Ruhpolding / Landkreis Traunstein – Am heutigen Donnerstagmorgen (7.5.2026) informiert das Landratsamt Traunstein erneut über den aktuellen Stand zum Waldbrand am Saurüsselkopf in der Gemeinde Ruhpolding. Nach Angaben der Einsatzleitung bleibt die Lage weiterhin stabil, eine weitere Ausbreitung des Feuers konnte in der Nacht verhindert werden.
Bodenbewässerung mit Tanklöschfahrzeug. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Der Katastrophenfall war bereits am Montag (4.5.2026) um 10:05 Uhr durch Landrat Andreas Danzer festgestellt worden (wir berichteten)
Ruhige Nacht mit einzelnen Glutnesten
Die Nacht verlief nach Angaben des Landratsamts ohne besondere Vorkommnisse. Leichter Regen am Abend habe nach aktueller Einschätzung keinen wesentlichen Einfluss auf das Brandgeschehen gehabt. Kurzzeitig aufkommender Wind gegen Mitternacht habe vereinzelt Glutnester erneut angefacht, diese seien jedoch punktuell abgelöscht worden. Mit dem Nachlassen des Windes habe sich die Lage wieder stabilisiert.
An den Seilen unterhalb des Hubschraubers werden die Außenlastbehälter befestigt. Foto: Kreisfeuerwehrverband Traunstein
Ein größerer Feuerwehreinsatz sei planmäßig durchgeführt worden, zusätzliche Kräfte mussten nicht nachalarmiert werden. Insgesamt waren 57 Einsatzkräfte sowie eine Rettungsdienstabstellung im Einsatz. Verletzte gab es weder unter der Bevölkerung noch unter den Einsatzkräften.
Rauchentwicklung weiterhin Thema
Die über das Modulare Warnsystem (MoWaS) ausgelöste Warnmeldung zu Rauch- und Geruchswahrnehmungen bleibt bestehen und wird fortlaufend aktualisiert. Aktuell sind in Ruhpolding weiterhin Rauch und Brandgeruch wahrnehmbar. Nach Prognosen könnte sich die Rauchentwicklung in den kommenden Stunden in Richtung Südosten, insbesondere in den Bereich Winkelmoos und teilweise bis nach Tirol, ausbreiten.
Auch heute werden erneut Messfahrten durchgeführt. Das Landratsamt empfiehlt vorsorglich, bei Rauch- oder Ascheregen Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen abzuschalten. Menschen mit Atemwegserkrankungen sollen körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden.
Mit Tagesanbruch werden die Einsatzmaßnahmen erneut ausgeweitet. Geplant ist wieder Flugbetrieb, um Glutnester gezielt zu bekämpfen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Zentrales Schutzziel bleibt der langfristige Schutz des Trinkwasserschutzgebiets Laubau. Eine akute Gefährdung der Bevölkerung oder der Trinkwasserversorgung bestehe weiterhin nicht.
Betretungsverbote, Straßensperren sowie das Verbot des Drohneneinsatzes im Einsatzgebiet bleiben bestehen.
Für Bürgerfragen ist weiterhin ein Bürgertelefon des Landratsamts Traunstein unter 0861 58-411 von 8:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Danach informiert eine Bandansage über die aktuellen Entwicklungen online.
Zur Brandursache liegen derzeit noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen dauern an.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Traunstein / Beitragsbild, Fotos: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)




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