ADAC:  April war teuerster Tankmonat aller Zeiten

ADAC: April war teuerster Tankmonat aller Zeiten

Rosenheim / Bayern / Deutschland – Autofahrer mussten im April 2026 so viel für Kraftstoff zahlen wie noch nie. Nach einer Auswertung des ADAC erreichten die Spritpreise neue Rekordwerte.

Super E10 kostete im Monatsdurchschnitt 2,109 Euro je Liter, Diesel sogar 2,263 Euro. Besonders deutlich fiel der Anstieg beim Diesel aus, der den bisherigen Höchstwert aus dem Vormonat nochmals um fast zehn Cent übertraf.

Auch einzelne Tage markierten neue Rekorde: Am 7. April wurde Diesel im Schnitt für 2,446 Euro je Liter verkauft – der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Super E10 erreichte am 6. April mit 2,191 Euro seinen Tageshöchstwert und lag nur knapp unter dem bisherigen Allzeithoch aus dem Jahr 2022.

Nach Einschätzung des ADAC steht die Entwicklung im Zusammenhang mit dem seit 1. April geltenden sogenannten „Österreich-Modell“. Die Regelung erlaubt nur noch eine einmalige Preisanpassung pro Tag um 12 Uhr mittags. Ein dämpfender Effekt für Verbraucher sei bislang nicht erkennbar. Im Gegenteil: Trotz eines zeitweise niedrigeren Brent-Ölpreises und eines günstigeren Euro-Dollar-Kurses im Vergleich zum März habe sich das Preisniveau im April insgesamt deutlich erhöht.

Im Vergleich zum Januar zahlten Autofahrer im Schnitt rund 37 Cent mehr pro Liter Super E10 und über 57 Cent mehr bei Diesel.
(Quelle: Pressemitteilung ADAC / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Innstraße, Rosenheim, 1899

Innstraße, Rosenheim, 1899

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 1899. Zu sehen ist die Rosenheimer Innstraße aus Richtung Innenstadt in Richtung Schloßberg. Links zweigt die Hofmannstraße ab. 

Die Innstraße gehörte schon damals zu den wichtigsten Verkehrswegen Rosenheims. Über sie führte der Weg zur Innbrücke und weiter in Richtung Tirol. Entsprechend lebendig ging es dort bereits Ende des 19. Jahrhunderts zu – mit Fuhrwerken, Händlern und zahlreichen kleinen Geschäften entlang der Straße.

Viele der Gebäude auf dem alten Foto stehen übrigens noch heute, auch wenn sie im Lauf der Jahrzehnte verändert oder modernisiert wurden. In dem Gebäude, in dem sich früher Marmor Roppelt befand, ist heute das Cafè Innig untergebracht. 

Rosenheim befand sich um 1899 insgesamt im Wandel: Die Stadt wuchs stark, neue Häuser entstanden und Straßen wurden nach und nach ausgebaut. Die Innstraße entwickelte sich dabei immer mehr zu einer wichtigen Geschäfts- und Verkehrsstraße – und zählt bis heute zu den bekanntesten Straßenzügen der Stadt.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Infos: Stadtarchiv / Bildtext: Karin Wunsam)

Muttertag am 10. Mai – Ursprung, Bedeutung und kreative Geschenkideen jenseits von Blumen

Muttertag am 10. Mai – Ursprung, Bedeutung und kreative Geschenkideen jenseits von Blumen

Rosenheim .- Am Sonntag, 10. Mai, ist Muttertag. Ein Tag, der jedes Jahr viele Menschen dazu bringt, Danke zu sagen – meist in klassischer Form: mit Blumen. Doch woher kommt dieser Tag eigentlich, wer hat ihn eingeführt und warum sind Blumen bis heute das mit Abstand häufigste Geschenk? Und welche Alternativen gibt es, die persönlich sind, aber kein großes Budget brauchen?

Seit wann gibt es den Muttertag?

Der moderne Muttertag hat seine Wurzeln in den USA. Dort wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts von Anna Jarvis angestoßen, die einen offiziellen Ehrentag für Mütter etablieren wollte. 1914 wurde der Muttertag schließlich in den Vereinigten Staaten als nationaler Feiertag eingeführt.

