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Torffrei gärtnern: LBV ruft in Bayern zum Schutz der Moore im eigenen Garten auf

Garten anbauen

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

12. März 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern / Rosenheim – Zum Beginn der bundesweiten Aktionswoche „Torffrei Gärtnern“ am 13. März appelliert der bayerische Naturschutzverband LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) an Hobbygärtner, beim Kauf von Blumenerde genauer hinzusehen und möglichst torffreie Produkte zu wählen. Ziel der Aktion ist es, Moore als wichtige Kohlenstoffspeicher und einzigartige Lebensräume besser zu schützen.

In vielen handelsüblichen Garten- und Blumenerden steckt Torf – ein Rohstoff, der über Jahrtausende in Mooren entstanden ist. Wird Torf abgebaut, gelangt der darin gespeicherte Kohlenstoff in die Atmosphäre.
„Moore gehören zu den effektivsten natürlichen Klimaschützern. Wird Torf abgebaut, entweichen große Mengen des über Jahrtausende gespeicherten Kohlenstoffs in die Atmosphäre“, erklärt Franziska Back, Pressereferentin beim LBV.

Wertvolle Lebensräume für seltene Arten

Moore sind nicht nur wichtig für das Klima, sondern auch für die Artenvielfalt. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, etwa für Sonnentau oder Moorfrösche.
Zwar ist der industrielle Torfabbau in Bayern inzwischen eingestellt, doch weiterhin wird Torf aus anderen Ländern importiert, beispielsweise aus dem Baltikum. Dort werden für den Abbau weiterhin wertvolle Moorflächen zerstört.

Viele Blumenerden enthalten Torf

Gerade im Frühjahr kaufen viele Menschen Blumenerde für Balkonkästen, Hochbeete und Gemüsebeete. Laut LBV ist vielen dabei nicht bewusst, dass ein Großteil der angebotenen Substrate Torf enthält.
„Der über Jahrtausende entstandene Torf ist viel zu kostbar, um ihn nur für einen Sommer als Pflanzsubstrat zu nutzen und anschließend zu entsorgen“, so Franziska Back vom LBV.

Dabei gibt es laut Naturschutzverband längst geeignete Alternativen. Torffreie Substrate bestehen häufig aus Mischungen aus Kompost, Rindenhumus und Holzfasern. Untersuchungen aus gärtnerischen Lehr- und Forschungseinrichtungen zeigen, dass diese Substrate für Hobbygärten ebenso geeignet sind wie torfhaltige Erde.
Verbraucher sollten jedoch genau auf die Kennzeichnung achten: Begriffe wie „torfreduziert“ oder „Bio-Erde“ bedeuten nicht automatisch, dass kein Torf enthalten ist.

Kompost nutzen und Erde wiederverwenden

Wer im eigenen Garten kompostiert oder Kompost aus kommunalen beziehungsweise gewerblichen Anlagen verwendet, kann diesen mit torffreier Blumenerde mischen und so den Nährstoffgehalt verbessern. Dadurch sinkt in vielen Fällen auch der Bedarf an zusätzlichem Dünger.
Auch ältere Pflanzerde muss nicht unbedingt entsorgt werden. „Pflanzerde lässt sich oft mehrfach verwenden, indem man sie vor der neuen Gartensaison mit frischem Kompost und organischem Dünger wie Hornmehl mischt“, sagt Franziska Back.

Auch beim Pflanzenkauf auf Torf achten

Ein weiterer Ansatzpunkt ist der Kauf von Pflanzen: Viele Jungpflanzen aus dem Handel wachsen in torfhaltigen Substraten. Wer Gemüse, Kräuter oder Blumen selbst aussät, kann daher besser kontrollieren, welche Erde verwendet wird.
Mit solchen einfachen Maßnahmen könnten Gartenbesitzer aktiv zum Schutz von Mooren beitragen.
„Wer torffrei gärtnert, schützt Klima und Artenvielfalt – und zeigt, dass Naturschutz schon im eigenen Garten beginnen kann“, so die LBV-Pressereferentin.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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