Sandstraße, Rosenheim, um ca. 1910

Sandstraße, Rosenheim, um ca. 1910

Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die Zeit um ca. 1910. Auf der historischen Aufnahme sehen wir die Sandstraße in Rosenheim. 

Im Jahr 1882 wurden die Straßen in Rosenheim neu benannt. Seitdem trägt die Straße, die von der Münchner Straße in Höhe des ehemaligen Gasthofs „Münchner Hof“ abzweigt den Namen „Sandstraße“. Laut dem Rosenheimer Stadtarchiv sollte damit an die Flötzinger`schen Kiesgruben erinnert werden, die ganz in der Nähe lagen. Im Jahr 1900 zählte die Straße gerade mal 8 Hausnummern. Die Bewohner waren überwiegend Eisenbahner. Damit war die Straße ein „Kleine-Leute-Viertel! – auch wenn die Mehrfamilienhäuser durchaus schon sehr imposant erschienen.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Bildtext: Karin Wunsam)

Feuerwerksregelungen für Silvester und Neujahr in Rosenheim

Feuerwerksregelungen für Silvester und Neujahr in Rosenheim

Rosenheim – Zum Jahreswechsel gelten in Rosenheim bestimmte Einschränkungen für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern. Auf dem Max-Josefs-Platz, in der Heilig-Geist-Straße (Fußgängerzone) sowie auf dem Ludwigsplatz im Bereich des Gerinnes ist das Abfeuern von Feuerwerk ganztägig verboten. Ebenso besteht ein generelles Verbot in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Alten- und Kinderheimen.

Die Polizei überwacht die Einhaltung der Vorschriften. Bei Verstößen können Bußgelder von bis zu 10.000 Euro verhängt werden. Grundsätzlich dürfen im übrigen Stadtgebiet nur in Deutschland zugelassene und freiverkäufliche pyrotechnische Gegenstände verwendet werden.

Der Umgang mit Feuerwerkskörpern ist ausschließlich volljährigen Personen gestattet und nur am 31. Dezember sowie am 1. Januar erlaubt. Die Sicherheitshinweise auf den Verpackungen müssen unbedingt beachtet werden, um Personen- oder Sachschäden zu vermeiden. Sorgsames und rücksichtsvolles Verhalten beim Abbrennen von Feuerwerk liegt sowohl im eigenen als auch im allgemeinen Interesse.

Übriggebliebene Karton- oder Papierreste von Feuerwerkskörpern müssen auf öffentlichem Grund entsorgt werden. Pyrotechnikreste enthalten Kunststoff, chemische Verbindungen oder Verbrennungsprodukte und dürfen nicht in Altpapiercontainer gelangen. Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März bittet um Rücksichtnahme: „Auch ich mag das Silvesterfeuerwerk. Tiere allerdings fürchten sich vor dem Lärm und darum appelliere ich, auf Feuerwerk in der Nähe von Ställen oder Tierheimen zu verzichten.“
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto: re)

SPD Rosenheim lädt zum Dreikönigstreffen 2026

SPD Rosenheim lädt zum Dreikönigstreffen 2026

Rosenheim – Zum Auftakt des politischen Jahres 2026 lädt die SPD Rosenheim am Dienstag, 6. Januar, ab 10:00 Uhr zum traditionellen Dreikönigstreffen ein. Veranstaltungsort ist der Happiger Hof, Happiger Straße 23–25 in Rosenheim.

Beim gemeinsamen Frühschoppen wird der Kabarettist Christian Springer das Publikum mit pointierten Beobachtungen und humorvollen Kommentaren zum aktuellen Zeitgeschehen unterhalten. Das Kabarettprogramm bietet einen satirischen Blick auf politische und gesellschaftliche Entwicklungen und soll den Gästen einen unterhaltsamen Start ins neue Jahr ermöglichen.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind bei der SPD Rosenheim erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung SPD Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

Fressnapf Österreich unterstützt Gut Aiderbichl mit Spenden

Fressnapf Österreich unterstützt Gut Aiderbichl mit Spenden

Henndorf / Österreich – Fressnapf Österreich hat Gut Aiderbichl mit einer Geldspende in Höhe von 10.000 Euro unterstützt und im Rahmen einer Kooperation im Jahr 2025 insgesamt 4,7 Tonnen Futter für die geretteten Tiere gesammelt.