Nach Europa kam der Muttertag wenig später – vor allem durch Blumen- und Handelsverbände, die das Potenzial eines solchen Ehrentags früh erkannten. In Deutschland wurde der Muttertag ab 1923 offiziell durch den Verband des Blumengroßhandels beworben und eingeführt. Schnell entwickelte er sich zu einem festen Termin im Jahreskalender.

💐Alternative Geschenkideen zum Muttertag – persönlich statt teuer💐

Wer etwas Persönlicheres schenken möchte, muss nicht viel Geld ausgeben. Oft zählen Aufmerksamkeit, Zeit und kleine Gesten mehr als gekaufte Geschenke. Diese Ideen funktionieren unabhängig vom Alter oder Wohnsituation:

1. Ein persönlicher Brief oder eine Karte

Handgeschriebene Worte, die sagen, wofür man dankbar ist – schlicht, aber oft besonders wirkungsvoll.

2. Gemeinsame Zeit bewusst planen

Ein Treffen, ein Spaziergang, ein Café-Besuch oder ein gemeinsamer Ausflug – der Termin zählt, nicht der Aufwand.

3. Erinnerungs-Fotos oder Mini-Fotobuch

Ein paar ausgedruckte Bilder oder eine kleine Sammlung gemeinsamer Momente.

4. „Danke“-Liste

Eine einfache, aber sehr persönliche Idee: Gründe aufschreiben, warum man dankbar ist.

5. Selbst gestalteter Gutschein für gemeinsame Zeit

Zum Beispiel: „ein Nachmittag nur wir zwei“, „gemeinsam kochen“ oder „Zeit für ein langes Gespräch“.

6. Lieblingsessen kochen oder organisieren

Ob gemeinsam oder als Überraschung im Vorfeld vorbereitet – Essen verbindet.

7. Kleine Überraschungsbox

Eine Schachtel mit persönlichen Kleinigkeiten, Erinnerungen oder kurzen Botschaften.

8. Hilfe im Alltag schenken

Unterstützung bei Dingen, die liegen bleiben – vom Einkaufen bis zur Organisation.

9. Gemeinsames Erlebnis statt Gegenstand

Ein Konzert, ein Theaterbesuch oder ein Ausflug in die Natur – gemeinsam erlebte Zeit bleibt oft länger im Gedächtnis als materielle Geschenke.

10. Einfach anrufen – bewusst und ohne Zeitdruck

Gerade wenn man weiter weg wohnt: ein längeres, echtes Gespräch kann mehr bedeuten als jedes Paket.

Historisch gibt es allerdings auch einen kritischen Aspekt: In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Muttertag ideologisch vereinnahmt und stark überhöht dargestellt. Nach 1945 blieb er als kultureller Ehrentag bestehen, jedoch ohne politische Bedeutung.

Warum Blumen bis heute dominieren

Bis heute sind Blumen das mit Abstand beliebteste Muttertagsgeschenk. Sie sind schnell verfügbar, vergleichsweise günstig und gelten als klassisches Symbol der Wertschätzung.
Umfragen aus dem Handel zeigen regelmäßig: Blumen stehen bei Muttertagsgeschenken klar an erster Stelle – deutlich vor Pralinen, Gutscheinen oder anderen Präsenten.

Doch genau das führt jedes Jahr zur gleichen Frage: Muss es immer der klassische Blumenstrauß sein?

Ein Tag der kleinen Gesten

Der Muttertag ist längst kein reiner Feiertag mehr, sondern eher ein emotionaler Erinnerungstag. Er lebt weniger von großen Geschenken als von Aufmerksamkeit.
Und vielleicht liegt genau darin sein eigentlicher Wert: nicht im Preis des Geschenks, sondern in der Frage, wie bewusst man „Danke“ sagt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hymnenpflicht bei Abschlussfeiern an Bayerns Schulen soll ab 2026 kommen

Hymnenpflicht bei Abschlussfeiern an Bayerns Schulen soll ab 2026 kommen

Bayern – Bei Abschlussfeiern an Bayerns staatlichen weiterführenden Schulen sollen künftig verpflichtend Hymnen gespielt werden. Das Bayerische Kultusministerium hat die geplante Regelung jetzt offiziell vorgestellt.

Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen bei festlichen Veranstaltungen zur Verleihung von Abschlusszeugnissen die Bayernhymne sowie mindestens eine weitere Hymne in den Ablauf integriert werden. Dabei handelt es sich entweder um die deutsche Nationalhymne und/oder die Europahymne. Das geht aus den aktuellen Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus hervor.
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus – Hymnen an bayerischen Schulen

Wie die Umsetzung konkret erfolgen soll, bleibt den Schulen selbst überlassen. Laut Ministerium gibt es keine festen Vorgaben zur Gestaltung. Möglich sind sowohl Live-Auftritte als auch digitale Einspielungen. Besonders begrüßt werde es, wenn Musikgruppen der jeweiligen Schule die Hymnen selbst spielen, da dies auch das Gemeinschaftsgefühl stärken könne. Ob das umsetzbar ist, entscheidet jedoch die jeweilige Schulleitung abhängig von den Möglichkeiten vor Ort.

Keine Mitsingpflicht vorgesehen

Eine Mitsingpflicht soll es nicht geben. Den Teilnehmern der Abschlussfeiern soll allerdings etwa durch Textblätter ein textsicheres Mitsingen ermöglicht werden. Gleichzeitig verweist das Ministerium auf die Einhaltung des § 90a Strafgesetzbuch, der die Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole unter Strafe stellt.

Nach Angaben des Kultusministeriums sollen ab Beginn des Schuljahres 2026/2027 auch offizielle Einspielungen der Hymnen online zur Verfügung gestellt werden, die Schulen für ihre Veranstaltungen nutzen können.

Kritik von Lehrerverbänden

Die Diskussion um die Hymnenregelung läuft bereits seit Monaten. Ursprünglich hatte die CSU gefordert, bei Abschlussfeiern verpflichtend alle drei Hymnen – Bayern-, Deutschland- und Europahymne – zu spielen. Nun wurde eine abgeschwächte Variante angekündigt. Der ursprünglich diskutierte Start noch in diesem Schuljahr wurde ebenfalls verworfen.

Kritik kommt unter anderem von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Bayern (GEW). In einer offiziellen Pressemitteilung bezeichnete die GEW Bayern die angekündigte Regelung als „Hymnenpflicht mit der Brechstange“ und kritisierte insbesondere die ausdrückliche Erwähnung des Paragraph 90a StGB (Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole). „Offensichtlich befürchtet das Ministerium, dass die staatlich verordnete Singstunde nicht von allen so bierernst genommen wird wie gewünscht und schwenkt schon mal vorsorglich die Keule des Strafgesetzbuches „, kritisiert GEW-Vize Markus Weinberger das Vorhaben. Für die Landesvorsitzende der GEW Bayern Martina Borgendale seht fest: „Integration, Gemeinschaft und Identifikation stellt man nicht mit Gesangpflichten her“.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Infos: Pressemitteilung GEW und Online-Mitteilung des Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

Muttertags-Konzert eröffnet die Kurkonzert-Saison in Aschau

Muttertags-Konzert eröffnet die Kurkonzert-Saison in Aschau

Aschau / Landkreis Rosenheim – Mit Blasmusik, Frühlingsstimmung und einer kleinen Aufmerksamkeit für alle Mütter startet Aschau am Sonntag, 10. Mai in die diesjährige Kurkonzert-Reihe.

Im Kurpark in Aschau im Chiemgau findet am Sonntag, 10. Mai, um 11 Uhr das traditionelle Muttertags-Konzert statt. Zum Auftakt der diesjährigen Kurkonzert-Saison spielen die Jugendmusikkapelle sowie das Klassenmusizieren Aschau bei einem Blasmusikkonzert auf.

Alle Besucher sind zum gemütlichen Beisammensein und Zuhören eingeladen. Zudem überreicht Erster Bürgermeister Simon Frank allen Müttern eine Rose.
Weitere Informationen gibt es bei der Tourist Info Aschau im Chiemgau unter Telefon 08052/90490 sowie online unter aschau.de.
(Quelle: Pressemitteilung Tourist-Info Aschau im Chiemgau / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Borkenkäfer schwärmt bayernweit – Bauernverband ruft Waldbesitzer zum Handeln auf

Borkenkäfer schwärmt bayernweit – Bauernverband ruft Waldbesitzer zum Handeln auf

München / Bayern – Die Fichtenborkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher sind aktuell bayernweit aktiv und treffen zunehmend auf durch Trockenstress geschwächte Fichten. Der Bayerische Bauernverband (BBV) ruft deshalb Waldbesitzer dazu auf, ihre Bestände jetzt konsequent zu kontrollieren und bei Befall rasch zu reagieren.

