Rosenheim – Vom 27. Februar bis 31. März 2026 zeigt das Stadtarchiv Rosenheim die Wanderausstellung „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“. Die Sonderschau stellt historische Fotografien von Deportationen während der NS-Zeit in den Mittelpunkt und macht die Bilder in einem multimedialen Kontext zugänglich.
Zwischen 1938 und 1945 wurden mehr als 200.000 Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma sowie Opfer des sogenannten „Krankenmordes“ aus dem Deutschen Reich deportiert und vielfach in Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet. Viele Fotografien dieser Ereignisse dokumentieren die Verschleppung und zeigen zugleich Perspektiven von Tätern, Opfern und Zuschauern.
Historische Aufklärung und Erinnerungskultur
„Die Ausstellung leistet einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufklärung und zu einem verantwortungsvollen Gedenken an die Opfer der NS-Verfolgung“, sagt Wolfgang Hauck, Kulturreferent der Stadt Rosenheim. „Dabei ist es auch wichtig, die Geschichte der Deportationen konkret mit den Schicksalen von NS-Verfolgten aus Rosenheim zu verknüpfen.“
Auf einen Blick:
- Ausstellung: „Festgehalten. Verschleppt aus Deutschland 1938–1945“
- Zeitraum: 27. Februar bis 31. März 2026
- Eröffnung: Freitag, 27. Februar 2026, 18:00 Uhr
- Ort: Stadtarchiv Rosenheim, Reichenbachstraße 1a, 83022 Rosenheim
- Öffnungszeiten: Dienstag & Mittwoch 9:00–12:00 Uhr; Donnerstag 9:00–12:00 Uhr und 14:00–16:00 Uhr
- Eintritt: frei
- Anmeldung: nicht erforderlich
- Barrierefreiheit: Das Stadtarchiv ist barrierefrei zugänglich
Die Sonderschau wurde im Rahmen des Projekts LastSeen Projekt erarbeitet, einem Kooperationsprojekt unter anderem des Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg an der Freien Universität Berlin und des Kulturreferats der Landeshauptstadt München. Ziel des Projekts ist die Sammlung, Erforschung und Veröffentlichung von Fotografien der NS-Deportationen in einem digitalen Bildatlas.
Die Ausstellung wird am Freitag, 27. Februar 2026, um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Rosenheim eröffnet. Neben Wortbeiträgen der städtischen Verwaltung präsentiert Dr. Maximilian Strnad vom Kulturreferat der Stadt München das Projekt LastSeen in einem Fachvortrag.
(Quelle: Pressemitteilung Stadtarchiv Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)


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