Die feierliche Übergabe des Spendenschecks auf Gut Aiderbichl Henndorf (Salzburg) erfolgte in weihnachtlicher Atmosphäre. Hermann Aigner, Geschäftsführer von Fressnapf Österreich, übergab die Spende, die die Versorgung, Pflege und medizinische Betreuung der Tiere unterstützt. Dieter Ehrengruber, Geschäftsführer von Gut Aiderbichl, bedankte sich: „Wir bedanken uns von Herzen bei Fressnapf Österreich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die wertvolle Unterstützung – im Namen unserer geretteten Tiere.“

Fressnapf, führender Fachhändler für Tiernahrung und -zubehör in Österreich, ermöglichte durch Promotion-Aktionen in ausgewählten Filialen die Gewinnung neuer Unterstützerinnen und Unterstützer. So konnten neben der finanziellen Spende auch 4,7 Tonnen Futter für die Tiere gesammelt werden. Ehrengruber betont: „Die große Hilfsbereitschaft zeigt einmal mehr, wie stark das Bewusstsein für Tierwohl in der Gesellschaft verankert ist.“
Quelle:(Pressemitteilung Gut Aiderbichl / Beitragsbild: Copyright Gut Aiderbichl) 

Die Linke stellt Liste für die Kommunalwahl in Wasserburg auf

Die Linke stellt Liste für die Kommunalwahl in Wasserburg auf

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Die Linke Liste Wasserburg hat jüngst in der Theaterbar Wasserburg ihre Kandidatenliste für die Stadtratswahl am 8. März 2026 aufgestellt. Insgesamt treten 22 Kandidaten für die Liste an, die in Kooperation mit Die Linke Rosenheim auftritt.

Angeführt wird die Liste von Sophia Jokisch auf Platz eins, gefolgt von Milan Matijevic und Elisabeth Beck. Die Liste vereint laut Angaben der Partei unterschiedliche Altersgruppen, Lebensrealitäten und Hintergründe. Nach Angaben der Linke Liste Wasserburg kandidieren mehr Frauen als Männer, was den Anspruch auf Gleichstellung auch in der Kommunalpolitik unterstreichen soll.
Inhaltlich setzt die Liste eigenen Angaben zufolge Schwerpunkte auf soziale Gerechtigkeit, bezahlbares Wohnen und Teilhabe für alle Menschen in Wasserburg. Spitzenkandidatin Sophia Jokisch erklärte: „Wasserburg darf kein Ort werden, an dem man sich Wohnen und Teilhabe erst leisten können muss. Wir treten an, um soziale Politik im Stadtrat endlich wieder hörbar und wirksam zu machen.“

Die Aufstellungsversammlung wurde von Maria Boberschmidt, Kreisvorsitzende von Die Linke Rosenheim, sowie von Adelheid Rupp begleitet und moderiert.

Nach Angaben der Partei verlief die Aufstellungsversammlung engagiert und konstruktiv. Die Kandidierenden werden den Angaben zufolge in den kommenden Monaten gemeinsam in den Kommunalwahlkampf ziehen und sich für eine solidarische, soziale sowie lebenswerte Stadt einsetzen, entsprechend dem Motto: „Für eine Stadt, die zu euch hält“.

Kandidaten für die Kommunalwahl 2026 in Wasserburg:

  1. Sophia Jokisch
  2. Milan Matijevic
  3. Elisabeth Beck
  4. Johannes Eidelsburger
  5. Jennifer Junker
  6. Dominic Hausmann
  7. Aline Müller
  8. Florian Beckereit
  9. Anita Arz
  10. Philipp Junker
  11. Magdalena Watzl
  12. Bruno Basche
  13. Silja Beck
  14. Philip Hofbauer
  15. Sarah Baumann
  16. Maria Höller
  17. Dr. Natalina Vicinelli
  18. Luisa Jehle
  19. Ainoah Schwarz
  20. Finja Schmidt
  21. Leonardo Schmidt
  22. Moritz Reil
    (Quelle: Pressemitteilung Die Linke Wasserburg / Beitragsbild: Copyright Die Linke Wasserburg)
Kunstausstellung „Zerbrechlich“ in Wasserburg noch bis 4. Januar

