Piding / Landkreis Berchtesgadener Land – Das Tourenprojekt der Molkerei Berchtesgadener Land wächst weiter: Zwei neue Wander- und Radrouten führen durch das Mangfalltal und zeigen, wie Bio-Landwirtschaft, Wasserschutz und die Trinkwasserversorgung Münchens zusammenhängen.
Mit dem Projekt „Da Kuah auf da Spur“ macht die Molkerei Berchtesgadener Land seit 2025 die Herkunft ihrer Milch zwischen Watzmann und Zugspitze erlebbar. Nach ersten Wanderrouten im Berchtesgadener Land und im Chiemgau wird das Angebot nun erweitert: Zwei neue Wander- und Fahrradtouren führen durch das Mangfalltal.
Im Mittelpunkt stehen das Wasserschloss Reisach und das Mangfalltal als wichtige Grundlage für die Trinkwasserversorgung der Stadt München. Dabei wird der Zusammenhang zwischen ökologischer Landwirtschaft und sauberem Trinkwasser deutlich gemacht.
Das Mangfalltal liefert rund 75 Prozent des Münchner Trinkwassers und das seit über 140 Jahren. Seit mehr als 30 Jahren schützen die Stadtwerke München das Einzugsgebiet, indem sie landwirtschaftliche Betriebe bei der Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise unterstützen. Insgesamt 44 Betriebe liefern ihre Naturland-Bio-Milch an die Molkerei Berchtesgadener Land.
Wasserschutz und Bio-Landwirtschaft im Fokus
Die neuen Touren führen entlang von Wasserbauwerken, durch Wiesen und Wälder, die sowohl Nutzfläche als auch Schutzraum sind. Sie zeigen, wie nachhaltige Landwirtschaft zur Trinkwasserqualität beiträgt und welche Bedeutung ökologische Bewirtschaftung im Mangfalltal hat.
Das Wasserschloss Reisach spielt dabei eine zentrale Rolle. Von dort aus wird das Wasser gefasst und über ein Leitungssystem Richtung München weitergeleitet. Vor Ort und digital werden Zusammenhänge erklärt – etwa zu Wasserschutzgebieten oder Extensivierung. Biologische Landwirtschaft bedeutet hier, weniger Ertrag zugunsten von Boden, Wasser und Artenvielfalt zu akzeptieren.
Verbindung von Stadt und Land
Seit dem Start 2025 hat sich „Da Kuah auf da Spur“ als Projekt etabliert, das Stadt und Land miteinander verbindet. Die bisherigen Touren im Berchtesgadener Land und im Chiemgau vermitteln Wissen über Almwirtschaft, Biodiversität und alpine Kultur.
Die neuen Routen im Mangfalltal erweitern dieses Konzept und zeigen, dass Trinkwasserschutz und Bio-Landwirtschaft eng zusammengehören. Landwirtschaftliche Verantwortung reiche dabei über den Stall hinaus – bis hin zur Trinkwasserversorgung in der Großstadt.
Erlebnisrouten für unterschiedliche Ansprüche
Alle Touren sind frei zugänglich und digital aufbereitet. Sie richten sich an Wandernde, Radfahrende und Interessierte, die regionale Zusammenhänge besser verstehen möchten.
Die Wandertouren sowie die neue Fahrradtour sind unterschiedlich anspruchsvoll und über die Homepage der Molkerei Berchtesgadener Land sowie über komoot abrufbar.
(Quelle: Pressemitteilung Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG / Beitragsbild: Familie Schwabenbauer bewirtschaftet ihren Bauernhof im Mangfalltal seit 1998 ökologisch nach den Naturland Richtlinien. Er ist einer von 44 Bio-Betrieben im Mangfalltal, die ihre Bio-Milch seit 2005 an die Molkerei Berchtesgadener Land liefern. Copyright Molkerei Berchtesgadener Land)


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