erstmals öffentlich elektrisches Licht mittels einer Glühlampe vor.
  • 1976: Die NASA-Raumsonde Viking 1 fotografiert aus 1873 Kilometer Höhe das sogenannte Marsgesicht.
    (Quelle: wikipedia.org / Beitragsbild: Gisela Schreiner )
Gegen Abschaffung der Meldepflicht in Ferienunterkünften

Gegen Abschaffung der Meldepflicht in Ferienunterkünften

Bad Füssing / Bayern – Der Bayerische Heilbäder-Verband (BHV) lehnt die Pläne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser strikt ab, für deutsche Staatsbürger die Meldepflicht in Ferienunterkünften, wie Ferienwohnungen, Hotels oder Campingplätzen, abzuschaffen. „Was hier als Beitrag zur Entbürokratisierung verkauft wird, ist aus unterschiedlichen Gründen völlig daneben. Vor allem für unsere Heilbäder und Kurorte ist die Meldepflicht in mehrfacher Hinsicht eine entscheidende Dokumentation“, so der BHV-Vorsitzende und Landrat Peter Berek. „Dieser Vorstoß ist nicht durchdacht und in seiner Konsequenz verheerend.“

Die Meldescheine in Hotels, Pensionen, auf Campingplätzen oder in Ferienwohnungen seien für Heilbäder und Kurorte eine grundlegende, umfassende und wichtige Dokumentation, auch für die Erfassung von Kurbeiträgen. „Wir bestehen deshalb darauf, dass die Meldepflicht weiterbesteht, damit wir einen plausiblen Nachweis für den Aufenthalt und die Erhebung der Kurbeiträge haben. Das Bundesinnenministerium hat sich weder mit der Sinnhaftigkeit noch mit der Wirkung befasst und vor allem die rechtlichen Auswirkungen auch auf unsere Kurbeiträge nicht bedacht.“
BHV-Geschäftsführer Thomas Jahn bezeichnete die Folgen einer Abschaffung der Meldepflicht als ernsthafte Gefährdung der Heilbäder und Kurorte. „Die Kurbeiträge dienen der Finanzierung der Infrastruktur im Gesundheitstourismus. Würden sie wegfallen, würden die Einnahmen in Heilbädern und Kurorten um 30 bis zu 65 Prozent wegbrechen. Das wäre für die Orte eine existenzielle Bedrohung.“ Zudem seien die Meldescheine bereits digital erfasst. „Deshalb müssen wir hier nicht mehr von einem bürokratischen Papierkram reden.“ Der BHV fordert Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf, sich bei diesem Thema von Experten beraten zu lassen. „Wir bieten gerne unsere Kompetenz und unseren Sachverstand an“, so Peter Berek. „Die Meldepflicht vom Grünen Tisch aus abzuschaffen, wäre ein großer Fehler.“
(Quelle: Pressemitteilung Bayerischer Heilbäder-Verband / Beitragsbild: Symbolfoto re)