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Jubiläumsabend der Traunsteiner Schwertertänzer – 100 Jahre Neuinszenierung

Der Traunsteiiner Schwertertanz hat eine lange Tradition. Foto: Hubert Hobmaier

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

7. April 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Traunstein – Mit einem glanzvollen Jubiläumsabend feierten die Traunsteiner Schwertertänzer zusammen mit rund 200 Gästen in der Aula der Berufsschule an der Wasserburger Straße das 100-jährige Bestehen der heutigen Form ihres traditionellen Tanzes. Die Uraufführung der Neuinszenierung fand am 4. April 1926 statt. Stadtarchivar Franz Haselbeck hielt die Festrede, Landrat Andreas Danzer und Oberbürgermeister Christian Hümmer richteten Grußworte an die Gäste. Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Tänzer selbst, der mit stehenden Ovationen belohnt wurde.

Der Vorsitzende des St.-Georgs-Vereins, Simon Schreiber, unterstrich in seiner Begrüßung die Bedeutung des Schwertertanzes für den Traunsteiner Georgiritt am Ostermontag: „Dieser ist ein fester Bestandteil des schönsten Festtages im Chiemgau, wenn im Anschluss der Georgiritt vom Stadtplatz aus nach Ettendorf zieht.“ Sowohl Tanz als auch Ritt gehören seit zehn Jahren zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Historische Wurzeln und heutige Bedeutung

Stadtarchivar Haselbeck erläuterte die Ursprünge: Erste Hinweise auf den Schwertertanz stammen aus dem Jahr 1530. Für die Neuinszenierung 1926 mussten Kostüme entworfen, Noten und Texte neu erstellt werden. „Der Erfolg gibt den Verantwortlichen Recht“, betonte Haselbeck und würdigte den Tanz als eine der bedeutendsten Brauchtumsveranstaltungen Bayerns. Mit dem Zitat „Dahoam is da, wos Gfui is!“ schloss er seinen Vortrag.

Oberbürgermeister Hümmer hob die Rolle des Schwertertanzes für die Stadt hervor: „Die Kostüme, die Musik und der Tanz machen Geschichte erlebbar.“ Landrat Danzer ergänzte: „Es ist schön zu sehen, dass Tradition lebendig bleibt, wenn sie von Menschen getragen wird, die sich ihr verbunden fühlen.“

Ehrungen und Tanzaufführung

Im Rahmen des Abends wurden verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Schwerttanzmeister Karl Weilharter ehrte Martin Lenz für 25 Jahre und Uwe Steinmetz für 50 Jahre Hauptmannsjubiläum. Josef Parzinger erhielt für 40 Jahre Vereinszugehörigkeit und seine Arbeit als Chronist eine Ehrenurkunde und die silberne Vereinsnadel. Auch die Traunsteiner Stadtmusik, die seit 40 Jahren die Melodie zum Schwertertanz spielt, wurde geehrt.

Den Abschluss bildete die Tanzaufführung der Schwertertänzer mit 16 Tänzern, Hauptmann, zwei Wursteln und vier Fahnenschwingern. Der traditionelle Prolog wurde von Tambourmajor Hermann Daxenberger verlesen. Höhepunkt war der symbolische Schwerterkranz mit dem Frühling, dargestellt durch Hauptmann Franz Schuhböck, der von den Zuschauern mit großem Applaus gefeiert wurde.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmeier  / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)

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