Trockenheit schwächt Fichten deutlich

Nach Angaben des BBV setzen große Niederschlagsdefizite und geringe Bodenwasservorräte den Fichten stark zu. Die Bäume können einen Käferbefall dadurch nur noch eingeschränkt abwehren. Damit unterscheide sich die aktuelle Situation deutlich vom Vorjahr.

Die warmen Temperaturen der vergangenen Tage haben zudem den ersten Hauptschwärmflug der Fichtenborkenkäfer ausgelöst. Nach Einschätzung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) werden Buchdrucker und Kupferstecher die anhaltend warme Witterung weiterhin für intensives Schwärmen nutzen. Kurzzeitige Schauer und Gewitter dürften den Flug nur vorübergehend unterbrechen.

BBV: Jetzt auf Befall kontrollieren

Der BBV appelliert daher an Waldbesitzer, ihre Fichtenbestände derzeit besonders sorgfältig zu überprüfen – insbesondere auf sogenanntes Bohrmehl als typisches Anzeichen eines Befalls.

„Kontrollieren Sie deshalb jetzt intensiv ihre Fichtenbestände auf Befall und suchen Sie nach Bohrmehl“, appelliert BBV-Waldpräsident Siegfried Jäger. „Ohne rechtzeitige Entnahme einer Borkenkäferfichte werden im Umfeld bis zu zwanzig weitere Fichten befallen. Jede aufgearbeitete und aus dem Wald verbrachte Borkenkäferfichte zählt!“

Der Verband betont, dass konsequentes Handeln entscheidend sei, um eine weitere Ausbreitung im Jahresverlauf einzudämmen.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Hegeschau und Jahreshauptversammlung des Bayerischen Jagdverbands in Palling

Hegeschau und Jahreshauptversammlung des Bayerischen Jagdverbands in Palling

Palling / Landkreis Traunstein – Im Gasthaus Michlwirt in Palling  (Landkreis Traunstein) findet am Samstag (9.5. 2026) die diesjährige Hegeschau der Kreisgruppe Traunstein des Bayerischen Jagdverbands statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und bietet Einblicke in die Entwicklung der heimischen Wildbestände.

Was ist eine Hegeschau?

Bei einer Hegeschau werden erlegte Stücke aus den Hoch- und Niederwildrevieren eines Jagdgebiets ausgestellt. Sie dient der Bestandskontrolle und Bewertung der Wildentwicklung und ist zugleich ein Bestandteil der jagdlichen Hege, also der Pflege und nachhaltigen Bewirtschaftung der Wildtiere und ihres Lebensraums.

Öffentliche Ausstellung am Vormittag

Zwischen 10.00 und 13.00 Uhr können Interessierte die Ausstellung besuchen. Die Kreisgruppe lädt ausdrücklich auch Nichtmitglieder ein, sich ein Bild von der Situation in den Revieren zu machen.

Amtlicher Teil und Jahreshauptversammlung

Ab 14.00 Uhr folgt der amtliche Teil der Hegeschau. Hier informieren Vertreter verschiedener Behörden über aktuelle Themen rund um Jagd, Wild und Naturschutz.

Im Anschluss beginnt um 15.00 Uhr die Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Traunstein im Bayerischen Jagdverband. Diese ist Mitgliedern, Vertretern des Verbandes sowie geladenen Gästen vorbehalten.
(Quelle: Mitteilung Hubert Hobmaier  / Beitragsbild: Archiv Hubert Hobmaier)

Opel in Rosenheim beschädigt – Verursacher flüchtet

Opel in Rosenheim beschädigt – Verursacher flüchtet

Rosenheim – Ein geparkter Pkw ist am Donnerstag (7.5.2026) auf einem Pendlerparkplatz in der Klepperstraße in Rosenheim beschädigt worden. Der Verursacher entfernte sich anschließend unerkannt. zeugen gesucht.

Ein 47-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Rosenheim hatte seinen schwarzen Opel Corsa gegen 17.00 Uhr auf dem Parkplatz abgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war das Fahrzeug noch unbeschädigt.

Als der Mann gegen 20.45 Uhr zurückkehrte, stellte er eine deutliche Beschädigung an der rechten Fahrzeugseite fest. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei dürfte ein bislang unbekannter Autofahrer beim Vorbeifahren den Opel gestreift und die gesamte Seite zerkratzt haben.
Der entstandene Sachschaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet und bittet um Hinweise.

