Brand in Traunreut: Reihenhaus schwer beschädigt

Brand in Traunreut: Reihenhaus schwer beschädigt

Traunreut / Landkreis Rosenheim – Feuerwehr und Polizei sind am Donnerstagmorgen (23 September)  zu einem Brand in einem Reihenhaus in Traunreut ausgerückt. Das Feuer brach gegen 8.30 Uhr im Bereich des Dachstuhls aus. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Der Sachschaden dürfte allerdings im mittleren sechsstelligen Bereich liegen.

Als die Feuerwehren am Einsatzort eintrafen, stand der Dachstuhl des Reihenhauses im Gartenweg in Brand. Die Einsatzkräfte konnten die Flammen unter Kontrolle bringen und verhindern, dass das Feuer auf die angrenzenden Wohnhäuser übergriff.
Warum der Brand ausbrach, ist derzeit noch unklar. Die ersten polizeilichen Maßnahmen übernahm die Polizeistation Traunreut. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache führt nun die Kriminalpolizeiinspektion Traunstein unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein.
Die Ermittlungen dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)

E-Scooter-Kontrollen im Raum Brannenburg: Polizei stellt mehrere Verstöße fest

E-Scooter-Kontrollen im Raum Brannenburg: Polizei stellt mehrere Verstöße fest

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Bei Schwerpunktkontrollen von E-Scootern hat die Polizeiinspektion Brannenburg am 21. und 22. September mehrere Verstöße festgestellt. Unter anderem waren zwei Fahrer mit dem Handy am Ohr unterwegs, bei einem Scooter fehlte der Versicherungsschutz. Auch bei der technischen Ausstattung der Fahrzeuge gab es Probleme.

Die Polizei kontrollierte in ihrem Zuständigkeitsbereich, ob die E-Scooter vorschriftsmäßig ausgestattet waren und sich die Fahrer an die Verkehrsregeln hielten. Dabei fiel unter anderem auf, dass bei zwei Scootern die vorgeschriebene zweite Bremse fehlte. Bei einem weiteren Fahrzeug funktionierte die Beleuchtung nicht.
Auch das Verhalten der Fahrer im Straßenverkehr war Teil der Kontrollen. Zwei Nutzer telefonierten während der Fahrt mit dem Handy. In einem Fall wurde eine weitere Person auf dem E-Scooter mitgenommen. Bei einem anderen Fahrzeug transportierte der Fahrer unzulässige und nicht gesicherte Ladung.

Mit abgelaufenem Versicherungsschutz unterwegs

Besonders schwerwiegend war der Fall eines E-Scooter-Fahrers, der mit abgelaufenem Versicherungsschutz unterwegs war. Dabei handelt es sich um eine Straftat.

Die Polizei weist darauf hin, dass E-Scooter nur mit gültigem Versicherungsschutz und in technisch einwandfreiem Zustand im Straßenverkehr genutzt werden dürfen. Dazu gehören unter anderem funktionierende Bremsen und Beleuchtung. Auch die geltenden Verkehrsregeln müssen eingehalten werden.

Mit den Schwerpunktkontrollen möchte die Polizei Gefahren frühzeitig erkennen und Nutzer für einen sicheren Umgang mit E-Scootern sensibilisieren. Verstöße können Bußgelder oder weitere rechtliche Folgen nach sich ziehen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheim in den 1930er Jahren: Ein Blick in die Atlantikbar

Rosenheim in den 1930er Jahren: Ein Blick in die Atlantikbar

Rosenheim – Eine Bar mit maritimer Fantasie: Unser heutiges historisches Foto führt in die Atlantikbar des Gasthauses Wittelsbach in der Rosenheimer Riederstraße. Die Aufnahme stammt vermutlich aus den 1930er Jahren und zeigt eine ungewöhnliche Innenraumgestaltung.

