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Wohin mit alter Kleidung? Rosenheim vor dem Systemwechsel bei Altkleidern

Symbolfoto Altkleider-Container: ai generiert

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

24. April 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Abgetragene Kleidung – wohin damit? Bisher war die Antwort für viele einfach: in den nächsten Altkleidercontainer, fertig. Aus den Augen, aus dem Sinn. Doch genau dieses scheinbar einfache System gerät in Rosenheim zunehmend ins Wanken – und hat nun auch die Stadträte im Ausschuss für Umwelt, Energie und Klimaschutz beschäftigt.

Allein in Deutschland fallen jedes Jahr rund 1 Million Tonnen Alttextilien an – das entspricht etwa 10 bis 15 Kilogramm pro Einwohner. Ein riesiger Stoffstrom, der bislang vor allem über Container von Hilfsorganisationen und gewerblichen Sammlern erfasst wurde. Doch genau diese Strukturen geraten aktuell ins Wanken.

Markt kollabiert – Container verschwinden

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses wurde deutlich: Die Sammlung von Alttextilien ist wirtschaftlich kaum noch tragfähig. Die Preise sind drastisch eingebrochen. Statt Einnahmen pro Kilogramm müssen inzwischen teils Zuzahlungen geleistet werden, um überhaupt noch einen Abnehmer zu finden.

Die Folgen sind auch im Stadtbild sichtbar: In Rosenheim werden Altkleidercontainer immer seltener. Wer heute Kleidung entsorgen will, muss oft gezielt suchen.

Rückzug von BRK und Maltesern

Besonders gravierend: Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) sowie die Malteser haben angekündigt, sich aus der Sammlung zurückzuziehen. Hintergrund ist eine tiefgreifende Krise in der Alttextilbranche – ausgelöst unter anderem durch Fast Fashion, schwache Absatzmärkte im Ausland sowie stark gestiegene Logistik- und Personalkosten.

Damit bricht ein zentrales Element des bisherigen Sammelsystems weg. Die Stadt Rosenheim steht nun vor der Aufgabe, selbst ein funktionierendes System aufzubauen.

Landkreis Rosenheim ist bereits einen Schritt weiter

Im Landkreis Rosenheim hatte man sich bereits im Oktober 2025 mit der Entwicklung beschäftigt. Dort wurde der Einbruch des Marktes frühzeitig erkannt. Landrat Otto Lederer sprach von einem „eingebrochenen Markt“ – mit der Konsequenz, dass der Landkreis künftig selbst Verantwortung für die Sammlung übernimmt.

Stadt plant eigenes Sammelsystem

Auch in der Stadt Rosenheim wird nun gehandelt. Da Alttextilien rechtlich als Abfall gelten, muss die Kommune sicherstellen, dass sie getrennt erfasst und einer Verwertung zugeführt werden.

Geplant ist ein eigenes Sammelsystem über Wertstoffhof und Wertstoffinseln. Dort sollen weiterhin Container stehen – teilweise auch in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen im Rahmen einer Übergangslösung. Ein entsprechender Vertrag mit BRK und Maltesern wurde bis Anfang 2027 geschlossen, um einen abrupten Bruch zu vermeiden.

Parallel bereitet die Verwaltung eine europaweite Ausschreibung für ein dauerhaftes Sammel- und Verwertungssystem vor. Die Umsetzung wird voraussichtlich sechs bis zwölf Monate dauern.

Kosten steigen deutlich

Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt: Für rund 172 Tonnen Alttextilien pro Jahr rechnet die Stadt mit Kosten von etwa 60.000 Euro jährlich, die über die Abfallgebühren gedeckt werden müssen.

Streit um Verantwortung

Für Diskussionen im Ausschuss sorgte CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Bergmüller. Er sprach von „Wohlstandsmüll“ und sieht die Ursache auch im Verhalten der Verbraucher. Kleidung werde zu schnell ersetzt, Modetrends unkritisch gefolgt – statt Kleidungsstücke länger zu tragen.

Weiterer Lesestoff passend zum Thema: 
System im Umbruch

Fest steht: Die Alttextilsammlung in Rosenheim steht vor einem grundlegenden Wandel. Der Container an der Straßenecke –  ist zunehmend keine Selbstverständlichkeit mehr.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)

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