Hilpoltstein / Bayern – In Bayern können Vogelbeobachter derzeit wieder Wiedehopfe sehen. Aus dem Landkreis Augsburg meldete der LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) die ersten Frühlingssichtungen. Die orange-schwarzen Vögel mit markanter Federhaube und langem Schnabel sind selten und vom Aussterben bedroht.
„Auf ihrem Weg aus den Überwinterungsgebieten in Afrika machen Wiedehopfe auch in Bayern Halt – manchmal sogar in Gärten“, erklärt LBV-Biologe Torben Langer. Bis Mai ziehen die Vögel weiter nach Nordosten, einige bleiben jedoch für das Brutgeschäft in Bayern.
Sichtungen melden und Schutz unterstützen
Wer einen Wiedehopf sieht, kann seine Beobachtung unter www.lbv.de/wiedehopf-melden
melden. Besonders wichtig für den LBV sind Angaben zu Ort, Datum, Anzahl der Vögel, Verhalten und ob der charakteristische Ruf („hup-hup-hup“) zu hören war. Solche Informationen helfen, geeignete Lebensräume zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen wie Nistkästen einzurichten.
Im vergangenen Jahr meldeten Vogelfreunde rund 300 Sichtungen. Viele Wiedehopfe legen in Bayern nur kurze Rast ein, einige brüten jedoch auch hier. Bekannte Brutgebiete liegen unter anderem im Sebalder Reichswald zwischen Nürnberg und Erlangen sowie in Teilen des Oberpfälzer Jura.
Um die Brutchancen zu erhöhen, hat der LBV bereits mehrere hundert Nistkästen aufgehängt und setzt auf den Erhalt von Streuobstwiesen, um Nahrung und Lebensraum für die Insektenfresser zu sichern.
(Quelle: LBV – Landesbund für Vogel- und Naturschutz Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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