Fische und Haifische zieren die Wände, dazwischen ist auch der Meeresgott Neptun zu entdecken. Die Einrichtung wirkt kreativ und zugleich gemütlich. Rund um den Raum reihen sich Sitzgelegenheiten an den Wänden. In der Mitte bleibt eine größere freie Fläche.
Ob hier tatsächlich getanzt wurde, lässt sich anhand des Fotos allein nicht sicher sagen. Die offene Mitte könnte dafür Platz geboten haben. Vielleicht diente sie aber auch einfach dazu, den Raum großzügiger wirken zu lassen.
Auffällig ist vor allem, wie konsequent das maritime Thema umgesetzt wurde. Die Atlantikbar holte mit ihrer Gestaltung ein Stück Meereswelt in die Rosenheimer Innenstadt. Haifische, andere Fische und Neptun machten aus dem Gastraum einen Ort, der sich von einer gewöhnlichen Gaststube unterschied.

Heute erinnert die historische Aufnahme an eine Gastwirtschaft, deren Innenräume wir sonst kaum noch vor Augen haben. Was damals in der Riederstraße ausgeschenkt wurde, wer hier zu Gast war und wie lange die Atlantikbar bestand, wäre eine spannende Frage für die weitere Rosenheimer Stadtgeschichte. Wer mehr weiß, gerne unter dem Beitrag kommentieren.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

Straßennamen in Rosenheim: Am Anger – wo einst Dienstboten um Arbeit feilschten

Straßennamen in Rosenheim: Am Anger – wo einst Dienstboten um Arbeit feilschten

Rosenheim – Wo heute in Rosenheim das Sparkassenhochhaus steht, suchten einst Mägde und Knechte einen neuen Dienstherrn. Am „Bräu am Anger“ wurde Bier ausgeschenkt, gefeiert und einmal im Jahr auf dem Schlenklmarkt sogar um Arbeitskräfte gefeilscht. Der Straßenname „Am Anger“ erinnert an diesen längst verschwundenen Ort – und an eine Zeit, in der dieser Teil Rosenheims noch ganz anders aussah.

Über 500 Straßen gibt es inzwischen im Rosenheimer Stadtgebiet. Ihre Namen erinnern an Menschen, Orte, Landschaften oder historische Ereignisse. Bei „Am Anger“ führt die Spur zu einem alten Flurnamen – und zu einem Ort, an dem sich über Jahrhunderte ganz unterschiedliche Kapitel Rosenheimer Geschichte abspielten.

Das „Bräu am Anger“ lag einst außerhalb der damaligen Stadtgrenzen an der Kufsteiner Straße. Die Brauerei und Gastwirtschaft ist bereits seit dem 16. Jahrhundert belegt und prägte über lange Zeit das Leben in diesem Teil Rosenheims. Besonders bekannt war der Schlenklmarkt, der alljährlich am Donnerstag nach Maria Lichtmess stattfand. Dabei ging es nicht um Waren, sondern um Arbeitskräfte: Mägde und Knechte suchten eine neue Stelle, während Bauern nach geeignetem Personal Ausschau hielten. Für die ländliche Arbeitswelt war der Markt ein wichtiger Termin im Jahresablauf.

Vom Dienstbotenmarkt zum Siechhaus

Die Geschichte des Hammerviertels hat allerdings auch eine deutlich ernstere Seite. Im Viertel befand sich das alte Rosenheimer Leprosenhaus, auch Siechhaus genannt. Es lag an der Kufsteiner Straße und damit ebenfalls außerhalb des damaligen Stadtzentrums. 1813 wurde es durch das erste Rosenheimer Krankenhaus abgelöst.
Ein Siechhaus diente im Mittelalter und in der frühen Neuzeit dazu, schwer oder ansteckend erkrankte Menschen außerhalb der eigentlichen Stadt unterzubringen. Gerade Krankheiten wie Lepra gehörten zu den großen Ängsten der damaligen Zeit. Auch die Pest stellte Rosenheim und andere Städte immer wieder vor enorme Herausforderungen. Das Siechhaus erzählt damit von einer Zeit, in der Krankheit und die Absonderung Erkrankter noch ganz anders zum Stadtbild gehörten als heute.
Gleichzeitig war der Anger ein Ort des Alltags und der Geselligkeit. Das „Bräu am Anger“ war über Jahrhunderte Brauerei, Gastwirtschaft und Treffpunkt. Joseph Graf hielt das stattliche Gebäude 1854 auf einer Zeichnung fest. Wenig später veränderte sich der Ort grundlegend: Um 1865 wurde das alte Bräu- und Gasthaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Auch danach blieb das Gebäude mit Arbeit verbunden. Der Braubetrieb wurde 1919 eingestellt. Nach dem Ende der Brauerei wurde das Gebäude später als Arbeitsamt genutzt. 1968 schließlich wurde der Bau abgebrochen. An seiner Stelle entstand der Neubau der Sparkasse.

