Es war einmal ein kleiner Löwe, der seine steinernen und goldenen Verwandten in Bayern besuchte. ZufĂ€llig kam er genau in der Adventszeit an, als in den 25 kreisfreien StĂ€dten und 2.056 Gemeinden alles funkelte, nach PlĂ€tzchen und TannengrĂŒn duftete und die Menschen mit Taschen und Paketen durch die StraĂen eilten. Neugierig fragte er: âWer bringt all diese Geschenke, die die Kinder zu Weihnachten bekommen?â
Das Christkind
Zuerst erfuhr er vom Christkind. Ein himmlisches Wesen, das an Heiligabend lautlos durch die Stuben schwebt und die Geschenke unter den Baum legt â fast so leise wie auf Löwenpfoten, wie eine bayerische Dame lĂ€chelnd erklĂ€rte.
Passend dazu werden in Bayern auf einer FlĂ€che von 47,0 Hektar ChristbĂ€ume angebaut (Baumschulerhebung 2025). Viele Wohnzimmer werden damit festlich geschmĂŒckt. Wer es kleiner mag, greift vielleicht auf einen der 2,8 Millionen Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) zurĂŒck, die 2025 in Bayern angebaut wurden.
Am Heiligabend erhalten hunderte Familien zudem ein ganz besonderes Geschenk: ein neues Familienmitglied. 2024 wurden am 24. Dezember insgesamt 206 Kinder geboren, 2023 waren es 232 und 2022 sogar 250.
Der Weihnachtsmann
Dann lernte der kleine Löwe den Weihnachtsmann kennen. Jedes Jahr plant er seine lange Reise sorgfĂ€ltig â unterstĂŒtzt von den Zahlen des Zensus 2022. In Bayern besucht er rund 770.000 Privathaushalte, in denen 1,1 Millionen Kinder unter neun Jahren leben.
Dabei klettert er durch 496.430 Schornsteine von HĂ€usern mit Holz-, Gas-, Ăl- oder Kohleheizung und 146.132 HaustĂŒren von allen anderen GebĂ€uden. Auch etwa 20.000 Kinder in GemeinschaftsunterkĂŒnften, darunter GeflĂŒchtete oder Wohnungslose, werden besucht. Die meisten Kinder wohnen in Oberbayern (36,8 %), gefolgt von Schwaben (15,1 %) und Mittelfranken (13,6 %).
FĂŒr seine MĂŒhen bekommt der Weihnachtsmann traditionell Kekse und ein Glas Milch angeboten. In dieser Adventszeit sind die Preise fĂŒr Kekse um 1,8 % gestiegen, Vollmilch um 3,4 %. Selbstgebackene PlĂ€tzchen wie ButterplĂ€tzchen oder SpritzgebĂ€ck sind hingegen gĂŒnstiger: etwa 8,5 % bzw. 4,9 % im Vergleich zum Vorjahr.
Paketbotinnen und -boten
SchlieĂlich begegnete der kleine Löwe einem Paketboten, der gerade aus einem gelben Lieferwagen stieg. Auch die BeschĂ€ftigten bei Post-, Kurier- und Expressdiensten leisten rund um Weihnachten einen wichtigen Beitrag. Im Dezember 2024 waren in Bayern insgesamt 84.858 Menschen im Einsatz, um die zahlreichen Pakete rechtzeitig zuzustellen â âein echtes groĂes Rudelâ, wie der kleine Löwe feststellte.
So viel sei sicher: Ob Christkind, Weihnachtsmann oder Paketdienst â alle haben viel zu tun, damit die Geschenke rechtzeitig unter den Baum kommen.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt fĂŒr Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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