Freilassing / Rosenheim – Ein weiterer Meilenstein beim Aufbau des neuen Technologietransferzentrums (TTZ) Baubiologie und Wohngesundheit der Technischen Hochschule Rosenheim ist erreicht: TH-Präsident Professor Heinrich Köster und Landrat Bernhard Kern unterzeichneten kürzlich die Nutzungsvereinbarung für die Räumlichkeiten am Gesundheitscampus Freilassing. Dort wird die Hochschule künftig ihre Forschungsaktivitäten im Bereich nachhaltiges und gesundes Bauen intensivieren.
Bereits seit 2023 arbeitet die TH Rosenheim gemeinsam mit dem Landkreis und regionalen Partnern am Aufbau des TTZ, das als Kompetenzzentrum für Baubiologie, Wohngesundheit und Baustoffrecycling etabliert werden soll. Aktuell befindet sich das TTZ noch auf dem Campus Rosenheim; der Umzug nach Freilassing ist nach Abschluss der Umbaumaßnahmen für Anfang 2027 geplant.
Unter Leitung von Professor Dr. Ulrich Zißler werden derzeit die erforderlichen Strukturen aufgebaut. Bis zu 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sollen später am Standort Freilassing tätig sein. „Erste Studien sind aber bereits angelaufen und es wurden auch schon Publikationen veröffentlicht“, so Zißler zur bisherigen Arbeit am TTZ.
TTZ als Impulsgeber für regionale Wirtschaft
„Das TTZ wird als wichtiger Impulsgeber das umfassende Know-how der Hochschule im Bereich gesundes und nachhaltiges Bauen in die regionale Wirtschaft bringen. Es bietet den Unternehmen einen bedarfsorientierten Zugang zu anwendungsbezogener Forschung und Entwicklung“, betont Professor Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim.
Heimische Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Planungsbüros sind eingeladen, gemeinsam mit der TH Rosenheim Projekte zu starten – von Material- und Recyclinglösungen bis zur Wohngesundheit im Neubau und Bestand. Landrat Bernhard Kern ergänzt: „Das TTZ bringt starke Impulse für technologische Entwicklungen und nachhaltiges Wachstum in unsere Region. Damit entsteht in Freilassing ein Wissenschaftsstandort mit hoher Strahlkraft.“
Finanzierung durch Staat, Stiftung und Landkreis
Die Finanzierung des Zentrums erfolgt durch mehrere Partner: Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst stellt rund 5,9 Millionen Euro für Ausstattung und Personal zur Verfügung. Zusätzlich finanziert die Max-Aicher-Förderstiftung eine Stiftungsprofessur über mindestens fünf Jahre. Der Kreis Berchtesgadener Land investiert etwa 1,2 Millionen Euro, um Spitzenforschung in Kooperation mit der Pneumologie der Schön Klinik Berchtesgadener Land zu ermöglichen.
(Quelle: Pressemitteilung Technische Hochschule Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Julia Hinterseer)


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