Kunstausstellung „Zerbrechlich“ in Wasserburg noch bis 4. Januar

Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Unter dem Titel „Zerbrechlich“ zeigt die Künstlergemeinschaft Arbeitskreis 68 (AK 68) ihre aktuelle Mitgliederausstellung noch bis zum 4. Januar in der ehemaligen Polizeiinspektion am Kaspar-Aiblinger-Platz 5. Die Ausstellung ist von Donnerstag bis Sonntag, jeweils von 13 bis 18 Uhr, geöffnet.

Normalerweise finden die Ausstellungen des AK 68 im Wasserburger Ganserhaus statt. Wegen Umbauarbeiten nutzten die  Künstler in diesem Jahr die Räumlichkeiten der Alten Polizei. Ergänzend zur aktuellen Ausstellung gab es in den vergangenen Wochen ein Begleitprogramm, unter anderem ein Benefizkonzert mit Heiko Rüsse.

Die Ausstellung präsentiert eine große künstlerische Vielfalt. Ein Schwerpunkt liegt auf Materialien, die von Natur aus zerbrechlich sind: Glas, Keramik, Rost oder Eisen, das unter Belastung bricht. Auch Scherben dienen als Zeugen von Geschichte und erzählen Geschichten von Zeit, Vergänglichkeit und Transformation.

Das Motto „Zerbrechlich“ bezieht sich jedoch nicht nur auf die Materialien. Die Werke reflektieren auch gesellschaftliche und architektonische Brüche – von zerstörter Baukunst über Umweltzerstörung bis zu den Spannungen innerhalb unserer Gesellschaft. Gleichzeitig vermittelt die Ausstellung aber auch positive Perspektiven: Zerbrochenes lässt sich zusammenfügen, reparieren und neu gestalten. In dieser Transformation liegt die Chance, Neues entstehen zu lassen.
Die Ausstellung bietet so einen spannenden Wechsel zwischen kritischem Blick auf Vergänglichkeit und Hoffnung auf Erneuerung.

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag, 13–18 Uhr
Ort: Alte Polizei, Kaspar-Aiblinger-Platz 5, Wasserburg / Landkreis Rosenheim
Ende der Ausstellung: 4. Januar 2026 Weitere Infos hier.
(Quelle :Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Fotomontage Hendrik Heuser)

AfD Rosenheim verabschiedet Kreistagswahlprogramm für 2026

AfD Rosenheim verabschiedet Kreistagswahlprogramm für 2026

Rosenheim – Auf ihrer Mitgliederversammlung hat die AfD Rosenheim ihr Programm für die Landrats- und Kreistagswahl 2026 beschlossen. Unter dem Motto „Jetzt gilt’s – Unser Landkreis wird fit für die Zukunft“ präsentiert die Partei zwölf Kernpunkte, mit denen sie die Kreistagspolitik bürgerfreundlicher, solider und zukunftsorientierter gestalten möchte. Landratskandidat und AfD-Kreisvorsitzender Andreas Winhart zeigte sich zufrieden darüber, dass das Programm einstimmig von den Mitgliedern verabschiedet wurde.

Im Zentrum der Vorhaben stehen nach Angaben der AfD solide Finanzen sowie eine Neuordnung der Mitgliedschaften in Zweckverbänden, Vereinigungen und bei Beteiligungen. Winhart erläuterte in seiner Rede zum Haushalt, dass die Partei Einsparpotenziale durch konsequente Digitalisierung und eine stärkere Bürgerorientierung in der Verwaltung sieht. Das Programm beinhaltet zudem eine Transparenzoffensive, insbesondere im Bereich der Kliniken und zur Nachvollziehbarkeit von Kreistagsentscheidungen.