Woher der Name „Anger“ kommt

Der Straßenname selbst ist allerdings noch älter als das „Bräu am Anger“. Das althochdeutsche Wort „angar“ bezeichnete ursprünglich ungepflügtes beziehungsweise grasbewachsenes Land. Später wurden damit häufig gemeinschaftlich genutzte Flächen innerhalb oder am Rand von Siedlungen bezeichnet. Solche Anger konnten als Weidefläche, Treffpunkt oder Veranstaltungsort dienen.
Auch die Lage des Rosenheimer Angers passt zu dieser Geschichte. Das Gebiet gehörte lange nicht zur Stadt, sondern zur Landgemeinde Roßacker. Erst 1837 wurde Roßacker nach Rosenheim eingemeindet. Das Hammerviertel entwickelte sich anschließend immer stärker zu einem von Handwerk und Industrie geprägten Stadtteil. Hammer- und Mühlbach lieferten die Energie für verschiedene Betriebe, darunter den namensgebenden Kupferhammer.

Heute erinnert kaum noch etwas an den alten Anger. Wo einst das „Bräu am Anger“ stand und der Schlenklmarkt Mägde und Knechte auf der Suche nach einer neuen Stelle zusammenbrachte, steht heute das Sparkassenhochhaus. Geblieben ist der Straßenname – und damit ein kleines Stück Rosenheimer Geschichte, das auf den ersten Blick ziemlich unscheinbar wirkt aber auch wieder viel zu erzählen hat. 
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Rosenheimer Stadtentwicklung wird bei Klimatagung in Hamburg vorgestellt

Rosenheimer Stadtentwicklung wird bei Klimatagung in Hamburg vorgestellt

Rosenheim – Wie kann sich eine Stadt auf höhere Temperaturen, häufiger auftretende Extremwetter und veränderte Wasserverhältnisse einstellen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich auch die Stadt Rosenheim. Ihr Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und das darin enthaltene Fachkonzept „Umwelt – Klima – Klimawandel“ werden am Donnerstag und Freitag (24. und 25. September 2026) bei der 3. Deutschen KlimaManagementTagung in Hamburg vorgestellt.

Das ISEK ist ein langfristiges Konzept für die Entwicklung Rosenheims. Es soll verschiedene Bereiche der Stadtplanung zusammenführen und Leitlinien dafür festlegen, wie sich die Stadt in den kommenden Jahren räumlich und strukturell entwickeln soll. Das Fachkonzept zu Umwelt und Klima ist ein Teil dieses Gesamtprozesses.

Klimaanpassung als Teil der Stadtplanung

Rosenheim bewirbt sich gemeinsam mit den beteiligten Planungsbüros LAND Germany, Raumposition und Weatherpark im Frühjahr 2026 mit dem Fachkonzept für die Tagung. Der Beitrag wurde für das Programm ausgewählt.
Unter dem Titel „Klimaanpassung als Kompass der Stadtentwicklung“ geht es dabei um die Frage, wie Klimaanpassung stärker in die alltägliche Stadtplanung einbezogen werden kann. Am Beispiel Rosenheims soll gezeigt werden, wie verschiedene Analysen und Planungsinstrumente miteinander verbunden werden können. Dazu gehören unter anderem Untersuchungen zu Klima und Freiräumen sowie ein räumliches Klimaleitbild. Außerdem wurde eine sogenannte „Toolbox“ mit verschiedenen Maßnahmen entwickelt. Sie soll Möglichkeiten aufzeigen, wie klimatische Aspekte bei unterschiedlichen Planungen berücksichtigt werden können.

