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Brennerdialog startet Aktion „Flagge zeigen“ zur Alternativvariante des Brenner-Nordzulaufs

Die Bürgerinitiativen Rosenheim Land starten Aktion "Flagge zeigen" und werben damit für Alternativvarianten zum Brenner-Nordzulauf. Foto: Copyright Brennderialog Rosenheim Land e.V.

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

18. Januar 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Der Brenner-Nordzulauf ist ein seit vielen Jahren kontrovers diskutiertes Großbauprojekt mit überregionaler verkehrlicher Bedeutung, das in der Region Rosenheim auf erhebliche Kritik stößt. Während Befürworter den Ausbau als notwendig für den internationalen Bahnverkehr ansehen, verweisen Gegner auf massive lokale Auswirkungen, unter anderem auf Landwirtschaft, Naturschutz, Gemeinden und Lebensqualität.

Vor diesem Hintergrund haben die im Brennerdialog Rosenheimer Land e.V. zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen vor wenigen Tagen die Aktion „Flagge zeigen“ gestartet. Die Initiative wurde bei einer Pressekonferenz im Gasthaus Höhensteiger in Westerndorf St. Peter vorgestellt.

Forderung nach sofortigen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke

Nach Angaben des Brennerdialogs richtet sich die Aktion auf die Unterstützung einer Alternativvariante zum geplanten Brenner-Nordzulauf. Ziel sei es, die Forderungen nach einem sofortigen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke sowie nach einer stärkeren Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene sichtbar zu machen.
Im Rahmen der Aktion wurden Balkonbanner mit verschiedenen Motiven entworfen, die laut Brennerdialog zentrale Themen der Auseinandersetzung aufgreifen. Diese Banner können an Balkonen, Zäunen, Garagentoren oder ähnlichen Stellen angebracht werden und werden nach Angaben des Vereins kostenlos an Mitglieder und Unterstützer ausgegeben. Die Verteilung übernehmen örtliche Bürgerinitiativen unter anderem in Ostermünchen, Tattenhausen, Großkarolinenfeld, Schechen, Pfaffenhofen/Inn, Stephanskirchen, Riedering, Rohrdorf, Neubeuern, Brannenburg, Nußdorf/Inn, Flintsbach und Oberaudorf.

Der Brennerdialog formuliert die zentrale Botschaft der Aktion mit den Worten: „Stoppt die unsinnigen Pläne der Bahn und der Politik.“ Gleichzeitig werben die Bürgerinitiativen für ihre eigene Alternativvariante. Diese zeige nach Darstellung des Vereins „ein Konzept für eine schnellere, billigere und nachhaltigere Bahnverkehrslösung“.

Kritik an den bisherigen Planungen der Deutschen Bahn

Kritisch äußert sich der Brennerdialog zu den bisherigen Planungen der Deutschen Bahn. In der Pressemitteilung heißt es, die aktuellen Vorplanungen bevorzugten „eine extrem teure Neubautrasse mit gravierenden Auswirkungen auf die Regionen im Landkreis Rosenheim und darüber hinaus“. Weiter erklärt der Verein, dass aus seiner Sicht Kommunen und Bürger entlang der geplanten Trasse seit Jahren in Unsicherheit lebten und Investitionen sowie private Zukunftsentscheidungen erschwert würden.

Zudem verweist der Brennerdialog auf einen offenen Forderungskatalog aus dem Landkreis Rosenheim. Vor rund 700 Tagen seien der Deutschen Bahn 119 Kernforderungen von Kommunen, Verbänden und dem Kreistag übergeben worden. Nach Angaben des Vereins liege bis heute weder von der Bahn noch vom Eisenbahnbundesamt eine öffentliche Bewertung dieser Forderungen vor. In der Pressemitteilung wird hierzu erklärt: „Der Verdacht liegt nahe, dass vor der bayerischen Kommunalwahl keine Ergebnisse bekanntgegeben werden, damit ein heikles Thema in der Region nicht den Wahlkampf stört.“

Auch den aktuellen Planungsdialog bewertet der Brennerdialog kritisch. In der Mitteilung wird gefragt, warum der Austausch zwischen Deutscher Bahn und den Dialogforen seit Sommer 2024 ausgesetzt sei und weshalb das Bundesverkehrsministerium die Berechnungsgrundlagen der jüngsten Nutzen-Kosten-Rechnung nicht offenlege.

Darüber hinaus verweist der Verein auf Kostenentwicklungen bei anderen großen Infrastrukturprojekten wie Stuttgart 21, der zweiten Münchner S-Bahn-Stammstrecke sowie internationalen Tunnelprojekten. Diese hätten gezeigt, dass es häufig zu erheblichen Kostensteigerungen komme.

Als Beispiel nennt der Brennerdialog eine Aussage des Parlamentarischen Staatssekretärs Ulrich Lange aus einem Interview im Sommer 2025, in dem ein Kostenrahmen von neun bis 15 Milliarden Euro für das Neubauprojekt genannt worden sei. Der ursprüngliche Beschluss zum Streckenausbau aus dem Jahr 2016 habe dagegen einen Kostenrahmen von 1,3 Milliarden Euro vorgesehen. Auch zur Entwicklung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses äußert sich der Verein kritisch und stellt diese Entwicklung in seiner Pressemitteilung infrage.
(Quelle: Pressemitteilung Brennerdialog Rosenheimer Land e.V. / Beitragsbild: Copyright Brennerdialog Rosenheimer Land)

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