Zeugenaufruf

Zeugen, die im genannten Zeitraum Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Rosenheimer Polizei unter Telefon 08031/200-2200 in Verbindung zu setzen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

13-jähriger Radfahrer bei Unfall in Miesbach verletzt

13-jähriger Radfahrer bei Unfall in Miesbach verletzt

Miesbach – Ein 13-jähriger Radfahrer ist am Mittwochnachmittag (7.6.2026) in Miesbach bei einem Verkehrsunfall mit einem Pkw verletzt worden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen 17.50 Uhr kam es auf der Rosenheimer Straße zu dem Unfall. Nach Angaben der Polizei war der 13-Jährige mit seinem Fahrrad auf dem Gehweg in Richtung Miesbach unterwegs. Dabei wollte er einem Hindernis ausweichen und geriet nach bisherigen Erkenntnissen zu weit auf die Fahrbahn.

Zeitgleich näherte sich eine 82-jährige Autofahrerin mit ihrem Pkw. Der Radfahrer stieß seitlich mit dem Fahrzeug zusammen und wurde anschließend vom rechten Außenspiegel erfasst. Durch den Aufprall wurde er samt Fahrrad einige Meter auf die Fahrbahn geschleudert.

Rettungskräfte im Einsatz

Zeugen alarmierten sofort Rettungsdienst und Polizei. Der 13-Jährige wurde vor Ort erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Autofahrerin blieb unverletzt.

Keine Hinweise auf Fehlverhalten der Autofahrerin

Bei der Unfallaufnahme waren mehrere Augenzeugen vor Ort, die den Ablauf schilderten. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ergaben sich keine Hinweise auf ein Fehlverhalten der 82-jährigen Autofahrerin.
Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Miesbach / Beitragsbild: Symbolfoto re)

47-Jähriger soll Ex-Partnerin in Traunreut schwer verletzt haben – Untersuchungshaft angeordnet

47-Jähriger soll Ex-Partnerin in Traunreut schwer verletzt haben – Untersuchungshaft angeordnet

Traunreut / Landkreis Traunstein – In einer Asylbewerberunterkunft in Traunreut soll es am Mittwochabend (6.6.2026) zu einem schweren Gewaltdelikt gekommen sein. Ein 47-jähriger Mann steht im Verdacht, seine 30-jährige getrennt lebende Ehefrau erheblich verletzt zu haben. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht, der Tatverdächtige kurz darauf festgenommen.

Opfer im Krankenhaus – keine Lebensgefahr

Gegen 22.00 Uhr ging beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd ein Notruf ein, dass eine Frau in der Unterkunft verletzt worden sei. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 47-Jährige seine Ex-Lebenspartnerin schwer verletzt haben. Anschließend flüchtete er zunächst vom Tatort.

Die 30-jährige nigerianische Staatsangehörige wurde von Rettungskräften in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht und dort stationär aufgenommen. Nach aktuellem medizinischem Stand besteht keine Lebensgefahr.

Großfahndung führt zur Festnahme

Unter der Einsatzleitung der Polizeiinspektion Trostberg leitete die Polizei unmittelbar eine umfangreiche Fahndung ein. Dabei waren auch umliegende Dienststellen sowie ein Polizeihubschrauber beteiligt.

Der dringend Tatverdächtige konnte wenig später im Nahbereich des Tatorts vorläufig festgenommen werden.

Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernahm zunächst die ersten Ermittlungen. Im Anschluss führte das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Traunstein die weiteren Untersuchungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein.
Es besteht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts.

Untersuchungshaft angeordnet

Der 47-jährige nigerianische Beschuldigte wurde am Donnerstag (7. Mai 2026) dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Traunstein vorgeführt. Dieser folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Untersuchungshaft wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.
Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
(Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto)

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Kooperation im Rathaus – Stabilität oder politische Entleerung?

Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Kooperation im Rathaus – Stabilität oder politische Entleerung?

Rosenheim – Mit der konstituierenden Sitzung des neuen Rosenheimer Stadtrats am vergangenen Mittwochabend wurde endgültig sichtbar, was die Kommunalwahl 2026 politisch verändert hat: ein neuer Oberbürgermeister, viele neue Gesichter im Stadtrat, mit der Linken eine neue Partei im Gremium, dafür die Republikaner nicht mehr vertreten. Und damit eine neue Ausgangslage für die kommenden sechs Jahre.

