Rosenheim / Landkreis – Wenn in Stadt und Landkreis Rosenheim die MaibĂ€ume aufgestellt werden, geht es um weit mehr als einen geschmĂŒckten Stamm: Die Veranstaltungen verbinden alte Tradition mit Dorfgemeinschaft, Handwerk und Festbetrieb. Am 1. Mai 2026 stehen wieder zahlreiche Maibaumfeste auf dem Programm â vielerorts begleitet von Musik, Bewirtung und vielen Besuchern.
Maibaumfeste am 1. Mai in Stadt und Landkreis Rosenheim
Der 1. Mai ist in der Region traditionell der wichtigste Termin fĂŒr das Maibaumaufstellen. Auch 2026 wird dieser Brauch in vielen Orten gepflegt.
In der Stadt Rosenheim ist in diesem Jahr Aising der einzige bestÀtigte Standort. Dort wird der Maibaum am Freitag, 1. Mai, um 11 Uhr vor dem Feuerwehrhaus aufgestellt.
Im Landkreis Rosenheim wird der Maibaum dagegen in zahlreichen Gemeinden am Vormittag oder zur Mittagszeit aufgestellt. Oft sind die Feste mit Blasmusik, Bewirtung und Rahmenprogramm verbunden.
đ Maibaumaufstellen am 1. Mai 2026 (Auswahl)
Stadt Rosenheim
- Aising â 11 Uhr, Feuerwehrhaus
Landkreis Rosenheim
- Aschau im Chiemgau (Sachrang) â 11.30 Uhr
- Bad Aibling (Willing) â 11 Uhr
- Bad Feilnbach â 12 Uhr (Rathausplatz)
- Bad Feilnbach (Au) â 11 Uhr
- Bad Feilnbach (Derndorf) â Ortsteilfest
- Bernau am Chiemsee â 10 Uhr
- BruckmĂŒhl (Holzham) â 10.30 Uhr
- Feldkirchen-Westerham (Feldolling) â 10 Uhr
- Feldkirchen-Westerham (Vagen) â 11 Uhr
- GroĂkarolinenfeld (Jarezöd) â 11 Uhr
- Halfing â 11 Uhr
- Höslwang â ab 11.30 Uhr
- Raubling (Reischenhart) â 10 Uhr
- Rimsting â 11 Uhr
- Rohrdorf (Höhenmoos) â 11 Uhr
- Samerberg (Törwang) â 10 Uhr
- Schechen (Pfaffenhofen) â 11 Uhr
- Vogtareuth (Zaisering) â 11 Uhr
Einige Gemeinden weichen mit ihren Festen auf das Wochenende aus, etwa Kolbermoor oder einzelne Ortsteile von Bad Aibling und Rimsting.
Herkunft und Bedeutung des Maibaums
Der Maibaum ist tief in der bayerischen Kultur verwurzelt. Seine UrsprĂŒnge reichen bis in vorchristliche Zeiten zurĂŒck. Schon damals galt der geschmĂŒckte Baum als Symbol fĂŒr Fruchtbarkeit, Wachstum und den Beginn des FrĂŒhlings.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus ein fester Brauch, der besonders in Bayern bis heute lebendig geblieben ist. Typisch sind die weiĂ-blau geschmĂŒckten StĂ€mme sowie die Zunft- und Ortszeichen, die auf den Tafeln angebracht werden. Sie erzĂ€hlen vom Leben im Dorf und geben Einblick in Handwerk, Vereine und Geschichte der jeweiligen Gemeinde.
Das Aufstellen selbst ist immer ein Gemeinschaftsprojekt: Der Maibaum wird vorbereitet, bewacht und schlieĂlich gemeinsam aufgerichtet â oft mit reiner Muskelkraft oder traditioneller Technik. Begleitet wird das Ganze von Festen, Musik und vielen Zuschauern.
Ein fester Bestandteil des Dorflebens
Auch wenn sich die AblĂ€ufe in den vergangenen Jahrzehnten verĂ€ndert haben, bleibt der Charakter gleich: Der Maibaum steht fĂŒr Zusammenhalt und IdentitĂ€t im Ort.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)


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