Raubling – Florian Lipowitz hat seinen erfolgreichen Frühjahrsblock mit einem weiteren Top-Ergebnis gekrönt. Der deutsche Profi sicherte sich bei der Tour de Romandie den zweiten Platz in der Gesamtwertung und musste sich lediglich dem dominierenden Tadej Pogačar geschlagen geben.
Bereits früh im Rennen etablierte sich Lipowitz in der Spitzengruppe des Klassements. Am zweiten Tag übernahm er Rang zwei, eine Position, die er bis zum Finale verteidigte. Besonders auf der Königsetappe zeigte er seine Klasse, konnte jedoch auch dort Pogačar nicht bezwingen.
Die Entscheidung fiel am Schlusstag beim einzigen Bergfinish der Rundfahrt in Leysin. Auf dem 14 Kilometer langen Anstieg suchte Lipowitz mehrfach die Offensive. Rund drei Kilometer vor dem Ziel setzte er entscheidende Attacken, denen nur Pogačar folgen konnte. Im direkten Duell auf den letzten steilen Metern hatte der Slowene jedoch erneut die besseren Reserven. Lipowitz wurde Zweiter, während Primož Roglič das Podium als Dritter komplettierte.
Florian Lipowitz zu seinem Erfolg:
„Ich habe mich über die gesamte Etappe hinweg sehr gut gefühlt. Als wir die letzten fünf Kilometer erreicht haben, dachte ich, ich sollte eine kleine Attacke setzen, um zu sehen, wie die anderen reagieren. Ich habe meine Chance genutzt und war dann zusammen mit Tadej vorne. Auf der Zielgeraden habe ich versucht, vom Beginn des letzten steilen Stücks an alles zu geben, so wie vor zwei Jahren.
Am Ende kann ich sehr glücklich und stolz darauf sein, wie diese Woche gelaufen ist. Das Team hat mich großartig unterstützt, und ich denke, wir sind ein richtig starkes Rennen gefahren. Ich war sehr froh, dort mit Tadej dabei zu sein und die Chance zu haben, gegen ihn anzutreten. Glückwunsch an ihn zu einem weiteren Sieg. Ich bin trotzdem sehr stolz darauf, wie wir heute gefahren sind.“
Konstanz als Erfolgsfaktor
Für Lipowitz ist das Ergebnis ein weiterer Beleg seiner bemerkenswerten Entwicklung. Bereits vor zwei Jahren machte er in Leysin erstmals mit einem Podiumsplatz bei einer WorldTour-Rundfahrt auf sich aufmerksam.
Seitdem hat er sieben einwöchige WorldTour-Rennen bestritten und stand dabei sechsmal auf dem Podium. Lediglich einmal verpasste er die Top drei, und das denkbar knapp um acht Sekunden. Damit zählt er zu den konstantesten Fahrern in diesem Bereich.
Tuckwell überzeugt als Sechster
Auch Teamkollege Luke Tuckwell sorgte für ein starkes Ergebnis. Der 21-jährige Neopro belegte Rang sechs in der Gesamtwertung und bestätigte damit sein großes Potenzial. Nach überzeugenden Leistungen bei der Katalonien- und Baskenland-Rundfahrt knüpft er nahtlos an seine Entwicklung an.
Starkes Team: Red Bull – Bora– hansgrohe dominiert
Neben den Einzelleistungen überzeugte auch das Team Red Bull – Bora – hansgrohe. Nach Erfolgen bei Tirreno–Adriatico und der Katalonien-Rundfahrt gewann die Mannschaft erstmals auch die Teamwertung der Tour de Romandie.
Von Beginn an führten sie die Gesamtwertung der Teams an und zeigten durchgehend Präsenz: Auf allen fünf Etappen schaffte es jeweils ein Fahrer in die Top drei.
(Quelle: Pressemitteilung Red Bull – Bora – hansgrohe / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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