Mehr Kooperationen zwischen Landkreis und Stadt angestrebt

Darüber hinaus strebt die AfD nach eigenen Angaben eine Intensivierung der Kooperationen zwischen Landkreis und Stadt Rosenheim an. Dies betrifft unter anderem Mobilitätsthemen wie neue Radwege, den Ausbau von Kreisstraßen und die Anpassung des ÖPNV-Angebots nach dem MVV-Beitritt. Auch soziale Themen sollen berücksichtigt werden: Nach Auffassung der AfD soll die Gesundheitsregion Rosenheim gestärkt und Möglichkeiten zur Förderung von Familien und Alleinerziehenden weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sieht die Partei Potenzial, die Aktivitäten landkreiseigener Wohnungsbaugesellschaften und Beteiligungen effektiver zu gestalten.
Landratskandidat Andreas Winhart betonte in der Versammlung: „Ich denke, wir machen den Bürgerinnen und Bürgern ein faires, solides, zeitgemäßes und den vielschichtigen Interessen im Landkreis entsprechend ausgewogenes Angebot. Die Bürger kennen einige unserer Punkte bereits aus der laufenden Kreistagsarbeit. Auf diese bauen wir auf und wollen vieles besser machen – nicht nur bei den Asylunterkünften.“
(Quelle: Pressemitteilung AfD Rosenheim / Beitragsbild: AfD Rosenheim)

Hunderte schwarze Nasen in Traunstein – Kaminkehrer bringen Glück und schenken Freude

Hunderte schwarze Nasen in Traunstein – Kaminkehrer bringen Glück und schenken Freude

Traunstein – Am morgigen Mittwoch steht der Jahreswechsel bevor – und wer kann da nicht ein bisschen Glück gebrauchen? Traditionell sollen Kaminkehrer genau das bringen – und diese Aufgabe nahmen die Schornsteinfeger aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein beim Neujahrsaktionstag auf dem Traunsteiner Maxplatz besonders ernst. Hunderte Passanten bekamen schwarze Nasen, viele lächelnde Gesichter entstanden, und gleichzeitig sammelten die Kaminkehrer Spenden für zwei Familien in Not. Unterstützung kam von der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung Pape & Co., die 3.000 Euro beisteuerte.

Rußfleck als Glücksbringer. Fotos: Hubert Hobmaier

Ein kleiner Rußfleck als Neujahrsgruß. Fotos: Hubert Hobmaier

Die „Glücksbringer-Neujahrsaktion“ gibt es inzwischen seit 25 Jahren. Rund 50 Kaminkehrer waren vor Ort, verzierten Gesichter und Nasen mit Ruß und wünschten den Menschen ein glückliches neues Jahr. „Manche kommen mittlerweile extra wegen der schwarzen Nase zu unserer Aktion in die Stadt“, schmunzelt Siegfried Waak aus Unterwössen, alias „Da Ruaß“. Seine Frau bastelte zudem kleine Kaminkehrer aus Ton, die gegen eine Spende mitgenommen werden konnten.

Neben dem Brauch stand die Hilfe für Familien im Mittelpunkt. Am Glühweinstand und an den Spendenbehältern sammelten die Kaminkehrer Gelder für zwei Kinder, die dringend auf Unterstützung angewiesen sind. Die Mutter, deren dreijährige Tochter Helena ein Therapierad benötigt, sagte: „Solche Geräte kosten bis zu 10.000 Euro. Wir sind für diese großzügige Unterstützung mehr als dankbar. Eine andere Mutter aus Laufen ergänzte: „Wir benötigen für meinen Sohn Benedikt dringend ein behindertengerechtes Fahrzeug. Sowohl die Anschaffung des Autos als auch der notwendige Umbau für den Rollstuhltransport verursachen hohe Kosten.“

Kaminkehrer als Glücksbringer

Bezirkskaminkehrermeister Michael Haase betonte: „Kaminkehrer gelten seit jeher als Glücksbringer. Deshalb sehe ich es als unsere Pflicht, Menschen zu helfen und ihnen ein Stück Glück zu schenken.“ Die Vertreter von Pape & Co. überreichten zwei Spendenschecks über jeweils 1.500 Euro. Insgesamt konnten die Familien jeweils 3.000 Euro erhalten. „Gibt es etwas Schöneres, als anderen zu helfen?“, sagte Thaddäus Mußner aus Freilassing.
Am Rande des Aktionstags informierte Michael Haase zudem über den Berufsstand: In beiden Landkreisen gibt es rund 80 Kaminkehrer, zwölf Lehrlinge werden derzeit ausgebildet, und die Frauenquote sei „gut bis sehr gut“. Viele junge Kaminkehrer unterstützten die Aktion – ein positives Zeichen für die Zukunft des Berufsstandes und der traditionellen Neujahrsaktion.
(Quelle: Artikel Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Karin Wunsam)