Der Beitrag wird von Mag. Simon Tschannett von Weatherpark und Susanne Gombert von LAND Germany vorgestellt. Zusätzlich ist eine Podiumsdiskussion zu klimarelevanten Entwicklungen und Planungen vorgesehen. Im Mittelpunkt steht nach Angaben der Stadt der Ansatz, Klimaanpassung nicht als einzelnes Thema zu behandeln, sondern bei unterschiedlichen Bereichen der Stadtentwicklung mitzudenken. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie planerische Strukturen und konkrete Maßnahmen langfristig zu einer widerstandsfähigeren Stadt beitragen können.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Familienwerkstatt Rosenheim: Hausmittel für Babys und Kleinkinder

Familienwerkstatt Rosenheim: Hausmittel für Babys und Kleinkinder

Rosenheim / Landkreis – Was tun bei Schnupfen, Husten oder Bauchschmerzen? Und welche Hausmittel können kleinen Kindern helfen, wenn sie schlecht einschlafen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die nächste Familienwerkstatt des Landkreises Rosenheim.

Am Donnerstag, 1. Oktober, geht es um verschiedene Hausmittel, Wickel und Auflagen, die bei typischen Beschwerden von Babys und Kleinkindern eingesetzt werden können. Dabei wird auch erklärt, was sich zum Beispiel bei Erkältungen oder Bauchschmerzen eignet und welche Möglichkeiten es gibt, Kindern das Einschlafen zu erleichtern.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Gesundheitsamt Rosenheim an der Prinzregentenstraße 19. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Familienwerkstatt richtet sich an werdende und junge Eltern und bietet regelmäßig Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen rund um Schwangerschaft und die erste Zeit mit Kindern an. Veranstaltet wird sie von der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

TSV 1860 Rosenheim: U21 kommt gegen Babensham nicht über 1:1 hinaus

TSV 1860 Rosenheim: U21 kommt gegen Babensham nicht über 1:1 hinaus

Rosenheim – Die U21 des TSV 1860 Rosenheim hat am Sonntagnachmittag (20. September)  gegen den TSV Babensham 1:1 gespielt. Nach Darstellung des Vereins bestimmte Rosenheim die Partie über weite Strecken, konnte die Überlegenheit aber nicht in einen zweiten Treffer umwandeln.

Die Gastgeber erspielten sich trotz einer tief stehenden Babenshamer Mannschaft mehrere Chancen. Bei den letzten Pässen und Hereingaben fehlte allerdings wiederholt die nötige Präzision. Auch im Abschluss blieben Möglichkeiten ungenutzt.
In der 28. Minute brachte Kevin Kuffel die Rosenheimer mit einem Distanzschuss mit 1:0 in Führung. Weitere Chancen folgten, ein zweiter Treffer gelang jedoch nicht.

Stattdessen kam Babensham in der 75. Minute zum Ausgleich. Nach Angaben des TSV 1860 Rosenheim gehörte der Vorstoß zu den wenigen gefährlichen Aktionen der Gäste.
Auch in der Schlussphase blieb die U21 nach Darstellung des Vereins die spielbestimmende Mannschaft. Ein weiterer Treffer fiel jedoch nicht mehr. Damit endete die Partie 1:1.

Der TSV 1860 Rosenheim wertet das Ergebnis angesichts des Spielverlaufs als verpasste Möglichkeit auf drei Punkte.
(Quelle: Pressemitteilung TSV 1860 Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Landerlebnisreisen: Wie Landwirte neue Angebote für Besuchergruppen entwickeln können

Landerlebnisreisen: Wie Landwirte neue Angebote für Besuchergruppen entwickeln können

Rosenheim / Bayern – Landwirtschaftliche Betriebe können Besuchergruppen Einblicke in ihren Alltag geben und damit einen zusätzlichen Betriebszweig aufbauen. Welche Möglichkeiten es dafür gibt und was bei der Zusammenarbeit mit Busreiseveranstaltern zu beachten ist, darum geht es bei einer kostenlosen Online-Informationsveranstaltung am Montag (12. Oktober).

Von 18 bis 20 Uhr werden die Inhalte eines Qualifizierungsseminars vorgestellt, das im Januar 2027 startet. Das Angebot richtet sich an landwirtschaftliche Unternehmer mit unterschiedlichen Betriebszweigen – beispielsweise Direktvermarktung, Bauernhofgastronomie oder Urlaub auf dem Bauernhof. Auch Gartenbäuerinnen, Kräuterpädagogen und Anbieter anderer erlebnisorientierter Angebote können teilnehmen.
In dem Seminar geht es darum, wie Wissen über Landwirtschaft und Natur professionell an Busgruppen vermittelt werden kann. Behandelt werden unter anderem die Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern und die Vernetzung mit anderen Betrieben. Die Teilnehmer entwickeln außerdem ein eigenes Konzept, beispielsweise für eine Hofführung.

