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Großbrand-Szenario mit Batteriespeicher im Fokus – Feuerwehr übt Ernstfall in Kammer

Zum Ende gabs Abendstimmung bei der Messfahrt. Foto: Hubert Hobmaier

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

11. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Kammer / Landkreis Traunstein – Ein ausgedehnter Bauernhofbrand mit einem in Brand geratenen Batteriespeicher hat die Feuerwehren im Messzug Süd (Landkreis Traunstein)  bei einer Übung vor besondere Herausforderungen gestellt. Ziel war die realistische Erprobung der Mess- und Analytikabläufe im Einsatzfall.

An der Übung in der Moosstraße im Ortskern von Kammer waren die Feuerwehren Kammer und Traunstein beteiligt. Im Mittelpunkt stand dabei der sogenannte Abschnitt „Messen“, der im Ernstfall Teil eines größeren Gesamteinsatzes wäre.
„Das Thema Batterien und Energiespeicher hat für uns in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen“, sagte Messzugleiter Maximilian Schubert. Daher sei dieses Schadensszenario bewusst in die Übungsplanung aufgenommen worden.

Messungen im Umfeld der Einsatzstelle

Schwerpunkt der Übung war die Erfassung möglicher Schadstoffausbreitungen sowie die Messung der Luftbelastung im Nah- und Umfeldbereich der Einsatzstelle. Dafür kamen sowohl stationäre als auch mobile Messsysteme zum Einsatz.

Am Gerätewagen Atemschutz sowie am Einsatzleitwagen der Feuerwehr Traunstein wurde die Messleitung eingerichtet und die Lage koordiniert. Zusätzlich gingen mehrere Fußtrupps im Umfeld der Übungsstelle vor, um an definierten Punkten Messdaten zu erheben. Ein Fahrzeug der Feuerwehr Kammer führte ergänzende Messfahrten im erweiterten Umkreis durch.

Die Ergebnisse würden im Ernstfall in die Lagebewertung der Einsatzleitung einfließen und könnten Grundlage für Warnungen oder Evakuierungsmaßnahmen sein.

Premiere für CBRN-Erkundungswagen

Erstmals eingebunden war bei der Übung auch der neue CBRN-Erkundungswagen des Bundes, der seit Kurzem bei der Feuerwehr Traunreut stationiert ist. Das Spezialfahrzeug dient der Erkundung chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahrenlagen und ist mit moderner Messtechnik ausgestattet.
„Die neue Technik erfordert von unseren Ehrenamtlichen derzeit einen hohen Übungsaufwand“, sagte Verena Unterstein, die für das Fahrzeug verantwortlich ist. Ziel sei es, die Abläufe in den bestehenden Messzügen zu verankern und die Technik optimal einzubinden.

Zukünftig soll das Fahrzeug die Messzüge Nord und Süd ergänzen und die Auswertung von Gefahrstofflagen weiter verbessern.

Positive Bilanz nach zwei Stunden Übung

Messzugleiter Maximilian Schubert zeigte sich nach rund zwei Stunden Übung zufrieden. Besonders hervorgehoben wurden die strukturierte Zusammenarbeit, die schnelle Datengewinnung sowie die reibungslose Kommunikation zwischen den Einheiten.
„Die Mitglieder des Messzugs sind in den vergangenen Jahren zu einer leistungsstarken Einheit zusammengewachsen“, so Schubert. Viele Einsatzkräfte könnten inzwischen mehrere Funktionen innerhalb des Systems übernehmen.

Insgesamt waren rund 30 Einsatzkräfte aus Kammer, Traunstein und Traunreut beteiligt. Auch Kreisbrandmeister Albert Rieder machte sich vor Ort ein Bild und lobte die schnelle Verfügbarkeit erster Messergebnisse bereits kurz nach Eintreffen der Kräfte.
(Quelle: Pressemitteilung Kreisfeuerwehrverband Traunstein-hob / Foto: Hubert Hobmaier))

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