Demoankündigung gegen geplante Sammelunterkunft in Rott am Inn

Demoankündigung gegen geplante Sammelunterkunft in Rott am Inn

Rott am Inn / Landkreis Rosenheim – Am 6. Januar 2026 um 10  Uhr ruft die Bürgerinitiative Rott Rottiert zu einer Demonstration gegen die geplante Sammelunterkunft für mehrere hundert Flüchtlinge in Rott am Inn auf.

Nach Auffassung der Bürgerinitiative hält der Rosenheimer Landrat trotz einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs an dem Vorhaben fest. Zudem sei erneut ein Bauantrag eingereicht und eine Ausnahme von der geltenden Veränderungssperre beantragt worden. Die Initiative kritisiert, dass dadurch erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen in Verwaltung, Politik und Justiz gebunden würden – auf kommunaler, regionaler und staatlicher Ebene.

Die Bürgerinitiative bezeichnet dieses Vorgehen als Missachtung des Bürgerwillens und fordert die sofortige Einstellung des Vorhabens sowie eine gerechte, dezentrale und faire Verteilung von Schutzsuchenden im Landkreis Rosenheim. Großunterkünfte lehnt die Initiative ausdrücklich ab. „Integration anstatt Verwahrung“, betont die Bürgerinitiative.

Autokorse startet hinter dem Rathaus

Der Treffpunkt für den Autokorso ist am 6. Januar um 10:00 Uhr am Parkplatz hinter dem Rathaus in Rott am Inn. Von dort aus fährt der Korso gemeinsam zum Kloster Seeon, wo zeitgleich die CSU-Klausurtagung stattfindet. In Zusammenarbeit mit der Feuerwehr werden nahegelegene Parkmöglichkeiten bereitgestellt.
Vor Ort werden unter anderem Markus Söder und Friedrich Merz erwartet. Die Bürgerinitiative will die Gelegenheit nutzen, um auf das Vorgehen des Rosenheimer Landrats aufmerksam zu machen und die politischen Verantwortlichen über die Situation zu informieren.

Angesichts der bevorstehenden Kommunalwahl sieht die Bürgerinitiative die Notwendigkeit, ein klares Signal an Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu senden. Entscheidungen und Bürgerbeteiligung müssten ernst genommen und respektiert werden, betont die Initiative.

Die Bürgerinitiative Rott Rottiert stellt klar, dass sie sich von Hass, Diskriminierung, Gewalt sowie jeglicher Form von rechts- oder linksextremem Verhalten distanziert. Ziel sei eine sachliche, demokratische Auseinandersetzung aus der Mitte der Gesellschaft. Die Initiative betont, dass keine Gemeinde durch die notwendige Unterbringung von Schutzsuchenden überfordert werden dürfe.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sind verfügbar unter:
www.rott-rottiert.de
(Quelle: Pressemitteilung Rott Rottiert / Beitragsbild: Copyright Rott Rottiert)

Kammerer Nikoläuse spenden an die Traunsteiner Tafel

Kammerer Nikoläuse spenden an die Traunsteiner Tafel

Traunstein – Auch in diesem Jahr haben die Nikoläuse der Pfarrgemeinde Kammer (Landkreis Traunstein)  in der Adventszeit viele Kinder begeistert: Insgesamt 96 Kinder aus 41 Familien erhielten kleine Geschenke. „Das macht uns jedes Jahr große Freude“, berichtet Josef Schmalzbauer, der gemeinsam mit Nikolaus Johann Wimmer unterwegs war.

