Traunstein – Nach dem Traunsteiner Georgiritt am Ostermontag 2026 zog der Georgiverein gemeinsam mit der Stadt und der Kirche bei der anschließenden Rittnachlese im Gasthaus Schnitzlbaumer eine positive Bilanz. Mehr als 22.000 Zuschauer säumten die Straßen Traunsteins, um die 345 prächtig geschmückten Pferde zu bewundern.
„Der Wettergott ist vermutlich ein Chiemgauer“, freute sich Simon Schreiber in seiner Ansprache. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass der Ostermontag trocken blieb und die Schwertertänzer am Nachmittag sprichwörtlich „den Frühling in die Stadt getanzt haben“, als sich schließlich sogar die Sonne durchsetzte. Auffallend sei gewesen, „dass die Rösser heuer extrem ruhig waren – so habe ich das in all den Jahren noch nie erlebt“.
Mit 62 Pferden stellte die Landgemeinde Kammer die größte Gruppe, gefolgt von Surberg mit 29 und Erlstätt mit 26 Pferden. Die Historische Gruppe sorgte mit Pfeiferl, Landsknechten, Schwerttänzern, Rittern und Burgfräulein für ein farbenprächtiges Bild.
Zu den Ehrengästen in den Kutschen gehörten Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, Kardinal Reinhard Marx, Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer und Landrat Andreas Danzer. „Benjamin Krause setzt sich seit seiner Kindheit für den Georgiritt ein. Heute durften wir ihm mit einem Platz in der Ehrenkutsche danken“, erklärte Schreiber.
Traditionelle Segnung von Ross und Reiter
Die Segnung von Ross und Reiter erfolgte durch Diakon Tobias Raab und Kardinal Marx; Stadtpfarrer Konrad Roider und Marx spendeten zudem am Stadtplatz den kirchlichen Segen. „Sogar an neuralgischen Punkten wie der Wiese in Ettendorf verlief alles störungsfrei“, so Schreiber.
Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst sorgten für die Verkehrsabsicherung. „Es waren lediglich zwei Behandlungen wegen kleinerer Blessuren notwendig. Ein Zuschauer wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht“, berichtete Schreiber.
Beim traditionellen Pferdelotto tippten Helfer die Anzahl der Pferde; die Gewinner waren Martin Schmalzbauer und Georg Söldner aus Kammer, die genau 345 Pferde vorhergesagt hatten.
Oberbürgermeister Hümmer dankte allen Beteiligten: „Ohne euch und eure Pferde gäbe es den Traunsteiner Georgiritt nicht.“ Besonders würdigte er Simon Schreiber: „Du prägst den gesamten Georgiverein und schaffst es immer wieder, dass alle Beteiligten mit Begeisterung dabei sind.“
Den geselligen Abschluss bildeten gemeinsames Mittagessen, musikalische Begleitung durch die „Vierteloim Musi“ und der Austausch zahlreicher Anekdoten.
(Quelle: Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)


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