Eintrag vom Freitag, 8. Mai 2026

Wohin die politische Reise in Rosenheim gehen soll, deutete sich bereits am darauffolgenden Tag an. CSU und SPD verschickten eine gemeinsame Pressemitteilung: Noch vor der konstituierenden Sitzung hatten beide Parteien eine neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Tatsächlich ist das nichts Neues. Bereits unter dem früheren Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März arbeiteten CSU und SPD auf dieser Grundlage zusammen. Nun wird dieses Modell auch unter dem neuen Oberbürgermeister Abuzar Erdogan fortgeführt.

Erdogan sprach bei der Unterzeichnung von einer „tragfähigen und verantwortungsvollen Grundlage für die kommenden Jahre“. In wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten brauche es politische Stabilität und den Willen, gemeinsame Lösungen zu entwickeln (wir berichteten).

Ein Satz, der nachvollziehbar klingt. Trotzdem löste diese Nachricht bei mir Unbehagen aus.

Zwischen Kooperation und Koalition

Politisch ist dieser Schritt bemerkenswert – auch wenn der Begriff „Kooperationsvereinbarung“ zunächst harmloser klingt als „Koalition“. Hinter solchen Konstruktionen steckt ebenfalls oft ein erheblicher Anteil an Macht- und Strategiepolitik.

Solche Bündnisse kennt man längst nicht nur aus Rosenheim. Ähnliche Modelle gibt es oder gab es auch in Städten wie München, Nürnberg, Augsburg oder Regensburg – ebenso wie in vielen kleineren Kommunen. Die Bezeichnungen sind dabei oft bewusst diplomatisch: Kooperation, Arbeitsbündnis, Stabilitätspakt oder Zukunftsvereinbarung. Das Wort „Koalition“ wird dagegen meist tunlichst vermieden.

Eine Koalition – wie man sie aus der Bundespolitik kennt – ist sehr verbindlich. Die Partner organisieren eine feste Mehrheit und verpflichten sich im Kern darauf, gemeinsam abzustimmen.

Eine Kooperationsvereinbarung ist formal lockerer angelegt. Die Fraktionen behalten mehr Eigenständigkeit, abweichende Positionen sind zumindest theoretisch möglich.

In der politischen Praxis verschwimmt dieser Unterschied jedoch häufig. Sobald CSU und SPD Haushalte gemeinsam tragen, Projekte abstimmen und dauerhaft Mehrheiten organisieren, entsteht faktisch eine stabile Rathaus-Mehrheit – unabhängig davon, wie man das Bündnis formal bezeichnet.

Pragmatismus mit Nebenwirkungen

Natürlich ist nachvollziehbar, warum Kommunalpolitiker solche Bündnisse eingehen. Die Herausforderungen sind groß. Die finanzielle Lage vieler Städte ist angespannt, auch Rosenheim steht vor schwierigen Entscheidungen: Wohnungsbau, Verkehr, Innenstadtentwicklung und Leerstände werden die Stadtpolitik intensiv beschäftigen.

Da erscheint der Wunsch nach Stabilität und verlässlichen Mehrheiten nur logisch. Kommunalpolitik funktioniert oft pragmatischer als Bundespolitik. Am Ende müssen Straßen gebaut, Schulen saniert und Haushalte beschlossen werden.

Und trotzdem habe ich in den vergangenen sechs Jahren einen unschönen „Nebeneffekt“ beobachtet, das mir bei der neuerlichen Kooperation wieder in den Sinn gekommen ist.

Harte politische Debatten im Stadtrat sind seit der ersten Zusammenarbeit von CSU und SPD deutlich seltener geworden. Viele Diskussionen werden offenbar bereits im Vorfeld intern geklärt. Die Sitzungen wirken dadurch häufig sehr geordnet – manchmal fast zu geordnet.

Natürlich ist es nicht Aufgabe eines Stadtrats, Streit um des Streits willen zu führen. Aber Demokratie lebt davon, dass Positionen sichtbar aufeinandertreffen.

Wenn politische Konflikte fast nur noch hinter verschlossenen Türen stattfinden, entsteht schnell der Eindruck: Die eigentliche Politik passiert längst vorher – und nicht mehr öffentlich nachvollziehbar.

