Bayern – In Bayern leben immer mehr Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Besonders auffällig ist dabei eine Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen: In dieser Gruppe ist die Zahl zuletzt deutlich gestiegen.
In Bayern leben zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt rund 1.191.585 Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung. Das geht aus Angaben des Bayerisches Landesamt für Statistik hervor. Damit ist die Zahl im Vergleich zu 2023 um rund 3 Prozent gestiegen.
Die Mehrheit der Betroffenen ist älter: 58,6 Prozent sind 65 Jahre oder älter. Weitere 28,8 Prozent entfallen auf die Altersgruppe zwischen 45 und unter 65 Jahren, 9,7 Prozent sind zwischen 18 und unter 45 Jahre alt. Nur ein kleiner Anteil der schwerbehinderten Menschen ist minderjährig.
Minderjährige mit stärkstem Zuwachs
Insgesamt leben 34.095 Kinder und Jugendliche mit einer Schwerbehinderung in Bayern. Ihr Anteil liegt bei 2,9 Prozent – damit stellen sie die kleinste Altersgruppe dar. Gleichzeitig zeigt sich hier aber die auffälligste Entwicklung: Zwischen 2023 und 2025 stieg ihre Zahl um 10,4 Prozent – so stark wie in keiner anderen Altersgruppe. Bereits zwischen 2021 und 2023 war hier mit einem Plus von 8,4 Prozent ebenfalls der höchste Anstieg zu verzeichnen.
Auch bei den Arten der schwersten Behinderung zeigt sich ein breites Bild. Am häufigsten sind Beeinträchtigungen der inneren Organe oder Organsysteme mit 288.190 Betroffenen. Es folgen Querschnittslähmungen, zerebrale Störungen sowie geistig-seelische Behinderungen und Suchtkrankheiten mit 282.375 Personen.
Mehrheit mit Grad der Behinderung 50
Mehr als ein Drittel der Betroffenen verfügt über einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 (463.960 Personen). 20,3 Prozent haben einen GdB von 100. Insgesamt sind 50,4 Prozent der Menschen mit Schwerbehinderung männlich.
Insgesamt zeigt die Statistik damit nicht nur einen weiteren Anstieg der schwerbehinderten Menschen in Bayern, sondern auch eine auffällige Verschiebung innerhalb der Altersgruppen. Während die Mehrheit der Betroffenen weiterhin im höheren Alter liegt, sticht vor allem die Entwicklung bei Minderjährigen heraus – sowohl beim langfristigen Trend als auch beim aktuellen Zuwachs. Warum sich diese Dynamik genau so entwickelt, ist aus den Zahlen nicht ersichtlich.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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