Wildenwart / Landkreis Rosenheim – Bei der Gummibärli-Party in Wildenwart (Landkreis Rosenheim ) hat die Kampagne „K.O.mmt mir nicht ins Glas!“ über die Gefahren von K.-o.-Tropfen informiert. Mehr als 1.000 Gäste waren vor Ort – und zeigten Interesse an der Aktion.
Wie passen Party und Prävention zusammen? In Wildenwart wurde genau das umgesetzt: Katrin Posch, Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregionplus, und Simeon Spahr von der Kommunalen Jugendarbeit waren mit der Kampagne „K.O.mmt mir nicht ins Glas!“ bei der Gummibärli-Party zu Gast. Die Veranstaltung der KLJB zog über 1.000 Besucher an und bot zugleich Raum für Aufklärung.
Lukas Stocker, Vorsitzender der KLJB Wildenwart und Organisator der Gummibärli-Party, betont: „Wir freuen uns, dass es diese Kampagne gibt, und sind zuversichtlich, dass unsere Gäste für dieses Thema sensibler werden.“ Auch Simeon Spahr von der Kommunalen Jugendarbeit erklärt: „Wir sind sehr neugierig, wie unsere Präventionskampagne in Wildenwart wahrgenommen wird und welche Reaktionen sie bei den Festgästen auslöst. Gemeinsam mit den Veranstaltern wollen wir dem Missbrauch vorbeugen und besonders Jugendliche und junge Erwachsene befähigen, im Akutfall schnell und richtig zu reagieren“.
Kampagne vor Start in die Festl-Saison
Zur Kampagne gehören Plakate sowie wiederverwendbare Silikon-Kronkorken. Über einen QR-Code gelangen Interessierte zur Infoseite von „aROund“, dem Jugendmagazin für Stadt und Landkreis Rosenheim.
Das Projekt ist eine Kooperation des Kreisjugendamts und der Gesundheitsregionplus für Stadt und Landkreis Rosenheim. Ziel ist es, auch in der anstehenden Festl-Saison präsent zu sein und weiter auf das Thema aufmerksam zu machen. Veranstalter können entsprechendes Kampagnenmaterial über das Kreisjugendamt beziehen.
K.-o.-Tropfen sind betäubende Substanzen, die unbemerkt in Getränke gemischt werden können. Sie wirken oft schnell und können unter anderem Müdigkeit, Orientierungslosigkeit, Erinnerungslücken oder Bewusstlosigkeit auslösen. Weitere mögliche Anzeichen sind Schwindel, Übelkeit, Kontrollverlust oder Gedächtnislücken. Besonders gefährlich ist, dass die Stoffe häufig farb- und geruchlos sind.
Bei einem Verdacht sollten Betroffene nicht alleine gelassen werden. Es sollte so schnell wie möglich medizinische und soziale Hilfe organisiert werden. Ansprechpartner ist unter anderem die nächstgelegene Polizeidienststelle. Zudem ist eine medizinische Spurensicherung in den Notaufnahmen der RoMed-Kliniken möglich. Psychosoziale Beratung bietet in Rosenheim die Fachberatungsstelle MaVia e. V. unter Tel. 08031-268888 an, insbesondere wenn ein Verdacht auf sexualisierte Gewalt besteht.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)


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