Demokratie muss sichtbar bleiben

Und genau an diesem Punkt beginnen meine Bauchschmerzen.

Denn Demokratie soll nicht nur funktionieren. Sie muss auch sichtbar funktionieren. Öffentliche Debatten haben einen Zweck: Bürger können Argumente nachvollziehen, Positionen vergleichen und Entscheidungen kritisch einordnen.

Wenn dagegen der Eindruck entsteht, dass große Richtungsentscheidungen intern längst feststehen, wirkt Politik schnell technokratisch – oder alternativlos.

Das beschreibt eine Entwicklung, die man als politische Entleerung bezeichnen kann. Nämlich dann, wenn Bürger zunehmend das Gefühl bekommen, dass es kaum noch erkennbare Unterschiede gibt – und Wahlen dadurch an Bedeutung verlieren.

Die Gefahr ist nicht theoretisch. Politikverdrossenheit, sinkende Wahlbeteiligung und Frust über „die da oben“ sind längst real und entstehen oft genau dort, wo Menschen den Eindruck haben, dass politische Entscheidungen im Kern immer von denselben Akteuren getroffen werden.

Zwischen Stabilität und Glaubwürdigkeit

Konsens ist nicht grundsätzlich etwas Schlechtes. Im Gegenteil. Gerade in schwierigen Zeiten braucht Politik Kompromissfähigkeit. Aber Demokratie darf auch mühsam sein. Sie darf ringen, streiten und unterschiedliche Interessen sichtbar machen. Nicht jeder Konflikt ist negativ – oft ist er Ausdruck einer lebendigen politischen Kultur.

Wenn dagegen zu viel Harmonie entsteht, verliert Politik an Spannung und damit auch an Glaubwürdigkeit.

Interessant wird deshalb sein, wie sich CSU und SPD in den kommenden Jahren tatsächlich präsentieren werden. Bleiben Unterschiede sichtbar? Oder wächst der Eindruck, dass politische Alternativen zunehmend verschwimmen?

Auch für beide Parteien selbst birgt die Kooperation Risiken. Die CSU könnte an eigenständigem konservativem Profil verlieren, die SPD ihr sozialdemokratisches Gegenbild. Am Ende könnten beide stärker als Teil desselben politischen Establishments wahrgenommen werden.

Die Profiteure solcher Entwicklungen sind in vielen Städten häufig kleinere Parteien oder Gruppierungen, die von vielen Menschen zunehmend als einzige echte Alternative wahrgenommen werden.

Was also bleibt, ist weniger eine fertige Antwort als vielmehr eine offene Frage:
Wird diese Kooperation zu einem pragmatischen Arbeitsbündnis mit weiterhin sichtbaren Unterschieden – oder wächst in Rosenheim langfristig tatsächlich das Gefühl politischer Alternativlosigkeit?

Wir bei Innpuls.me werden das jedenfalls genau beobachten.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin

25 Jahre Senioren-Union Oberbayern – Feier mit Ilse Aigner in Miesbach

25 Jahre Senioren-Union Oberbayern – Feier mit Ilse Aigner in Miesbach

Miesbach – Die Senioren-Union Oberbayern hat ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Festakt in Miesbach gefeiert. Als Ehrengast nahm Landtagspräsidentin Ilse Aigner an der Veranstaltung teil.

Im Rahmen der Feier überreichten die Bezirksvorsitzende Ilse Weiß und Vorstandsmitglied Sigrid Knothe der Politikerin einen Geschenkkorb mit regionalen Spezialitäten aus der Vogtareuther Region. Darin enthalten waren unter anderem hausgemachte Köstlichkeiten, ein „Druidentrunk“ sowie Fleur de Sel – verbunden mit dem Hinweis, dass Senioren „das Salz in der Suppe“ der Gesellschaft seien.

Neben dem Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre erinnerten Gründungsmitglieder an die Anfänge der Organisation, die sie als herausfordernd beschrieben. Gleichzeitig wurde betont, dass die Anliegen älterer Menschen auch künftig stärker in den Fokus der Politik rücken sollten.
Für ihr langjähriges Engagement wurden mehrere Mitglieder im Rahmen der Veranstaltung geehrt.
(Quelle: Pressemitteilung Senioren-Union Oberbayern / Beitragsbild: Copyright Rudi Linz)