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Kesselwagen mit Gefahrgut bei Rosenheim entgleist – Bahnbetrieb stark beeinträchtigt

Beim Bahnunfall am Silvester-Nachmittag bei Raubling entgleiste ein Waggon eines Gefahrguttransports. Es kam zu keinem Gefahrgutaustritt. Foto: Clopyright Budnespolizeiinspektion Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

1. Januar 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Raulbing / Landkreis Rosenheim – Auf der Zugstrecke zwischen Rosenheim und Kufstein, Höhe Raubling,  ist am Mittwochnachmittag (31.12.2025) ein Waggon eines Güterzugs entgleist. Es handelte sich um einen Kesselwagen mit einem giftigen und leicht entzündlichen Stoff. Der Lokführer brachte den Zug auf Höhe Raubling zum Stehen, ein Austritt des Gefahrguts trat laut Feuerwehr nicht ein.

Der entgleiste Waggon kippte nicht um, fuhr jedoch mit seinem Drehgestell mehrere Kilometer jenseits der Schienenstränge auf dem Gleiskörper. Dabei wurden Schienen und Schwellen in dem Abschnitt erheblich beschädigt. Der Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen auf mehrere Millionen Euro beziffert.

Strecke musste vollständig gesperrt werden

Da der Waggon teilweise in das gegenüberliegende Gleis ragte, musste die Strecke zwischen Rosenheim und Kufstein zunächst vollständig gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag konnte der entgleiste Wagen vom Rest des Güterzugs getrennt und mit Spezialbergegerät aus dem Gegengleis gehoben werden. Anschließend war ein eingeschränkter einseitiger Bahnbetrieb wieder möglich. Ob die notwendigen Reparaturen Tage oder Wochen dauern, ist derzeit noch unklar. Die Ursache des Unfalls ist laut Bundespolizei noch nicht bekannt; die Ermittlungen werden voraussichtlich längere Zeit in Anspruch nehmen.

An der Unfallstelle waren neben dem Notfallmanagement der Bahn und der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung die Feuerwehr Raubling, die Polizeiinspektion Brannenburg sowie die Bundespolizeiinspektion Rosenheim im Einsatz. Zur Schadensermittlung am Gleiskörper liefen Bundespolizisten den Streckenabschnitt Richtung Rosenheim ab, unterstützt von der Feuerwehr Kiefersfelden mit einer Drohne aus der Luft.

Schottersteine trafen geparkte Autos

Mehrere Anwohner meldeten Schäden an ihren in der Nähe des Gleisbereichs geparkten Fahrzeugen. Den Mitteilungen zufolge hatten umherfliegende Schottersteine, die offenbar vom entgleisten Drehgestell stammen, die Pkw getroffen. Die Bundespolizei in Rosenheim bittet Personen, die ebenfalls Schäden an Fahrzeugen festgestellt haben, sich unter der Rufnummer 08031/80262102 zu melden.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

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