Die Familien zeigten sich großzügig und spendeten insgesamt 800 Euro, die nun an Claudia Haider, Vorsitzende der Traunsteiner Tafel, übergeben wurden. Sie erklärte: „Wir unterstützen in der Stadt Traunstein sowie im südlichen Landkreis Traunstein rund 300 Menschen mit Lebensmitteln, darunter etwa 100 Kinder. Das Geld kommt in jedem Fall genau dort an, wo es gebraucht wird.“
Die Nikoläuse wurden von „Kramperl“ Marina und Christian Brunner sowie Raphael Lorenz begleitet. Für Fahrdienste sorgten Markus Wimmer und Martin Pohl, die Verpflegung übernahmen Martina Weber und Hildegard Jobst, die Organisation lag bei Pfarrsekretärin Betina Hackl.

„Die Aufregung bei den Kindern und die strahlenden Augen, wenn sie ihre kleinen Geschenke erhalten, sind für mich immer wieder ganz besondere Momente“, sagt Johann Wimmer. Schmalzbauer ergänzt: „Wir spenden schon seit längerer Zeit die an Erntedank in der Kirche gesammelten Lebensmittel an die Traunsteiner Tafel. Daraus entstand die Idee, diese wichtige Einrichtung zusätzlich auch finanziell zu unterstützen.“

Die Traunsteiner Tafel besteht seit 1996 und versorgt Menschen mit geringem Einkommen zuverlässig mit Lebensmitteln. Rund 60 Ehrenamtliche sorgen dafür, dass die Spenden Woche für Woche bei den Bedürftigen ankommen. Neben Sachspenden kann die Tafel auch durch Mitgliedschaften unterstützt werden. Berechtigungsscheine zur Lebensmittelversorgung werden über die Diakonie ausgestellt.
Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

Fünf Hirsche finden ein neues Zuhause auf Gut Aiderbichl Kärnten

Fünf Hirsche finden ein neues Zuhause auf Gut Aiderbichl Kärnten

Micheldorf / Kärnten – Ein Happy End kurz vor Weihnachten: Damhirsch „Bruno“ und vier weitere Hirsche haben auf Gut Aiderbichl Kärnten ein neues Zuhause gefunden – und sind damit dem sicheren Tod entgangen.

Hirschrettung mit Happy End auf Gut Aiderbichl Kärnten. Fotos: Copyright Wolfgang Handler

Damhirsch Bruno und vier weitere Hirsche haben in letzter Minute auf Gut Aiderbichl Kärnten ein neues Zuhause gefunden. Fotos: Copyright Wolfgang Handler

Im Sommer waren sechs von sieben Damhirschen aus einem Gehege in Maiernigg (Kärnten) entkommen. Die Tiere streiften entlang der Sattnitz und durch das Siedlungsgebiet rund um den Abfluss des Wörthersees. Freilaufendes Wild stellt jedoch eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr dar. Zwei der Hirsche mussten bereits geschossen werden.

Gehege sollte aufgelöst werden

Dass Hirsch Bruno und seine vier Artgenossen überleben konnten, ist dem Einsatz mehrerer Tierfreunde zu verdanken. Bruno hatte sich im Sommer so sehr an Menschen gewöhnt, dass Anwohner ihn aus der Hand füttern konnten. Gemeinsam mit drei weiteren entlaufenen Hirschen wurde er im Herbst zurück in das Gehege gebracht – doch dann drohte erneut Gefahr: Das Gehege sollte aufgelöst werden.
Tierschützerin Irina Lino und der zuständige Jagdleiter der Jagdgesellschaft Klagenfurt-Viktring, Klaus Riegler, setzten sich dafür ein, Alternativen zu finden. Kurz vor Weihnachten kam die entscheidende Lösung: Gut Aiderbichl erklärte sich bereit, alle fünf Hirsche aufzunehmen.

Hirschrettung mit Happy End auf Gut Aiderbichl Kärnten. Fotos: Copyright Wolfgang Handler

Hirsch Bruno und seine vier Artgenossen sind nun auf Gut Aiderbichl in Micheldorf in Sicherheit.

