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Spargelsaison in Bayern endet: Bilanz fällt trotz Herausforderungen ordentlich aus

Spargelernte. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

26. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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München – Mit dem Johannistag am 24. Juni endete traditionell die Spargelsaison in Bayern. Auch in diesem Jahr ziehen die heimischen Erzeuger laut Bayerischem Bauernverband (BBV) eine insgesamt zufriedenstellende Bilanz – trotz wechselhafter Witterung und spürbarem Kostendruck.

Die Qualität des Spargels habe über weite Strecken gestimmt, auch Angebot und Nachfrage hätten sich meist die Waage gehalten. Gleichzeitig war die Saison für viele Betriebe erneut herausfordernd. Das Wetter gab dabei den Takt vor: Durch sogenannte Verfrühungsmaßnahmen konnte bereits zum Saisonstart Anfang April bayerischer Spargel angeboten werden. In Teilen Frankens begann die flächendeckende Ernte allerdings erst nach Ostern. Kühle Nächte und starke Temperaturschwankungen bremsten das Wachstum im Mai immer wieder, während wärmere Phasen rund um Pfingsten die Ernte deutlich beschleunigten.

Kosten steigen – Preisdruck nimmt zu

Besonders der wirtschaftliche Druck bleibt ein Thema für die Betriebe. Stammkundschaft blieb zwar Hofläden und Verkaufsständen weitgehend treu, gleichzeitig achten viele Verbraucher stärker auf den Preis – insbesondere im Vergleich zu Aktionsangeboten im Lebensmitteleinzelhandel. „Es gab weder über längere Zeit deutlich zu viel noch deutlich zu wenig Spargel am Markt“, sagt Patrick Scharl, Referent für Obst und Gartenbau beim Bayerischen Bauernverband. Gleichzeitig warnt er vor zunehmendem Druck auf die Betriebe: „Den Betrieben bereiten die hohen Kosten und der hohe Handarbeitsanteil in Verbindung mit dem gestiegenen Mindestlohn Sorgen – verschärft durch den Preisdruck günstiger Handelsangebote“, so Scharl. „Regionaler Spargel steht für kurze Wege, Frische und heimische Wertschöpfung. Das muss sich auch im Preis widerspiegeln.“

Amtliche Erntezahlen für 2026 liegen noch nicht vor. Nach Einschätzung aus der Praxis verlief die Saison regional unterschiedlich, insgesamt aber im Bereich einer normalen bis guten Ernte. Zum Saisonende hin gingen die Mengen wie üblich zurück. Viele Betriebe beendeten die Ernte zudem früher, auch wegen trockenheitsbedingt dünnerer Stangen und um die Anlagen zu schonen.
Nach dem 24. Juni wird traditionell kein Spargel mehr gestochen. Die mehrjährigen Pflanzen benötigen nun eine Ruhephase zur Regeneration, um über das Spargelkraut Energie zu sammeln – die Grundlage für die kommende Saison.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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