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Wirtschaft in Südostoberbayern trübst sich ein – Erwartungen brechen ein

Wirtschaft - Symbolfoto Börsenindex

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

1. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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München / Südostoberbayern – Die Wirtschaft in Südostoberbayern blickt mit zunehmender Skepsis auf die kommenden Monate. Laut aktuellem IHK-Konjunkturbericht für das Frühjahr 2026 rechnen viele Unternehmen mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Der IHK-Konjunkturindex bleibt zwar nahezu stabil bei 98 Punkten, liegt damit aber weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 114 Punkten.

Während sich die aktuelle Geschäftslage im Vergleich zum Jahresbeginn leicht verbessert hat, haben sich die Erwartungen deutlich eingetrübt. 27 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Lage als gut, 22 Prozent als schlecht. Für die kommenden Monate rechnen 14 Prozent mit einer Verbesserung, 23 Prozent hingegen mit einer Verschlechterung.

Energie- und Rohstoffpreise bleiben zentrales Risiko

Als größte Belastungsfaktoren nennen die Unternehmen weiterhin die hohen Energie- und Rohstoffpreise. Diese werden inzwischen von 74 Prozent (Energiepreise) bzw. 71 Prozent (Rohstoffe) der Betriebe als Risiko gesehen. Auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden zunehmend kritisch bewertet und erreichen mit 79 Prozent einen neuen Höchstwert in der Region.

Weitere Risiken sehen die Unternehmen in der schwachen Inlandsnachfrage (56 Prozent), den Arbeitskosten (57 Prozent) sowie dem anhaltenden Fachkräftemangel (44 Prozent).

Personal- und Investitionspläne bleiben zurückhaltend

Auch bei Beschäftigung und Investitionen bleibt die Stimmung verhalten. Elf Prozent der Unternehmen planen derzeit Neueinstellungen, 21 Prozent rechnen mit Stellenabbau. Im Baugewerbe fällt der Stellenabbau saisonbedingt etwas geringer aus.

Bei den Investitionen zeigt sich ebenfalls Zurückhaltung: 17 Prozent der Unternehmen wollen mehr investieren, 25 Prozent planen Kürzungen.

Bensegger: „Wirtschaft wartet auf spürbaren Reformaufschlag“

„Die Wirtschaft in Südostoberbayern erlebt weiterhin Rückschläge. Anstatt positiver Impulse für Wachstum und wirtschaftliche Erholung, treffen neue – diesmal internationale – Dämpfer mit voller Wucht unsere heimischen Unternehmen“, sagt Andreas Bensegger, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. Vor allem die steigenden Kosten bei Energie und Rohstoffen – getrieben vom Iran-Krieg – würden dem Wirtschafsstandort große Sorgen bereiten. Aber auch die hausgemachte Strukturkrise im Land würden den Firmen zu schaffen machen.“ Die Wirtschaft in der Region wartet sehnlichst auf einen großen Reformaufschlag der Bundesregierung, damit die Wirtschaft wieder hochlaufen kann!“, so Bensegger.

Die IHK befragte für den Konjunkturbericht zwischen Mitte und Ende April Unternehmen aus den Landkreisen Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf, Traunstein sowie aus Stadt und Landkreis Rosenheim. Der Bericht erscheint dreimal jährlich.
(Quelle: Pressemitteilung IHK / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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