„Als wir das 2,6 Hektar große Gelände sichteten, in dem sich die Hirsche aufhielten, war schnell klar: Das wird kein Honiglecken“, berichtet Markus Leitner, Gutsleiter von Gut Aiderbichl Kärnten. Die Tiere wurden über steiles Gelände transportiert. Ein Tierarzt begleitete die Aktion und sedierte die Hirsche sanft, um Stress zu vermeiden. Stunden später waren alle Tiere sicher auf dem Weg nach Micheldorf.

„Ich bin Tierschützerin, seit ich denken kann“, sagt Irina Lino. „Bruno ist mir sehr ans Herz gewachsen. Dass er und die anderen jetzt leben dürfen, ist für mich ein echtes Weihnachtswunder.“
Markus Leitner ergänzt: „Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten – von den engagierten Tierfreunden über das Tierärzteteam bis hin zu den unterstützenden Medien. Diese Geschichte erzählt von echtem Mitgefühl!“
(Quelle: Pressemitteilung Gut Aiderbichl / Beitragsbild, Fotos: Wolfgang Handler)

Beleidigungen an Absperrungen: Appell der Feuerwehr Traunstein

Beleidigungen an Absperrungen: Appell der Feuerwehr Traunstein

Traunstein – Die Feuerwehr Traunstein thematisiert zunehmend ein Problem im Straßenverkehr: Einsatzkräfte sehen sich an Absperrungen immer häufiger verbalen Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt. Kommandant Christian Schulz spricht über die Beweggründe für ein Video, das die Wehr in den sozialen Medien veröffentlicht hat, und richtet einen Appell an Verkehrsteilnehmer.

Beleidigungen, Bedrohungen oder umgefahrene Ausrüstungsgegenstände gehören seit einigen Jahren immer häufiger zum Alltag der Feuerwehrleute. Besonders oft treten solche Vorfälle bei Straßensperrungen infolge von Verkehrsunfällen oder im Rahmen von Veranstaltungen auf, wenn Verkehrsteilnehmer ihre geplante Route nicht wie vorgesehen nutzen können.
In einem kurzen Video hat die Feuerwehr Traunstein dieses Thema aufgegriffen. „Wir haben hier sehr viel Zuspruch erhalten“, resümiert Christian Schulz. Auf Facebook wurde das Video rund 65.000-mal angesehen und mit etwa 1.300 „Likes“ versehen, auf Instagram erreichte der Beitrag knapp 90.000 Aufrufe und rund 2.200 „Likes“.

Hier  das Video auf Facebook: 
„Hinter jeder Uniform steckt auch ein Mensch“

„Hinter jeder Uniform steckt auch ein Mensch“, betont Schulz. Frauen und Männer engagierten sich freiwillig im Dienst am Nächsten und sorgten bei Veranstaltungen sowie Einsätzen im Straßenverkehr für Sicherheit. „Niemand sperrt eine Straße ohne Grund“, stellt der Kommandant klar, „und die Feuerwehr hat keinerlei Interesse daran, Verkehrsteilnehmer zu schikanieren oder zu gängeln.“

Bei Einsätzen im Straßenverkehr liegt meist ein Unfall zugrunde: Verletzte müssen gerettet oder getötete Personen aus Fahrzeugen geborgen werden. „Bei Veranstaltungen wird eine Straßensperrung meist durch das Ordnungsamt der jeweiligen Kommune angeordnet“, erklärt Schulz. „Darüber hinaus wird dies im Vorfeld in den Amtsblättern kommuniziert.“

Gerade bei wiederkehrenden Veranstaltungen wie dem Traunsteiner Georgiritt, der jedes Jahr am Ostermontag durch die Innenstadt führt, stellt sich der Kommandant immer wieder die Frage: „Warum sind es ausgerechnet viele einheimische Verkehrsteilnehmer, die unsere Einsatzkräfte regelmäßig beschimpfen und beleidigen?“ Auswärtige Fahrer reagierten seiner Beobachtung nach deutlich gelassener.

Rund 40 Vorfälle pro Jahr

Rund 40 Vorfälle verbaler Entgleisungen oder Sachbeschädigungen wurden 2025 bei der Feuerwehr Traunstein registriert. Diese reichten von Beschimpfungen wie „dummer Hund“ oder „Trottel“ bis hin zu Beleidigungen aus der „untersten Schublade“. Besonders drastisch werde es, wenn Fahrzeuge als Waffe eingesetzt werden: „Wenn Einsatzkräfte bewusst mit Fahrzeugen bedrängt oder durch Aufheulen des Motors eingeschüchtert werden“, so Schulz.