Das Qualifizierungsseminar umfasst acht Seminartage und findet von Januar bis März 2027 statt. Die Teilnahme kostet 300 Euro.

Die Informationsveranstaltung am 12. Oktober ist kostenlos und findet online statt. Anmeldung und weitere Informationen finden Interessierte hier.
(Quelle: Pressemitteilung AelF / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Senioren-Infotag in Oberaudorf: Viele Fragen zu Rente, Recht und Demenz

Senioren-Infotag in Oberaudorf: Viele Fragen zu Rente, Recht und Demenz

Oberaudorf / Landkreis Rosenheim – Beim Senioren-Infotag im Kursaal Oberaudorf (Landkreis Rosenheim) standen Informationen rund um das Älterwerden und soziale Fragen im Mittelpunkt. Auch der VdK-Ortsverband Kiefersfelden-Oberaudorf war mit einem Informationsstand vertreten. Ein weiteres Thema der Veranstaltung war der Umgang mit Demenz im Alltag.

Alois Herfurtner und Dietrich Mehl vom örtlichen VdK-Ortsverband sowie Kreisvorsitzender Willi Hofmann informierten die Besucher unter anderem über Fragen zur Rentenversicherung und über Unterstützung bei rechtlichen und sozialen Problemen.
Nach Einschätzung von Willi Hofmann stieß das Angebot auf großes Interesse. „Wir hatten viele interessierte Gäste an unserem Stand“, sagte er. Besonders häufig seien Fragen zur Rentenversicherung sowie zu rechtlichen und sozialen Problemen gestellt worden.

Konzertlesung über den Alltag mit Demenz

Im Mittelpunkt des Hauptprogramms stand eine Konzertlesung mit Dr. Sarah Straub. Dabei ging es um den Umgang mit Demenz – sowohl aus Sicht der Betroffenen als auch aus der Perspektive pflegender Angehöriger.
(Quelle: Pressemitteilung Sozialverband VdK / Beitragsbild: Copyright Hofmann)

Brenner-Nordzulauf erreicht den Bundestag: Jetzt beginnt die heiße Phase

Brenner-Nordzulauf erreicht den Bundestag: Jetzt beginnt die heiße Phase

Rosenheim / Landkreis – Kaum ein Infrastrukturprojekt in der Region wird seit Jahren so kontrovers diskutiert wie der Brenner-Nordzulauf. Trassenführung, Kosten und die Auswirkungen auf Mensch und Natur sorgen immer wieder für Streit. Nun geht das Projekt in eine neue politische Phase: Am Mittwoch (23. September 2026) hat der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages mit der parlamentarischen Befassung begonnen. Während der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) den Schritt begrüßt und auf eine zügige Umsetzung drängt, mobilisieren die Kritiker der bisherigen Planung für Samstag zu einer Sternwallfahrt nach Tuntenhausen.

Bahn übergibt Planungsunterlagen an den Bund

Die Deutsche Bahn hat die Vorplanung für den Brenner-Nordzulauf abgeschlossen und die umfangreichen Planungsunterlagen an die Bundespolitik übergeben. Mit der parlamentarischen Befassung beschäftigt sich nun der Bundestag mit dem weiteren Vorgehen.
Damit ist das Projekt allerdings noch nicht gebaut. Die Befassung soll die Grundlage für die nächsten Planungsschritte schaffen. Dazu gehören unter anderem die Entwurfs- und Genehmigungsplanung.

Der Brenner-Nordzulauf soll künftig die Verbindung des Brenner-Basistunnels auf deutscher Seite fortsetzen. Über die konkrete Ausgestaltung und insbesondere die Trassenführung wird in der Region allerdings seit Jahren gestritten.

BIHK fordert grünes Licht aus Berlin

Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag begrüßt den Beginn der parlamentarischen Befassung. BIHK-Hauptgeschäftsführer Manfred Gößl bezeichnete den Schritt als wichtigen, aus seiner Sicht allerdings überfälligen Meilenstein. „Der Brenner-Nordzulauf braucht endlich grünes Licht aus Berlin“, erklärte Gößl.

