Übersee / Landkreis Traunstein – In der Rauchgasdurchzündungsanlage in Übersee hat der Kreisfeuerwehrverband Traunstein erneut Atemschutzkräfte aus dem Landkreis unter realitätsnahen Bedingungen geschult. Im Mittelpunkt standen dabei Übungen für den Innenangriff, der Eigenschutz bei Brandeinsätzen sowie verschiedene Einsatztechniken im Ernstfall.
Die sogenannte RDA (Rauchgasdurchzündungsanlage) ermöglicht besonders realistische Trainingsbedingungen. Feuerwehrkräfte üben dort unter Anleitung von Ausbildern den Umgang mit Hitze, Rauch und engen Räumen – so nah wie möglich am späteren Einsatzgeschehen.
Kern der Ausbildung ist ein mit Holz befeuerter Übungscontainer, in dem gezielt Rauchgasdurchzündungen simuliert werden können. So lassen sich unter kontrollierten Bedingungen verschiedene Einsatzszenarien durchspielen – von der richtigen Strahlrohrführung über Türöffnungen bis hin zum taktischen Vorgehen im Innenangriff.
Dabei lernen die Teilnehmer auch, Brandphasen richtig zu „lesen“ und gefährliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Temperaturen, wie sie auch im echten Brandeinsatz auftreten können, gehören bewusst zum Training dazu.
Ausbildung unter realistischen Einsatzbedingungen
„Wir bieten eine moderne und praxisorientierte Ausbildung“, betont Lehrgangsleiter Tobias Plenk. Die Rückmeldungen der teilnehmenden Feuerwehrkräfte seien durchwegs positiv, heißt es vom Kreisfeuerwehrverband.
Die Realbrandausbildung ist Teil eines dreistufigen Ausbildungskonzepts im Landkreis Traunstein. Nach dem Grundlehrgang und Übungen an der gasbefeuerten Brandsimulationsanlage in Traunreut folgt mit der RDA in Übersee die besonders realitätsnahe Vorbereitung auf den Einsatz.
Ergänzt wird das Angebot durch weitere Ausbildungsbausteine, etwa zum Umgang mit Wärmebildkameras oder Chemikalienschutzanzügen. Zusätzlich organisieren die Ausbilder jährlich verpflichtende Belastungsübungen für Atemschutzgeräteträger in den Anlagen in Traunstein oder Trostberg.
Intensive Übungseinheit für Atemschutzträger
Kürzlich absolvierten elf Atemschutzgeräteträgerinnen und -geräteträger aus den Feuerwehren Chieming, Hochberg, Kay, Traunstein, Traunwalchen sowie der Werkfeuerwehr BSH Traunreut eine ganztägige Ausbildung in Übersee. Die Übung fand bei sommerlichen Temperaturen statt und erhöhte damit die körperliche Belastung zusätzlich – insbesondere in Verbindung mit Schutzkleidung und Atemschutzausrüstung.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein- hob / Beitragsbild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein)


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