Fürth / Bayern – Rund 1,6 Millionen Menschen in Bayern gelten laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik als armutsgefährdet. Das entspricht 12,4 Prozent der Bevölkerung und bedeutet, dass ihr Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle liegt. Damit liegt Bayern unter dem Bundesdurchschnitt von 16,1 Prozent, während die Quote im Jahr 2024 noch bei 11,8 Prozent lag.
Als armutsgefährdet gelten Personen laut EU-Definition, die weniger als 60 Prozent des Median-Äquivalenzeinkommens der Bevölkerung zur Verfügung haben. Das sogenannte Äquivalenzeinkommen berücksichtigt die Synergieeffekte gemeinsamer Haushaltsführung, etwa bei Paaren oder Familien, und ist damit aussagekräftiger als ein einfaches Pro-Kopf-Einkommen.
Die Armutsgefährdungsschwellen für 2025 betragen:
- Alleinlebende: 1 446 Euro pro Monat
- Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren: 1 879 Euro pro Monat
- Zwei Erwachsene ohne Kinder: 2 168 Euro pro Monat
- Zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren: 3 036 Euro pro Monat
Alleinlebende und Alleinerziehende besonders betroffen
Besonders stark betroffen sind in Bayern Alleinlebende und Alleinerziehende. Von den rund 2,5 Millionen Alleinlebenden (19,3 Prozent der Bevölkerung) gelten 28,0 Prozent als armutsgefährdet – das sind etwa 712 000 Personen. Bei Alleinerziehenden liegt die Armutsgefährdungsquote bei 24,0 Prozent, rund 140 000 Personen sind betroffen. Beide Quoten liegen unter dem Bundesdurchschnitt, der für Alleinlebende bei 30,9 Prozent und für Alleinerziehende bei 28,7 Prozent liegt.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik, Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)


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