Der BIHK fordert nach eigenen Angaben verbindliche Zusagen für den Bau des deutschen Abschnitts und die dafür notwendigen finanziellen Mittel. Deutschland müsse seinen Verpflichtungen aus den bestehenden Staatsverträgen mit Österreich und Italien nachkommen, so Gößl.
Gleichzeitig spricht sich der Verband für eine Lösung aus, die nach seiner Auffassung mit den Interessen der Bevölkerung und dem Schutz der Umwelt vereinbar ist. Das betreffe sowohl die Trassenführung als auch die Bauweise.

Gößl verweist zudem auf die Bedeutung des Projekts für den europäischen Bahnverkehr. Mit dem Brenner-Basistunnel entstehe eine neue leistungsfähige Verbindung durch die Alpen. Der Nordzulauf solle dazu beitragen, die Verkehrsverbindungen zwischen Bayern, Österreich und Italien weiter auszubauen, so die Argumentation des BIHK.

Kritiker stellen Neubau weiterhin infrage

Auf der anderen Seite halten die Gegner der bisherigen Planung an ihrer Kritik fest. Bürgerinitiativen stellen unter anderem die Frage, ob eine komplett neue Bahnstrecke in der geplanten Form notwendig ist. Sie setzen sich stattdessen für einen Ausbau und eine Modernisierung der bestehenden Bahnverbindung ein.
Dabei geht es nicht nur um die grundsätzliche Frage Neubau oder Bestandsstrecke. Kritiker befürchten auch erhebliche Auswirkungen auf die Landschaft und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Im Rosenheimer Becken und im Inntal stehen zudem mögliche Auswirkungen auf Anwohner und Natur im Mittelpunkt der Auseinandersetzung.

Ein weiterer Streitpunkt ist die geplante Bauweise. Bürgerinitiativen fordern unter anderem zusätzliche unterirdische Lösungen. Dazu gehört nach ihren Vorstellungen auch eine unterirdische Querung des Inns im Raum Rosenheim. Für den Bereich des Wildbarrens wird ebenfalls eine unterirdische Lösung für die geplante Verknüpfungsstelle gefordert.
Solche Forderungen haben allerdings auch eine finanzielle Seite. Die Deutsche Bahn beziffert die Kosten für die geplante Basistrasse auf mindestens 8,6 Milliarden Euro. Zusätzliche Tunnelbauwerke würden das Projekt entsprechend verteuern.

Auch beim Zeitplan gehen die Einschätzungen auseinander. Der Brenner-Basistunnel zwischen Österreich und Italien wird bereits gebaut, während der deutsche Nordzulauf noch nicht in der Bauphase ist. Kritiker befürchten deshalb, dass zwischen der Fertigstellung des Basistunnels und dem deutschen Zulauf ein Engpass entstehen könnte.

Sternwallfahrt nach Tuntenhausen

Kurz nach dem Beginn der parlamentarischen Befassung wollen die Bürgerinitiativen ihren Protest erneut öffentlich sichtbar machen. Für Samstag (26. September) ist eine Sternwallfahrt nach Tuntenhausen geplant.
Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Für zukunftsfähige Lösungen beim Brenner-Nordzulauf“. Die Teilnehmer starten um 9.15 Uhr an drei Treffpunkten: am Sportplatz in Berg bei Ostermünchen sowie in Brettschleipfen und Weiching.

Um 10 Uhr beginnt in der Basilika Tuntenhausen der Wallfahrtsgottesdienst. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Einkehr im Gasthaus Schmied.

Die Initiatoren wollen mit der Veranstaltung nach eigenen Angaben kurz vor den weiteren politischen Entscheidungen ein Zeichen setzen und ihre Forderungen zum Brenner-Nordzulauf sichtbar machen.

Mit dem Beginn der parlamentarischen Befassung treffen damit die unterschiedlichen Positionen erneut aufeinander: Der BIHK drängt auf eine politische Entscheidung und die Finanzierung des Projekts, während Bürgerinitiativen die bisherige Planung weiterhin infrage stellen und Veränderungen bei Trasse und Bauweise fordern.
(Quelle: Pressemitteilungen BIHK und Mitteilungen Bürgerinitiativen / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

Schulbuskontrollen in Brannenburg: Keine größeren Beanstandungen

Schulbuskontrollen in Brannenburg: Keine größeren Beanstandungen

Brannenburg / Landkreis Rosenheim – Wie sicher sind die Schulbusse im südlichen Landkreis Rosenheim unterwegs? Dieser Frage ging die Polizeiinspektion Brannenburg am Mittwoch (23. September 2026) gemeinsam mit der Verkehrspolizeiinspektion Raubling nach. Bei den Kontrollen gab es nur wenige geringfügige Verstöße.

