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BDS Bayern warnt vor Minijob-Reform

Arbeiter flext. Funken fliegen. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

26. Juni 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Der Bund der Selbstständigen Bayern (BDS Bayern) sieht geplante Änderungen bei Minijobs kritisch und warnt vor zusätzlichen Belastungen für kleine und mittlere Betriebe. Nach Einschätzung des Verbands könnten steigende Kosten und weniger Flexibilität den Mittelstand erheblich unter Druck setzen.

Hintergrund der Debatte sind derzeit verschiedene politische Vorschläge zur Ausgestaltung geringfügiger Beschäftigung. Dabei geht es unter anderem um mögliche Änderungen bei Verdienstgrenzen, sozialversicherungsrechtlicher Behandlung und den Rahmenbedingungen für Minijobs. Wichtig: Es handelt sich bislang um Diskussionen und Prüfaufträge auf Bundesebene, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Dennoch sorgt das Thema bereits jetzt für breite Diskussionen – auch in der Wirtschaft.

Minijobs gelten in vielen Betrieben als wichtiges Instrument, um kurzfristige Personallücken zu schließen, etwa bei Krankheit, saisonalen Spitzen oder schwankender Auftragslage. Gleichzeitig ermöglichen sie vielen Menschen – etwa Rentnern, Studierenden oder Personen mit familiären Verpflichtungen – einen flexiblen Nebenverdienst.

Kritik an möglichen Einschränkungen

Der BDS Bayern sieht in den Überlegungen zur Reform die Gefahr, dass genau diese Flexibilität verloren geht. Für Unternehmen bedeute das weniger Spielraum bei der Personalplanung und höhere Arbeitskosten.

Zudem verweist der Verband darauf, dass viele Betriebe bereits unter steigenden Energiepreisen, höheren Lohnnebenkosten und wachsender Bürokratie leiden. Eine zusätzliche Verteuerung geringfügiger Beschäftigung würde die Lage weiter verschärfen.„Natürlich müssen wir darüber sprechen, wie wir die Sozialversicherungen langfristig stabilisieren und Menschen ausreichende Rentenansprüche ermöglichen. Aber die Antwort kann nicht sein, Minijobs zum finanzpolitischen Reparaturbetrieb zu machen. Mehr als eine Million Rentnerinnen und Rentner arbeiten heute freiwillig weiter. Hinzu kommen Studierende und Menschen mit begrenzter zeitlicher Verfügbarkeit. Wer diese Beschäftigungsform verteuert, riskiert weniger Beschäftigung, weniger Flexibilität und am Ende womöglich sogar das Gegenteil dessen, was erreicht werden soll“, erklärt Gabriele Sehorz.

Warnung vor Folgen für den Mittelstand

Aus Sicht des Verbands wäre eine solche Entwicklung ein weiteres Belastungssignal für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Gerade der Mittelstand brauche verlässliche Rahmenbedingungen und flexible Beschäftigungsmodelle, um auf Auftragsschwankungen reagieren zu können.

„Der Mittelstand braucht keine weiteren Belastungen, sondern verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Menschen, die bereit sind zu arbeiten. Arbeitsmarktpolitik muss Beschäftigung ermöglichen statt erschweren. Wer funktionierende und flexible Beschäftigungsformen zurückdrängt, handelt an der Realität in den Betrieben vorbei“, so Sehorz abschließend.
(Quelle: Pressemitteilung BDS Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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