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Den Gartenteich im Frühjahr behutsam zum Leben erwecken

Gartenteiche erwachen wieder langsam zum Leben. Foto: Copyright Indstrieverband Heimtierbedarf (IVH):

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

7. Februar 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern / Deutschland – Das Eis taut, der Schnee ist weg, Frühblüher stecken ihre Köpfe aus der Erde: Mit steigenden Temperaturen erwacht auch der Gartenteich langsam aus seiner Winterruhe. Als wichtiger Lebensraum für Fische, Amphibien und Insekten sollte er behutsam in die neue Saison starten dürfen.

Nach frostigen Wintermonaten wollen viele Gartenbesitzer direkt das ökologische Gleichgewicht ihres Teichs wiederherstellen. Genau davor warnen Experten: „Erst wenn die Wassertemperatur dauerhaft über zehn Grad liegt, beginnt das biologische Leben im Teich wieder richtig zu arbeiten“, erklärt Gartenteich-Experte Harro Hieronimus. „Kommen gut gemeinte Eingriffe zu früh, kann das die natürlichen Prozesse stören. Der Teich braucht Zeit, sich selbst zu regulieren.“

Sobald die Wassertemperaturen stabil im zweistelligen Bereich liegen, sind folgende Schritte sinnvoll:

1. Wasserqualität prüfen und schonend eingreifen

Der erste Blick sollte dem Zustand des Wassers gelten. Trübes Wasser ist im Frühjahr keine Seltenheit, da sich Algen schneller vermehren als andere Mikroorganismen. Chemische Mittel sind meist nicht nötig – Teilwasserwechsel sowie das Entfernen von Laub oder abgestorbenen Pflanzenteilen helfen dem Teich, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Winterliche Niederschläge können zudem den pH-Wert senken. Mit einem Tropftest aus dem Fachhandel lässt sich die Karbonathärte prüfen. Liegt sie unter 4 °KH, kann sie mit einem entsprechenden Mittel stabilisiert werden – zum Wohl aller pflanzlichen und tierischen Bewohner.

2. Technik kontrollieren und reinigen

Auch die Teichtechnik sollte nach dem Winter gründlich geprüft und gereinigt werden. Pumpen, Filter und Beleuchtung müssen vorsichtig gesäubert und auf ihre Funktion getestet werden.
„Es empfiehlt sich, Filtermaterial mit Teichwasser auszuspülen, um die natürlichen Bakterien zu erhalten. Diese sind entscheidend für eine stabile Wasserqualität. Wer sie entfernt, riskiert damit eine Störung des biologischen Gleichgewichts“, erklärt Hieronimus.

3. Pflanzenpflege für Sauerstoff im Wasser

Pflanzen spielen eine zentrale Rolle für einen ökologisch stabilen Teich: Sie liefern Sauerstoff, bieten Schutz und Laichplätze für Tiere. Winterharte Wasserpflanzen treiben im Frühjahr von selbst wieder aus, abgestorbene Pflanzenteile können zurückgeschnitten werden. Neue Pflanzen sollten erst eingesetzt werden, wenn keine Nachtfröste mehr drohen.

4. Fische behutsam aus der Winterruhe holen

Fische haben ihre Körperfunktionen während des Winters heruntergefahren. Auch für sie gilt Geduld: Sie werden aktiv, sobald die Wassertemperatur stabil über zehn Grad liegt. Erst dann sollte mit Fütterung begonnen werden.
„Zu frühes oder zu reichliches Futter belastet das Wasser unnötig mit Nährstoffen. Im Frühjahr ist weniger erst einmal mehr“, betont Hieronimus. „Hochwertiges, leicht verdauliches Futter unterstützt hier mehr als große Nahrungsmengen.“

5. Teichrand und Uferzonen prüfen

Nicht zuletzt sollten Teichbesitzer das Umfeld ihres Gartenteichs überprüfen. Folien, Steine oder Uferbefestigungen können sich über den Winter verschoben haben. Werden kleine Schäden jetzt ausgebessert, lassen sich größere Probleme im Jahresverlauf vermeiden.
(Quelle: Pressemitteilung Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V. (Beitragsbild: Copyright Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V.)

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