Mehrfach mussten Ausrüstungsgegenstände wie Verkehrsleitkegel oder Faltsignale ersetzt werden. „Gerade bei vergleichsweise kleinen Schäden werden Anzeigen aufgrund der Geringfügigkeit häufig nicht weiterverfolgt“, bedauert Schulz. Auffällige Unterschiede zwischen Fahrerinnen und Fahrern verschiedener Altersgruppen gebe es nicht.

Auch Radfahrer zeigen laut Schulz immer wieder ein ausgeprägtes Machtverhalten, ignorieren Absperrungen oder fahren mit Schwung auf Einsatzkräfte zu. Fußgänger hingegen ließen sich meist gut an Einsatzstellen vorbeileiten. Lobende Worte findet Schulz für viele Lkw-Fahrer: „Diese reagieren bei Streckensperrungen häufig sehr gelassen und nutzen die Situation beispielsweise für ihre vorgeschriebene Pause.“ Gleichzeitig betont er: „Natürlich darf man nicht alle Autofahrer über einen Kamm scheren. Viele von ihnen reagieren gelassen und situationsangepasst. Dennoch ist eine Zunahme von Beleidigungen und Bedrohungen gerade von dieser Personengruppe spürbar.“

Selbstkritik bei Sicherungsausrüstung und Ausbildung

Selbstkritisch äußert sich Schulz insbesondere zur Ausrüstung: „Die Fahrzeugbeleuchtung hat sich in den vergangenen Jahren zwar deutlich verbessert, doch unsere Einsatztechnik, etwa Warnlampen, entspricht teilweise noch dem Stand von vor 20 Jahren.“ Er appelliert an die Ausrüster, die Technik dringend anzupassen.

Auch die Ausbildung innerhalb der Feuerwehren sieht Schulz kritisch: „Wir sind in vielen Bereichen ein ‚Mädchen für alles‘ und ausbildungstechnisch breit aufgestellt. Bei der deeskalierenden Gesprächsführung gibt es jedoch sicherlich noch Lernfelder.“ Neben der Persönlichkeit jedes einzelnen Feuerwehrmitglieds seien rhetorische Kompetenzen erforderlich, um mit aufgebrachten Verkehrsteilnehmern angemessen umgehen zu können.

Obwohl die Gruppenführer bei der Personalplanung versuchen, für Straßensperren geeignete Persönlichkeiten einzuteilen, lasse sich dies bei Freiwilligen Feuerwehren nicht immer steuern. „Gerade tagsüber sind wir oft froh, wenn wir alle benötigten Fahrzeuge überhaupt besetzen können. Entsprechend schwieriger wird dann auch die Personalauswahl“, schildert Schulz.

„Möchte ich so behandelt werden?“

Schulz wünscht sich ein spürbares Mehr an Gelassenheit im Umgang miteinander: „Natürlich darf man auch einmal Druck abbauen und seinen Unmut über ein ungeplantes Ereignis äußern. Darüber ist auf Seiten der Feuerwehr niemand eingeschnappt.“ Gleichzeitig richtet er einen Appell an alle Verkehrsteilnehmer: „Wenn es uns gelingt, ein Gespräch ohne Beleidigungen oder Bedrohungen zu führen, dann haben wir bereits viel erreicht.“

Die entscheidende Frage für den Kommandanten lautet: „Möchte ich selbst so behandelt werden?“ Es sei wichtig, das eigene Verhalten regelmäßig zu reflektieren. „Wenn dadurch auch nur eine Handvoll verbaler Entgleisungen verhindert werden kann, ist das ein Gewinn – für das ehrenamtliche Engagement ebenso wie für ein gutes gesamtgesellschaftliches Miteinander“, so Christian Schulz abschließend.
Das Video der Feuerwehr Traunstein zum Thema Beleidigungen und Bedrohungen an Absperrungen ist auf Facebook abrufbar: Hier auf Facebook ansehen.
Quelle:(Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)