Oberbayern Süd – Im vierten Quartal 2025 kam es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erneut zu zahlreichen betrügerischen Anrufen. Einige Betroffene übergaben Geld oder Wertgegenstände an die Täter. Dank aufmerksamer Opfer, Bankmitarbeiter und Polizeikräfte konnten jedoch mehrfach Betrugstaten verhindert und tatverdächtige Abholer festgenommen werden.
Die Kriminalpolizei registrierte im Zeitraum Oktober bis Dezember mehr als ein Dutzend Fälle, in denen die Täter Erfolg hatten. Dabei wurden Bargeld und Wertgegenstände im Gesamtwert von über 1.000.000 Euro ausgehändigt. In Einzelfällen konnten Übergaben, wie am 20. Oktober 2025 in Rosenheim, rechtzeitig gestoppt werden. Besonders ältere Menschen werden bei den bekannten Betrugsmaschen „Schockanruf“ oder „falscher Polizeibeamter“ häufig gezielt angesprochen. Ein aktuelles Beispiel aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen zeigt die Gefährlichkeit der Maschen: Ein 95-Jähriger übergab nach mehreren Schockanrufen Bargeld im Wert von knapp 60.000 Euro an einen unbekannten Abholer.
Die Polizei setzt verstärkt auf Prävention: In Fachvorträgen, Beratungen und dem Präventionskabarett „Ned mit mir“ werden die gängigen Betrugsmaschen erklärt. Aufmerksame Bankmitarbeiter verhindern ebenfalls regelmäßig die Übergabe von Bargeld an Täter.
Das Polizeipräsidium warnt eindringlich und gibt Verhaltenstipps:
- Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Ihrer Wohnadresse oder im öffentlichen Bereich an unbekannte Personen.
- Die Polizei oder andere Ermittlungsbehörden würden Sie niemals telefonisch zur Übergabe auffordern. Legen Sie auf und rufen Sie den Polizeinotruf 110.
- Sprechen Sie das Thema „Enkeltrick“ und „Schockanrufe“ im Familien- und Bekanntenkreis an, um Angehörige zu sensibilisieren.
Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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