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Kommentar: Vielfältiger Stadtrat, ungewisse Mehrheit – Meine Einschätzung zur Rosenheimer Kommunalwahl 2026

Rosenheimer Rathaus im Hintergrund. Eingeblockt Portraitfoto Karin Wunsam

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

9. März 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Karin Wunam

„Die ganz große Überraschung gab es nicht“, sagte Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März am Wahlabend, als klar wurde, wohin die politische Reise geht. Für mich war dann doch einiges überraschend.

Allen voran die hohe Zahl der Nichtwähler. In der Stadt Rosenheim lag die Wahlbeteiligung bei 53,2 Prozent, etwas höher als 2020, als nur 47,5 Prozent ihre Stimme abgaben – doch immer noch nutzt fast jeder zweite Wähler dieses Grundrecht nicht. Das ist nicht nur eine Zahl, sondern ein Stimmungsbild, das sich einprägt: Demokratie lebt von Beteiligung – und sie scheint immer mehr als Last denn als Chance empfunden zu werden.

 

Der Artikel zum Kommentar

Gerade in Zeiten, in denen die politische Stimmung rauer wird, überrascht das – und doch ist es kein lokales Phänomen: Rosenheim spiegelt einen generellen Trend sinkender Wahlbeteiligung und abnehmender Parteibindungen wider. Viele entscheiden heute kurzfristig oder gar nicht mehr nach klassischer Parteizugehörigkeit. Das zeigt sich nicht nur in Zahlen, sondern auch in unzähligen Gesprächen im Vorfeld der Wahl. Wie oft habe ich gehört: „Weißt Du schon, wen Du wählst? Ich ehrlich gesagt immer noch nicht.“

So gesehen ist es nicht überraschend, wenn der neue Stadtrat immer vielfältiger wird. Erstmals zieht die Linke mit eigenen Sitzen ein, und am anderen Ende des politischen Spektrums konnte die AfD Zuwächse erzielen.

Die Zeiten, in denen es für die CSU in Stadt und Landkreis Rosenheim ein Selbstläufer war, sind vorbei. Wer am Ruder bleiben will, muss täglich liefern und überzeugen – nicht nur kurz vor der Wahl. Bei der OB-Wahl 2014 setzte sich Gabriele Bauer (CSU) noch mit 69,1 Prozent der Stimmen deutlich im ersten Wahlgang durch, einem Wert, der – gemessen an den heutigen Ergebnissen – fast wie aus einer anderen politischen Epoche wirkt
Andreas März muss zum zweiten Mal in die Stichwahl. 2020 gegen Franz Opperer von den Grünen. Damals überraschte mich das tatsächlich noch nicht, denn März war da noch bei weitem nicht so bekannt wie heute nach 6 Jahren im Amt.  Doch diesmal hätte ich dann doch nicht damit gerechnet.
Dass nun Andreas März bei seiner Wiederwahl nur 39,1 Prozent erreicht und in eine Stichwahl muss, spricht Bände. 2014 war Bauer noch haushoch bestätigt, heute wird selbst ein erfahrener Amtsinhaber wie März in die Stichwahl gezwungen. Das gilt dann auch mit Blick auf den Landkreis, wo Landrat Otto Lederer ebenfalls in die Stichwahl muss.

Dass Wahlbeteiligung, Parteibindungen und politische Vorlieben im Wandel sind, bringt Herausforderungen mit sich: Das Ringen um eine gemeinsame Linie wird mit dem neuen, vielfältigeren Stadtrat sicher nicht leichter. Aber das muss kein Nachteil sein. Demokratie lebt vom Austausch, vom Argument, vom Wettbewerb der Ideen. Wenn dieser Wettbewerb sowohl auf der Straße als auch im Stadtrat intensiver wird, zwingt das Politik und Gesellschaft zu mehr Aufmerksamkeit, mehr Dialog und letztlich vielleicht auch zu mehr Gemeinsamkeit über Parteigrenzen hinweg.
(Kommentar von Karin Wunsam)

1 Kommentar

  1. Danke für diesen tollen Kommentar.

    Der trifft wohl in jedem der angesprochenen Punkt zu.

    Was das Abschneiden der CSU betrifft, so würde ich hier gern einen Kommentar zitieren, den ich in meiner Kommunalwal-chat Gruppe bei whatsapp geschrieben habe (der Wal ist absichtlich mit ohne „h“).

    Zitat:

    „Hat mich auch verwundert. Aber wenn Städte immer größer werden – man will ja „Zuzug“ und „Gewerbesteuer“ – dann braucht man sich nicht zu wundern dass man in „Greater Munich“ auch ein städtisches Wählerverhalten generiert liebe CSU. Außerdem sterben Euch die (kirchentreuen) „C“hristlichen Wähler reihenweise weg …..“

    Bernhard Baron Boneberg (mit ohne „h“)

    Antworten

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