Rosenheim – Ein prägendes Kapitel im internationalen Rallyesport ist abgeschlossen: Der Rosenheimer Rallye-Pilot Johannes Wittenbeck hat sich nach mehreren intensiven Jahren aus dem aktiven Meisterschaftsbetrieb verabschiedet. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem eines – der Rückblick auf eine sportliche Entwicklung vom Nachwuchsprojekt bis ins internationale Starterfeld.
Für die Rallyegemeinschaft Rosenheim (RGR) ist es ein besonderer Moment: Johannes Wittenbeck hat sich nach mehreren Jahren im Rallyesport aus dem aktiven Meisterschaftsbetrieb verabschiedet. Der 28-Jährige war über einen längeren Zeitraum Teil des ADAC Opel Electric Rally Cups und sammelte dabei internationale Erfahrung im elektrischen Rallyesport.
Der Abschied fiel nach intensiven Jahren im Wettbewerb, in denen der Rosenheimer gemeinsam mit seinem Team ADAC Südbayern und Häusler Automobile zahlreiche Einsätze im In- und Ausland bestritt. „Ich hatte in den letzten Jahren wirklich das beste Team, das man sich vorstellen kann“, blickt Wittenbeck zurück.
Entwicklung im internationalen Rallyesport
Was als kleines Projekt im Freundes- und Bekanntenkreis begann, entwickelte sich laut Wittenbeck Schritt für Schritt zu einem professionellen Motorsportumfeld mit internationalem Einsatzspektrum. „Wir haben uns gemeinsam von totalen Anfängern zu einem professionellen Team hingearbeitet. Darauf bin ich unglaublich stolz“, so der Fahrer.
Besonders prägend waren die Jahre im ADAC Opel Electric Rally Cup, in dem sich das Team regelmäßig mit Nachwuchsfahrern aus ganz Europa messen musste. Einsätze unter wechselnden Bedingungen, anspruchsvolle Wertungsprüfungen und enge Zeitfenster im Service gehörten dabei zum Alltag.
Eine wichtige Rolle spielte auch Co-Pilot Maximilian Kugler, der früh ins Team kam und sich schnell im internationalen Umfeld etablierte. Gemeinsam entwickelte sich das Duo sportlich kontinuierlich weiter und konnte sich innerhalb von zwei Jahren deutlich im Gesamtklassement verbessern.
Bilanz eines intensiven Abschnitts
Die sportliche Bilanz von Johannes Wittenbeck umfasst nach Angaben des Teams insgesamt 50 Rallyestarts in sechs Ländern, drei nationale Klassensiege sowie mehr als 3.189 gezeitete Rennkilometer.
Im ADAC Opel Electric Rally Cup gehörte er mehrere Jahre zum Starterfeld und erreichte unter anderem Platzierungen im vorderen Mittelfeld sowie einzelne Top-Resultate auf Wertungsprüfungen. Die beste Meisterschaftsplatzierung war Rang fünf, ein besonderes Ergebnis gelang zudem mit einem Podiumsplatz bei einer internationalen Veranstaltung im Rahmen des Cups.
Wie es für den Rosenheimer sportlich weitergeht, lässt er offen. „Ich werde dem Motorsport definitiv erhalten bleiben. Wann und in welcher Form, das wird sich zeigen“, sagt Wittenbeck abschließend.
(Quelle: Artikel: aw / Beitragsbild: Copyright Sascha Dörrenbächer)


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