Südliches Oberbayern – Brände, Streitigkeiten und ein Schusswaffengebrauch: Die Silvesternacht forderte die Polizei im südlichen Oberbayern in besonderem Maß. Welche Ereignisse zum Jahreswechsel im südlichen Oberbayern besonders ins Gewicht fielen, zeigt eine erste Bilanz der Polizei.
Die Nacht auf den Jahreswechsel 2026 verlief im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd einsatzreich. Mehr als 600 Einsätze beschäftigten die Beamten der Polizeidienststellen im südlichen Oberbayern. Um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten, zeigte die Polizei in der Silvesternacht erhöhte Präsenz. Erwartungsgemäß stieg die Zahl der Einsätze rund um Mitternacht deutlich an und hielt bis in die frühen Morgenstunden an.
Den polizeilichen Schwerpunkt bildeten Ruhestörungen, Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen sowie Streitigkeiten.
Zum Jahreswechsel kam es zudem zu rund 80 kleineren Bränden von Hecken, Zäunen oder Papiertonnen, die häufig durch Feuerwerk, Raketen oder Böller ausgelöst wurden. Die eingesetzten Feuerwehren brachten die Brandherde rasch unter Kontrolle und löschten sie ab. Dabei kam es zu keinen Personenschäden und meist nur zu geringfügigen Sachschäden. In zwei Fällen brannten jedoch Wohngebäude, wobei hoher Sachschaden entstand.
Auszug bedeutender Ereignisse in der Silvesternacht:
Kolbermoor, Lkr. Rosenheim:
Kurz vor Mitternacht am 31. Dezember 2025 brach in einer Wohnung in der Rosenheimer Straße ein Brand aus. Die Bewohner waren nicht zuhause und wurden durch die Einsatzkräfte informiert. Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf etwa 150.000 bis 200.000 Euro.
Bad Endorf, Lkr. Rosenheim:
Wenige Minuten vor Mitternacht geriet am 31. Dezember 2025 ein leerstehendes Gewerbegebäude in der Hofhamer Straße in Brand. Das Feuer verursachte hohen Sachschaden. Die Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen.
Traunstein:
Am Nachmittag des 31. Dezember 2025 wurde im Stadtgebiet eine bislang unbekannte Person mit einer augenscheinlichen Schreckschusswaffe gesichtet. Der Mann wurde anschließend mehrfach von Zeugen gesehen, konnte trotz Fahndung jedoch nicht identifiziert werden. In der Silvesternacht meldeten Zeugen kurz vor 2 Uhr erneut eine männliche Person mit einer Waffe in der Hand im Stadtgebiet; dabei soll auch ein Schuss abgegeben worden sein. Zu diesen Fällen berichtet die Polizeiinspektion Traunstein gesondert und bittet um Zeugenhinweise.
Fischbachau, Lkr. Miesbach:
In den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2026 kam es bei einem Bedrohungseinsatz zum polizeilichen Schusswaffengebrauch. Ein 33-Jähriger wurde dabei schwer verletzt. Hierzu kündigt die Polizei eine gesonderte Pressemeldung im Laufe des Tages an.
Diese Übersicht stellt eine erste vorläufige Silvesterbilanz dar. Nachträglich bekannt gewordene Vorkommnisse sind darin möglicherweise noch nicht enthalten. Im Laufe des Tages ist mit weiteren Meldungen der Polizei zu einzelnen Einsätzen und Ereignissen aus der Silvesternacht zu rechnen.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)
Weitere Polizeimeldungen zur Silvesternacht in der Stadt Rosenheim findet Ihr hier.


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