Traunstein – Im Landkreis Traunstein treten in diesem Jahr offenbar besonders viele Gespinstmotten auf. Das teilte Kreisfachberater Markus Breier mit. Grund dafür sei nach seiner Einschätzung das trocken-warme Frühjahrswetter, das die Entwicklung der Schädlinge begünstigt habe.
Die Raupen fressen laut Breier vor allem an Pfaffenhütchen, Traubenkirschen und teilweise auch an Obstbäumen. Typisch sei dabei ein netzartiges Gespinst, in das sowohl die Fraßbereiche als auch die Ruheplätze eingesponnen werden. In einzelnen Fällen könnten Gehölze dadurch stark geschädigt wirken und beinahe vollständig mit feinen Gespinsten überzogen sein.
Unterschiedliche Entwicklung im Landkreis
Im nördlichen Landkreis hätten sich die Raupen vielerorts bereits zu kleinen weißen Faltern mit schwarzen Punkten entwickelt, die Gespinste seien dort inzwischen leer. Im südlichen Landkreis seien die Tiere aufgrund der späteren Entwicklung teilweise noch aktiv, so Breier. Die betroffenen Gehölze würden sich in der Regel wieder erholen und neu austreiben.
Gespinstmotte – kurz erklärt
Die Gespinstmotte ist ein Schmetterling, dessen Raupen im Frühjahr und Frühsommer an bestimmten Sträuchern und Bäumen fressen. Typisch sind dichte, netzartige Gespinste, in denen die Tiere geschützt leben und fressen. Häufig betroffen sind vor allem Pfaffenhütchen, Traubenkirschen und gelegentlich auch Obstbäume. Die befallenen Gehölze sehen dabei oft stark geschädigt aus, treiben in der Regel aber wieder neu aus. Für Menschen und Tiere sind Gespinstmotten ungefährlich.
Keine Gesundheitsgefahr – aber Verwechslungsgefahr mit Eichenprozessionsspinner
Für Menschen gehe von Gespinstmotten keine Gefahr aus. Auch Vögel fressen zwar einzelne Raupen, kommen jedoch in den dichten Gespinsten nur schwer an sie heran. Besonders bei jungen Obstbäumen könne es sinnvoll sein, die Gespinstnester zu entfernen, damit sich die Pflanzen besser entwickeln.
Wichtig sei die Abgrenzung zum Eichenprozessionsspinner (EPS), der mit den harmlosen Gespinstmotten leicht verwechselt werden könne. Dessen Brennhaare können gesundheitliche Beschwerden auslösen. Der EPS befällt ausschließlich Eichen und bildet Nester, die eng an Stamm und stärkeren Ästen liegen – nicht fein zwischen Zweigen wie bei den Gespinstmotten, so der Kreisfachberater.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Traunstein / Beitragsbild: Symbolfoto: re)


Nicht bloß im Landkreis Traunstein, auch hier im Landkreis Rosenheim tritt sie auf.
Habe sie im Halfing-Ameranger Moos gesehen!