Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Dienstag (19.5.2026) im Rosenheimer Bahnhof einen Mann festgenommen, der sich nach bisherigen Erkenntnissen seit rund elf Jahren mit einer falschen Identität in Deutschland aufgehalten haben soll.
Der 46-Jährige war zuvor in einem Fernreisezug aus Verona kontrolliert worden. Dabei wies er sich nach Angaben der Bundespolizei mit einer griechischen Identitätskarte aus. Die Beamten erkannten das Dokument jedoch als Fälschung. Am Bahnhof Rosenheim musste der Mann den Zug verlassen und die Beamten zur Dienststelle begleiten.
Eine Überprüfung der Fingerabdrücke brachte schließlich die wahre Identität ans Licht: Es handelte sich nicht um einen griechischen Staatsangehörigen, sondern um einen Albaner.
Falsche Identität soll über Jahre Behörden getäuscht haben
Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Mann die gefälschten Papiere bereits im Jahr 2015 beschafft, nachdem sein Asylantrag in Deutschland abgelehnt worden war. Mit der falschen Identität soll er seither Behörden, Banken und auch eine Krankenkasse getäuscht haben.
Die Bundespolizei leitete ein Verfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthalts sowie Urkundenfälschung ein.
Neben der Strafanzeige erhielt der 46-Jährige ein vierjähriges Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland. Die Kosten für die bevorstehende Rückführung nach Albanien muss er selbst tragen. Als Sicherheit für die Flugkosten hinterlegte er bereits im Vorfeld 1.000 Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)


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