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Waldbrand am Saurüsselkopf: Katastrophenfall ausgerufen

Bergwaldbrand Traunstein. Foto: Copyright Kreisfeuerwehrverband Traunstein

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

5. Mai 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Ruhpolding / Landkreis Traunstein – Im Waldgebiet am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding läuft seit Sonntagabend (3.5.2026) ein größerer Waldbrandeinsatz. Das Landratsamt Traunstein hat am Montag (4. Mai 2026) um 10.05 Uhr den Katastrophenfall festgestellt.

Traunsteins Landrat Andreas Danzer sowie Vertreter von Einsatzleitung, Feuerwehr, Gemeinde und Bayerischen Staatsforsten informierten gemeinsam über die aktuelle Lage. Anlass ist ein Brand, der in schwer zugänglichem Gelände aus bislang ungeklärter Ursache ausgebrochen ist.

Trinkwasserschutzgebiet im Fokus

Zentrales Ziel der Maßnahmen ist der Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Dieses hat Bedeutung für die Trinkwasserversorgung in Traunstein, Inzell, Teilen Siegsdorfs sowie als Verbundversorgung für Teile Ruhpoldings. Nach aktuellem Stand besteht keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung und keine akute Gefährdung der Trinkwasserversorgung.

Das Einsatzgebiet am Saurüsselkopf ist steil, felsdurchsetzt und nur schwer erreichbar. Eine Brandbekämpfung am Boden ist daher derzeit nur eingeschränkt möglich. Der Schwerpunkt liegt auf Einsätzen aus der Luft sowie auf Riegelstellungen zur Eindämmung der Ausbreitung.

Kreisbrandrat und Einsatzleiter Christoph Grundner erklärte dazu: „Wir haben es mit einem extrem schwierigen Gelände zu tun. Die Sicherheit der Einsatzkräfte steht an erster Stelle. Deshalb erfolgt die Brandbekämpfung dort, wo ein Einsatz am Boden nicht möglich ist, vor allem aus der Luft.“

Landrat Andreas Danzer betonte: „Die Feststellung des Katastrophenfalls war angesichts der Lage und des besonderen Schutzziels ein notwendiger Schritt.“

Großaufgebot im Einsatz

Am Montag waren rund 200 bis 250 Einsatzkräfte im Einsatz. Mehrere Löschhubschrauber wurden bereits eingesetzt, weitere Luftunterstützung – darunter durch die Bundeswehr – ist für Dienstag vorgesehen.

Die Gemeinde Ruhpolding ist eng in die Einsatzbewältigung eingebunden. Bürgermeister Justus Pfeifer sagte: „Für die Gemeinde Ruhpolding ist das eine sehr herausfordernde Lage. Wir sind dankbar für die enge und professionelle Zusammenarbeit.“

Nach Angaben der Bayerischen Staatsforsten ist eine Fläche von rund 50 Hektar betroffen beziehungsweise in der weiteren Entwicklung berührt. Eine genaue Bewertung ist erst nach Abschluss der Löscharbeiten möglich.

Sebastian Klinghardt, Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb Ruhpolding, sagte: „Der Bergwald am Saurüsselkopf erfüllt zentrale Schutzfunktionen.“

Die Brandbekämpfung soll auch am heutigen Dienstag (5.5.2026)  fortgesetzt werden. Im Bereich Ruhpolding, Laubau und Chiemgau Arena ist mit verstärktem Flugbetrieb zu rechnen.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass das Einsatzgebiet weiterhin nicht betreten werden darf. Auch die B 305 ist zwischen Kreisverkehr Hinterpoint/Laubau und Seehaus gesperrt, ausgenommen Einsatzkräfte und Anwohner. Bei Ascheregen sollen Fenster und Türen geschlossen bleiben.
Zur Brandursache liegen derzeit keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Traunsteiin / Beitragsbild: Fotomontage Kreisfeuerwehrverband Traunstein)

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