Rosenheim- Seit dem 21. Januar 2026 bekommen die Rettungswagen im Landkreis Rosenheim digitale Verstärkung: Bei Bedarf können Notfallsanitäter jetzt direkt auf einen Telenotarzt zugreifen, der die Einsätze aus der Ferne begleitet und medizinische Entscheidungen freigibt.
Wenn eine ärztliche Einschätzung oder Freigabe nötig ist, kann die Rettungswagen-Besatzung über die Integrierte Leitstelle Rosenheim den Telenotarzt alarmieren. Die Ärztinnen und Ärzte arbeiten aus der Telenotarzt-Leitstelle im niederbayerischen Bogen.
Über ein sicheres mobiles System werden Vitaldaten aus dem EKG-Monitor, medizinische Dokumentationen und Live-Videoaufnahmen aus dem Rettungswagen übertragen. So kann der Telenotarzt das Team vor Ort beraten, medizinische Maßnahmen freigeben und den Einsatz aus der Ferne begleiten.
Mehr Sicherheit für Patienten und Rettungskräfte
Das System ermöglicht, frühzeitig ärztliche Expertise einzubinden und unterstützt die Notfallsanitäter bei schwierigen medizinischen Entscheidungen. Typische Einsatzsituationen sind hypertensive Notfälle, Schmerztherapie nach Stürzen oder Traumata sowie Situationen, in denen eine ärztliche Zweitmeinung erforderlich ist.
Rund 250 Mitarbeiter des BRK-Rettungsdienstes Rosenheim wurden für den Einsatz des Systems geschult.
„Der Telenotarzt ist ein weiterer Schritt im Sinne der Patientensicherheit. Das System lässt sich gut in den Rettungsdienst-Alltag integrieren – das zeigen sowohl unsere Schulungen als auch die bisherigen Rückmeldungen aus der Praxis“, erklärt Christian Mayer vom Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes.
Mit Rosenheim sind aktuell fünf Rettungsdienstbereiche in Bayern an das System angeschlossen: Straubing, Passau, Landshut, Traunstein und Rosenheim. Weitere Regionen sollen schrittweise folgen.
(Quelle: Pressemitteilung BRK Rettungsdienst Rosenheim / Beitragsbild BRK Rosenheim)


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