Wasserburg / Landkreis Rosenheim – Wer an Babywindeln, Pflaster oder Schutz für landwirtschaftliche Erzeugnisse denkt, denkt selten an die Materialien dahinter. Kürzlich bekam eine Delegation unter Leitung von Daniela Ludwig, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesministerium des Innern und Mitglied des Deutschen Bundestages, Einblicke in die Arbeit der RKW-Gruppe am Standort Wasserburg. Auch Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik waren vor Ort.
Die Gäste konnten die Produktwelt, die Produktionsprozesse und die Rahmenbedingungen des Unternehmens kennenlernen. Die RKW-Gruppe ist ein international tätiges, unabhängiges Familienunternehmen mit rund 2.700 Mitarbeitenden an 16 Standorten weltweit, davon sieben in Deutschland und zwei in Bayern. In Wasserburg entwickeln und produzieren rund 360 Mitarbeitende Folienlösungen und Vliesstoffe für unterschiedliche Branchen. Viele Produkte der RKW sind ein Teil essenzieller Lieferketten – etwa in Hygiene, Medical, Landwirtschaft und Industrie.
Nachhaltigkeit und Innovation als Unternehmensstrategie
Raphael Müller, Eigentümer in dritter Generation und Aufsichtsratsvorsitzender der RKW, betont: „Als familiengeführtes Unternehmen denken wir langfristig und in Generationen. Unser Anspruch ist es, Verantwortung zu übernehmen – für unsere Mitarbeitenden, unsere Geschäftsbereiche und Standorte sowie für die Gesellschaft.“
Dr. Stefan Forster, Leiter des Standorts Wasserburg, ergänzt: „Innovationsfähigkeit und Nachhaltigkeit gehören für uns untrennbar zusammen. Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und die kontinuierliche Weiterentwicklung von Materialien und Prozessen sind fester Bestandteil unserer Strategie und Voraussetzung für langfristigen unternehmerischen Erfolg.“
Politischer Austausch zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
Im Gespräch mit den politischen Gästen standen auch wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen im Fokus. Hohe Energie- und Rohstoffpreise, Fachkräftemangel und wachsende regulatorische Anforderungen stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Dazu zählt unter anderem die EU-Verordnung 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle.
Oliver Mersmann, Executive Vice President Public Affairs & Sustainability, erklärte: „Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit ist richtig und notwendig. Gleichzeitig braucht es realistische und praxisnahe Rahmenbedingungen, damit Innovationen industriell umgesetzt werden können. Gerade beim Einsatz recycelter Materialien stehen wir aktuell vor Herausforderungen, die sich nur gemeinsam lösen lassen.“
Der enge Dialog mit politischen Entscheidungsträgern ist für RKW ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. „Der enge Austausch zwischen Industrie und Politik auf allen Ebenen ist entscheidend, um wirksame, wettbewerbsfähige und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen – für eine erfolgreiche nachhaltige Transformation, sichere Arbeitsplätze und resiliente Lieferketten“, so Oliver Mersmann.
Der Besuch hob auch die gesellschaftliche Bedeutung der RKW-Produkte hervor, die im Alltag oft unsichtbar bleiben, aber eine Rolle für Gesundheit, Lebensqualität und Versorgungssicherheit spielen. Daniela Ludwig kommentierte: „Das Unternehmen gehört zu den echten Hidden Champions in unserer Region. Der Dialog mit solch innovativen Familienunternehmen ist mir enorm wichtig. Wir müssen in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten alles tun, um den Mittelstand zu stützen. Er ist das Rückgrat unserer Wirtschaft.“
(Quelle: Pressemitteilung RKW-Gruppe / Beitragsbild: Copyright RKW-Gruppe)


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