Rosenheim Rosenheim steckt mitten in Tagen mit anhaltend großer Hitze – und die Wohnungen heizen sich spürbar auf. Schon am Morgen liegen die Temperaturen am heutigen Mittwoch (24.6.2026) bei rund 26 Grad, im Tagesverlauf wird es deutlich über 30 Grad heiß. Viele greifen jetzt zu scheinbar bewährten Methoden wie offenen Fenstern oder halb heruntergelassenen Rollläden. Doch genau dabei passieren oft die größten Fehler. Wir räumen mit typischen Mythen auf und zeigen, was wirklich hilft, damit die eigenen vier Wände erträglich bleiben.
Bereits um 7.30 Uhr zeigt sich in Rosenheim sommerliche Wärme mit rund 26 Grad. Im Tagesverlauf steigen die Temperaturen weiter deutlich an, die 30-Grad-Marke wird erneut klar überschritten. Diese Phase mit sehr hohen Temperaturen hält über mehrere Tage an, bevor sich Richtung Wochenbeginn eine leichte Entspannung mit Schauern und Gewittern andeutet.
Und genau jetzt beginnt der Alltagstest in vielen Wohnungen: Die Hitze bleibt nicht draußen – sie sammelt sich drinnen.
Mythos 1: „Fenster auf bringt Abkühlung“
Ein Klassiker – und in vielen Situationen falsch.
Sobald es draußen wärmer ist als drinnen, sorgt ein offenes Fenster nicht für Abkühlung, sondern für den gegenteiligen Effekt. Die warme Außenluft verdrängt die kühlere Innenluft, die Wohnung heizt sich weiter auf.
Richtig ist deshalb:
- nur früh morgens und spät abends lüften
- tagsüber Fenster konsequent geschlossen halten
- direkte Sonneneinstrahlung konsequent vermeiden
Denn der entscheidende Wärmetreiber ist nicht die Luft allein, sondern die Sonne, die über die Fensterflächen in die Räume gelangt.
Mythos 2: „Kippfenster reicht schon“
Bequem, aber kaum wirksam.
Ein gekipptes Fenster sorgt nur für minimalen Luftaustausch, während gleichzeitig warme Luft in den Raum gelangen kann.
Besser funktioniert:
- kurzes, kräftiges Stoßlüften
- ideal: Durchzug über gegenüberliegende Fenster
- nur wenige Minuten, dafür intensiv
Gerade in den frühen Morgenstunden oder nachts kann so in kurzer Zeit deutlich kühlere Luft in die Wohnung gebracht werden.
Mythos 3: „Rollläden halb offen ist ein guter Kompromiss“
Dieser Tipp wirkt praktisch, ist aber nur eingeschränkt sinnvoll.
Rollläden schützen am besten, wenn sie komplett geschlossen sind, da sie die Sonnenstrahlen bereits vor dem Fensterglas abfangen. Genau diese Strahlung ist der Hauptgrund für überhitzte Räume.
Der oft gesehene „Schlitz-Trick“ kann zwar etwas Licht hereinlassen, ersetzt aber keinen wirksamen Sonnenschutz. Außenliegende Abschattung ist grundsätzlich deutlich effektiver als jede innenliegende Lösung.
Was wirklich hilft: die wichtigsten Regeln
Wer die Wohnung bei großer Hitze erträglich halten will, kommt mit wenigen Grundregeln am weitesten:
- Tagsüber abdunkeln: Rollläden runter, Sonne konsequent draußen halten
- Richtig lüften: nur morgens und abends, wenn es kühler ist
- Wärmequellen vermeiden: Herd, Backofen und Geräte möglichst reduzieren
- Ventilator sinnvoll nutzen: sorgt für Luftbewegung, nicht für Kühlung
Wichtig ist dabei vor allem: Die Wohnung wird bei großer Hitze nicht aktiv kühl gehalten, sondern vor zusätzlicher Aufheizung geschützt.
Der Körper als eigene „Klimaanlage“
Schwitzen lässt sich nicht verhindern – aber erträglicher gestalten.Hilfreich sind:
- ausreichend trinken
- leichte, luftige Kleidung
- lauwarm duschen statt eiskalt
- körperliche Anstrengung in die kühleren Stunden verlegen
Ein einfacher, oft unterschätzter Trick ist ein feiner Wassernebel auf der Haut. Beim Verdunsten entsteht ein kurzfristiger Kühleffekt, der die Hitze zumindest gefühlt deutlich angenehmer machen kann.
Fazit: Hitze draußen halten ist der entscheidende Punkt
Die wichtigste Regel in diesen Tagen lautet: Nicht versuchen, die Wohnung aktiv zu kühlen – sondern verhindern, dass sie sich weiter aufheizt.
Wer morgens richtig lüftet, tagsüber konsequent abdunkelt und die Sonne konsequent draußen hält, kann auch bei anhaltend großer Hitze die eigenen vier Wände zumindest erträglich gestalten. Oder anders gesagt: Die richtige Strategie entscheidet darüber, ob die Wohnung zur Belastung wird – oder gerade noch gut auszuhalten bleibt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunam / Beitragsbild


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