Rosenheim / Bayern / Deutschland – Bei Weihnachten und Ostern wissen die meisten sofort, worum es geht. Doch wenn es um Pfingsten geht, wird es oft schon deutlich schwieriger. Dabei gehört auch dieses Fest zu den wichtigsten Feiertagen im Kirchenjahr.
Pfingsten ist ein christliches Fest, das 50 Tage nach Ostern gefeiert wird. Der Name leitet sich aus dem Griechischen „pentekoste“ ab, was so viel wie „der fünfzigste Tag“ bedeutet. Genau daraus hat sich auch das Wort „Pfingsten“ entwickelt.
Was wird an Pfingsten gefeiert?
Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Aussendung des Heiligen Geistes“. Nach der christlichen Überlieferung waren die Jünger Jesu nach dessen Tod und Auferstehung zunächst verunsichert und hatten sich zurückgezogen. Dann, so heißt es in der Bibel, kam der Heilige Geist auf sie herab – und sie konnten plötzlich wieder sprechen, verstehen und öffentlich auftreten.
Dieses Ereignis gilt als Beginn der öffentlichen Verkündigung des christlichen Glaubens und wird deshalb auch als Geburtsfest der Kirche bezeichnet.
Warum Pfingsten oft schwer greifbar ist
Im Gegensatz zu Weihnachten mit Geschenken oder Ostern mit Eiersuche hat Pfingsten kaum sichtbare Bräuche im Alltag. Viele Menschen verbinden damit vor allem eines: ein langes Wochenende. In manchen Regionen gibt es jedoch bis heute kirchliche Traditionen wie Gottesdienste, Prozessionen oder die Pfingstnovene, eine neuntägige Gebetszeit vor dem Fest.
Pfingsten fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum, weil es vom Ostertermin abhängt. Gefeiert wird immer am 50. Tag nach Ostern. Dadurch liegt Pfingsten meist zwischen Mitte Mai und Mitte Juni.
Pfingstmontag als Feiertag
Der Pfingstmontag ist in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag und verlängert das Wochenende um einen zusätzlichen freien Tag. Historisch hat er sich als fester Bestandteil des Pfingstfestes etabliert und ist eng mit der kirchlichen Tradition verbunden.
Ein Fest mit vielen Gesichtern
Pfingsten wird nicht nur in Deutschland gefeiert, sondern auch in vielen anderen Ländern – allerdings mit sehr unterschiedlichen Traditionen. Während es hierzulande oft ruhig und kirchlich geprägt ist, stehen in anderen Regionen eher Volksfeste und Prozessionen im Mittelpunkt.
So bleibt Pfingsten ein Fest, das zwar eine lange Geschichte hat, im Alltag aber oft überraschend wenig greifbar ist – und genau deshalb jedes Jahr wieder kurz erklärt werden muss.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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