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Eigenheim per Los: Wie Hausverlosungen funktionieren

Hausverlosung. Symbolfoto: ai generiert

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

27. April 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern / Deutschland – Ein Haus gewinnen statt kaufen: Hausverlosungen werden derzeit häufiger angeboten – auch in Rosenheim. Doch was steckt hinter dieser Form des Glücksspiels eigentlich?

Bei sogenannten Immobilienverlosungen wird eine Immobilie nicht verkauft, sondern im Rahmen eines Gewinnspiels vergeben. Teilnehmer erwerben Lose und nehmen an einer Ziehung teil. Am Ende entscheidet allein das Zufallsprinzip, wer Eigentümer der Immobilie wird.

Rechtlicher Rahmen und Gemeinwohlbindung

Grundlage für solche Angebote ist der Glücksspielstaatsvertrag. Dieser regelt, dass Lotterien in Deutschland nur mit staatlicher Erlaubnis durchgeführt werden dürfen und einer behördlichen Aufsicht unterliegen.

Immobilienverlosungen werden in der Regel als Soziallotterien eingeordnet. Diese unterliegen festgelegten rechtlichen Vorgaben. Dazu gehört unter anderem, dass ein Teil der Einnahmen für gemeinnützige Zwecke verwendet wird. Die konkrete Ausgestaltung wird im jeweiligen Genehmigungsverfahren festgelegt und behördlich kontrolliert.

Wirtschaftliches Prinzip

Finanziert werden solche Verlosungen über den Verkauf von Losen. Bei einer großen Zahl von Teilnehmern können dabei Einnahmen im Millionenbereich entstehen.

Aus diesen Einnahmen werden der Erwerb oder Bau der Immobilie, organisatorische Kosten sowie die ausgeschriebenen Gewinne finanziert. Ob und in welcher Höhe ein wirtschaftlicher Überschuss entsteht, ist öffentlich in der Regel nicht im Detail nachvollziehbar.

Entwicklung und Einordnung

Lotterien haben eine lange Geschichte und wurden bereits vor Jahrhunderten zur Finanzierung unterschiedlicher Vorhaben eingesetzt. Immobilienverlosungen in ihrer heutigen Form sind dagegen ein vergleichsweise junges Modell, das sich erst in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Bekannt wurden entsprechende Angebote zunächst im Ausland, bevor sie auch in Deutschland im Rahmen genehmigter Soziallotterien eingeführt wurden. Hierzulande existieren solche Verlosungen erst seit wenigen Jahren.

Fachlich werden sie als Nischenbereich innerhalb des Glücksspielmarktes eingeordnet.

Einordnung

Die Teilnahme an Hausverlosungen basiert vollständig auf dem Zufallsprinzip. Die Gewinnwahrscheinlichkeit ergibt sich aus der Gesamtzahl der ausgegebenen Lose und liegt in der Regel im Millionenbereich.

Für einzelne Teilnehmer bleibt ein Gewinn damit sehr unwahrscheinlich.
Der Beitrag dient der sachlichen Einordnung und stellt keine Empfehlung zur Teilnahme dar.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: ai generiert) 

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