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Demo in Rosenheim thematisiert Migrationspolitik

Demozug vom CSU-Büro in den Salingarten. Foto: Copyright: Die Linke Kreisverband Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

22. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Am Samstag (20.6.2026)  fand in Rosenheim eine Demonstration unter dem Titel „Kein Mensch ist illegal – gegen Dobrindts Migrationspolitik“ statt. Zu der Versammlung hatten das offene antifaschistische Plenum Rosenheim (OAP), der Kreisverband der Linken Rosenheim sowie der Bayerische Flüchtlingsrat aufgerufen. Die Demonstration begann vor dem CSU-Büro im Stadtgebiet und führte nach mehreren Redebeiträgen in den Salingarten.

Im Verlauf der Veranstaltung wurden in mehreren Redebeiträgen unterschiedliche Einschätzungen zur aktuellen Migrationspolitik sowie zu Grenz- und Asylverfahren geäußert. Dabei wurde sowohl auf lokale Entwicklungen als auch auf europäische Zusammenhänge Bezug genommen.

Bezug zu Grenzkontrollen und Asylverfahren

Ein Vertreter des offenen antifaschistischen Plenums Rosenheim stellte in seiner Rede einen lokalen Bezug zum Rosenheimer Bahnhof her und sprach von einer verstärkten Präsenz der Bundespolizei sowie von Kontrollen im öffentlichen Raum. Er schilderte dabei seine Wahrnehmung vor Ort und sagte unter anderem:
„Wer hier regelmäßig unterwegs ist, sieht es jeden Tag: Bundespolizisten überprüfen Reisende, ziehen Menschen heraus, kesseln und befragen sie. Für viele ist der Rosenheimer Bahnhof ein Ort der Kontrolle, der Angst und der Ausgrenzung.“

Auch eine Vertreterin aus dem Initiativkreis Migration Rosenheim bezog sich in ihrem Beitrag auf europäische Asylverfahren und Grenzpraktiken. Sie stellte Fragen zur Sichtbarkeit und Wahrnehmung betroffener Menschen und sagte: „Wer wird schon bemerken, wenn ein Mensch in einem Gefängnis an Europas Außengrenzen ein fehlerhaftes Schnellverfahren durchläuft? Wer wird überhaupt wahrgenommen, wenn sie monatelang in der Blackbox eines Flughafens steckt?“

Ein weiterer Redner aus dem Umfeld der Linken Rosenheim stellte anschließend einen persönlichen Bezug zur Debatte her und setzte sich kritisch mit der aktuellen politischen Diskussion auseinander. Dabei sagte er: „Sind nicht Millionen unserer Eltern und Großeltern auch vor Krieg und Unterdrückung geflohen? Ihr seht, wie absurd diese Debatte ist!“
Die Veranstaltung verlief nach Angaben der Beteiligten ohne besondere Vorkommnisse.
(Quelle: Pressemitteilung Die Linke Kreisverband Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Die Linke Kreisverband)

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