Rosenheim / Landkreis – Ein niedrigschwelliges Angebot zur Suizidprävention wird in Rosenheim auch im kommenden Jahr fortgesetzt: Die Malteser bieten weiterhin offene Gespräche für Menschen an, die sich in schweren Lebenssituationen befinden und belastende Gedanken erleben. Ziel ist es, zuzuhören, zu begleiten und frühzeitig Unterstützung zu ermöglichen.
Seit Herbst 2023 unterhalten die Malteser einen Beratungsdienst für Menschen mit Todeswünschen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Menschen mit schweren Erkrankungen oder dauerhafter Pflegebedürftigkeit sowie an deren Umfeld. Seit Juni 2025 gibt es zusätzlich offene Sprechstunden im Malteserhaus Rosenheim. „Viele Menschen haben sich dankbar für das niederschwellige und unverbindliche Angebot gezeigt, deshalb werden wir die offenen Sprechstunden im Jahr 2026 fortsetzen“, erklärt Projektleiterin Claudia Hanrieder.
Die Termine im ersten Halbjahr 2026 finden jeweils montags am 12. Januar, 9. Februar, 16. März und 13. April von 10 bis 13 Uhr im Malteserhaus in der Rathausstraße 25 in Rosenheim statt. Eine Anmeldung ist möglich, ein spontanes Vorbeikommen ebenfalls. Gegebenenfalls ist mit Wartezeit zu rechnen.
Ängsten Raum geben
Hanrieder ist Heilpraktikerin für Psychotherapie mit Schwerpunkt Gesprächstherapie und Mediatorin. Sie lädt Betroffene, Angehörige, Kontaktpersonen sowie Interessierte zu Gesprächen ein. Dabei gehe es ausdrücklich um Suizidprävention, betonen die Malteser. „Wir nehmen Menschen ernst, die so nicht mehr leben wollen“, sagt Hanrieder. In den Gesprächen begegne sie den Menschen mit Respekt und Einfühlungsvermögen und gebe den Beweggründen und Ängsten Raum, die hinter solchen Gedanken stehen.
Neben den offenen Sprechstunden können auch Telefonate sowie persönliche Gespräche bei den Betroffenen zuhause oder in der Geschäftsstelle der Malteser vereinbart werden. Informationen und Anmeldung sind per E-Mail an claudia.hanrieder@malteser.org
, telefonisch unter 08031/80957-255 (Montag und Dienstag) oder über www.malteser-rosenheim.de möglich. Alle Anfragen werden vertraulich behandelt.
Nach Angaben der Malteser richtet sich das Präventionsangebot an Menschen, die ohne akuten Handlungsdruck erste Gedanken entwickeln, den Tod als Ausweg aus einer belastenden Situation in Erwägung zu ziehen. Das Projekt wird aus Mitteln des Hospiz- und Palliativfonds der Erzdiözese München und Freising finanziert.
Bei akuten Krisen und drohendem Suizid stehen die Telefonseelsorge unter der Nummer 116 123 sowie der Krisendienst Bayern unter Telefon 0800 655 3000 rund um die Uhr kostenfrei zur Verfügung.
‚(Quelle: Pressemitteilung Malteser Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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