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Butterbreze 2.0: Gespritzt statt geschmiert – Maschine sorgt für Diskussion in Rosenheim

Breze gespritzt oder Breze geschmiert? Illustration: ai

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

19. Januar 2026

Lesezeit: < 1 Minute(n)

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Prien / Landkreis Rosenheim – Kann eine Maschine die perfekte Butterbrezel zaubern – oder bleibt Handarbeit unschlagbar? Diese Frage sorgt gerade in der Region Rosenheim für teils hitzige Diskussionen. Auslöser ist ein Instagram-Video einer Bäckerei in Prien: Dort spritzt eine Butterbrezelmaschine die Butter direkt in den dicken Teil der Brezel – geschmiert wird nicht mehr.

„Frisch gespritzt, nicht geschmiert“, heißt es in dem Post. „Unsere Butterbrezelmaschine macht jede Brezel frisch – mit feiner Butter im dicken Teil. So wie’s sich für die schwäbische Brezel gehört.“ Das Video hat bereits über 11.696 Likes und 635 Kommentare eingesammelt – und die Meinungen könnten unterschiedlicher nicht sein.

Maschine vs. Tradition

Die Technikfans jubeln: „Tolle Idee, dann fällt die Brezel nicht auseinander!“ Für andere gilt nach wie vor: Nur von Hand geschmierte Butterbrezen haben Seele. „Ich verstehe die Idee, aber es ist nicht dasselbe wie handgeschmiert“, kommentiert ein Nutzer.

Die Idee zur Maschine entstand laut einem Zeitungsartikel in der Süddeutschen Zeitung  schon seit 2006, 2015 wurde dann das Start-up gegründet, das die erste voll funktionsfähige Maschine entwickelte und ein Jahr später auf der Südback in Stuttgart präsentierte.

Butterbreze: Junges Traditionsprodukt

Witzigerweise ist die Butterbreze selbst gar nicht so alt: Die Brezel gibt es zwar seit dem Mittelalter, mit Butter bestrichen wurde sie erst im späten 20. Jahrhundert – also quasi ein Teenager unter den bayerischen Kultspeisen.

Weißwurst-Debatte lässt grüßen

Die Diskussion erinnert ein wenig an die Weißwurst-Debatte: Traditionell wird sie „gezuzelt“, andere schneiden sie ein und essen sie mit Messer und Gabel. Ob bei Weißwurst oder Butterbreze – am Ende scheiden sich die Geister, und jeder schwört auf seine Methode.

Video zur Butterbrezelmaschine.

((Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai)

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