In Brannenburg überprüften die Beamten zahlreiche Schulbusse. Dabei richteten sie ihr Augenmerk unter anderem auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und die technische Ausstattung der Fahrzeuge.
Das Ergebnis fiel insgesamt positiv aus: Abgesehen von wenigen geringfügigen Ordnungswidrigkeiten bei den Fahrern stellten die Polizisten keine größeren Beanstandungen fest. Auch eine Überladung mit Fahrgästen wurde bei keinem der kontrollierten Busse festgestellt.

Die Polizeiinspektion Brannenburg kündigte an, auch künftig Schulwege sowie Schulbusse und deren technische Ausstattung zu kontrollieren.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Brannenburg / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Mehrere Verkehrsunfälle rund um den Tegernsee: Drei Radfahrer verletzt

Mehrere Verkehrsunfälle rund um den Tegernsee: Drei Radfahrer verletzt

Rottach-Egern / Tegernsee / Gmund – Am Mittwochnachmittag (23. September 2026) kam es im Tegernseer Tal innerhalb weniger Stunden zu mehreren Verkehrsunfällen. In drei Fällen waren Radfahrer beteiligt und verletzt. Die Polizei berichtet von vier Einsätzen, darunter ein Auffahrunfall mit rund 10.000 Euro Sachschaden.

Radfahrerin stürzt nach Kollision mit Audi

Gegen 14.30 Uhr wollte ein 70-jähriger Mann aus Kreuth mit seinem Audi von einer Tankstelle in Rottach-Egern nach rechts auf die Hauptstraße in Richtung Kreuth einbiegen. Zeitgleich war eine 63-jährige Tegernseerin mit ihrem Pedelec auf dem Gehweg der Hauptstraße in Richtung Ortsmitte unterwegs.
Nach Angaben der Polizei übersahen sich beide. Es kam zu einer leichten Kollision, bei der die Radfahrerin stürzte und sich eine leichte Fußverletzung zuzog. Am Audi entstand kein Schaden.

Radfahrer stürzt beim Bremsen

Eine Stunde später, gegen 15.30 Uhr, stürzte ein 68-jähriger Urlauber aus Niedersachsen mit seinem Fahrrad auf dem Radweg der Schwaighofstraße in Tegernsee. Er war in südlicher Richtung unterwegs und kam nach Polizeiangaben bei einem Bremsmanöver ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer zu Fall.
Der Mann erlitt eine Kopfverletzung und wurde mit dem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Er trug zum Unfallzeitpunkt keinen Fahrradhelm.

Rennradfahrerin wird über Auto geschleudert

Gegen 16.30 Uhr ereignete sich in Rottach-Egern ein weiterer Unfall zwischen einem Fahrrad und einem Auto. Eine 32-jährige Rennradfahrerin aus Niederbayern fuhr auf der Ludwig-Thomas-Straße. Gleichzeitig wollte eine 21-jährige Rottacherin mit ihrem Pkw aus einer Nebenstraße nach links abbiegen.
Die Autofahrerin übersah, nach Angaben der Polizei, die Radfahrerin. Diese prallte frontal gegen die rechte Fahrzeugseite und wurde über das Auto geschleudert. Die Rennradfahrerin trug einen Helm, erlitt leichte Kopfverletzungen und wurde ebenfalls mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Auffahrunfall in Gmund

Gegen 17 Uhr kam es schließlich auf der Tegernseer Straße in Gmund zu einem Auffahrunfall. Eine 39-jährige Frau aus Gmund war in Richtung Seeglas unterwegs. Kurz vor dem Kreisverkehr musste eine 59-jährige Autofahrerin aus Miesbach verkehrsbedingt bremsen.
Die nachfolgende Mercedes-Fahrerin bemerkte dies laut Polizei zu spät und fuhr auf den Dacia auf. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 10.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)