Rosenheim – Beim Rosenheimer Pädiatrietag haben Experten aus ganz Deutschland über neue Entwicklungen in der Kinder- und Jugendmedizin informiert. Rund 70 Teilnehmer aus der Fachcommunity kamen in Rosenheim zusammen. Im Mittelpunkt standen neue Therapien, aktuelle Forschung und internationale Erfahrungen aus der klinischen Praxis. Eingeladen hatte RoMed-Chefarzt PD Dr. Hendrik Jünger.
Die Beiträge zeigten, wie schnell sich Diagnostik und Behandlung in der Kindermedizin weiterentwickeln. Besonders im Fokus standen hochspezialisierte Bereiche wie Neonatologie, Kinderchirurgie und Kinderonkologie.
Fortschritte bei Frühgeborenen und in der Kinderchirurgie
Der Berliner Neonatologe Prof. Dr. Christoph Bührer von der Charité Universitätsmedizin berichtete über die langfristigen Chancen extrem früh geborener Kinder. Für das Rosenheimer Fachpublikum war das Thema besonders relevant, da am Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe viele Frühgeborene behandelt werden.
Die Entwicklung der Kinderchirurgie am RoMed Klinikum stellte Prof. Dr. Christian Knorr vor. Er betonte deren Bedeutung für die regionale Versorgung. Verstärkung erhält das Team seit dem 1. April 2026 durch Dr. Ingo Jester, der zuvor unter anderem am Birmingham Children’s Hospital tätig war und internationale Erfahrung nach Rosenheim einbringt.
Zusammenarbeit mit Universitätskliniken und neue Ambulanz
Prof. Dr. Julia Hauer von der Kinderklinik der TU München / Klinikum Schwabing stellte die enge Zusammenarbeit mit Rosenheim vor, insbesondere in der Kinderonkologie. Sie präsentierte neue Therapieansätze, die Nebenwirkungen klassischer Behandlungen reduzieren können.
Auch Prof. Dr. Florian Heinen von der LMU München informierte über neue Erkenntnisse in der entwicklungsneurologischen Diagnostik und über Migräne im Kindesalter.
Ein weiterer Schwerpunkt war die neue Kindergastroenterologie am RoMed Klinikum. Dr. Anna Deißler stellte die neu eingerichtete Spezialambulanz für Erkrankungen der Verdauungsorgane vor.
Zum Abschluss zog PD Dr. Hendrik Jünger ein positives Fazit. Der Austausch bringe aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in die Region und stärke den Wissenstransfer in die klinische Praxis. Entscheidend seien funktionierende Kooperationen mit den Universitätskinderkliniken, um eine moderne und wohnortnahe Versorgung auf hohem medizinischem Niveau sicherzustellen.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: privat)


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